Jack Tretton, President und CEO von Sony Computer Entertainment of America sprach in einem Forbes-Interview nicht nur über die offensichtliche Konkurrenz, sondern auch über Valves Steambox und die Android-Konsole Ouya.

PS4 - Jack Tretton spricht über die Steambox und Ouya

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Tretton findet die Ouya cool
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Derzeit beherrschen die Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft die Schlagzeilen der Fachpresse. Dass es noch andere Konsolen auf dem Markt gibt oder dass noch welche kommen, wird dabei gerne mal übersehen. Doch das bedeutet nicht, dass Sony oder Microsoft sich nicht über ihre andere Konkurrenz im Klaren wären.

Microsofts Corporate Vice President Phil Harrison äußerte sich bereits im Januar zur Steambox und nannte das Konsolengeschäft einen schwierigen Markt, auf dem es sich zu behaupten nicht gerade einfach sei. "Der Einstieg in den Hardware-Bereich ist ein wirklich hartes Geschäft", sagte damals Harrison über Valves Ankündigung der Steambox. Er bewundere Valve einerseits als Firma, andererseits für das, was Valve mit der Online-Plattform Steam erreicht habe. Dennoch sei der Einstieg ins Hardware-Geschäft eine anstrengende Angelegenheit. Man brauche Standhaftigkeit, eine starke Bilanz und vor allem viel, viel Geld in der Tasche, um sich behaupten zu können.

Auch Sonys Jack Tretton sprach nun über die Steambox von Valve. "Wisst ihr, wir sind als Unternehmen seit 1994 in dieser Industrie. Ich bin seit 1986 in dieser Industrie. Ich habe so viele Konkurrenten kommen und gehen gesehen. Leute, die im Hardware-Geschäft waren, sind es nicht mehr. Neue Leute oder neue Unternehmen kommen auf. Ich denke, das wird man immer wieder beobachten, und wie ich bereits sagte, alles, was im Spielebereich für Innovation sorgt oder Interesse an Spielen weckt, kann nur gut für jeden sein. Aber mir hat man seit 1986 mitgeteilt, dass die Konsolen dem PC weichen werden, und es ist noch immer nicht geschehen."

Tretton finde zwar cool, wie sich die Android-Konsole Ouya finanziert habe, was vor allem die Indie-mässige Herangehensweise betrifft, aber das Konsolengeschäft sei nun mal eine teure Industrie.

"Ich weiß ehrlich gesagt nicht viel darüber. Ich finde es cool, dass sie über Kickstarter finanziert wurde, und ich finde, dass es eine Indie-mässige Herangehensweise an die Hardware ist. Ich würde aber sagen, dass das Hardware-Geschäft eine sehr anstrengende ist. Es hinterlässt viele Skelette und Knochen von zerstörten Unternehmen, und es ist ein sehr teures Geschäft an sich. Ich wünsche ihnen viel Glück. Aber ich habe gesehen, wie gut finanzierte Unternehmen mit großartiger Technologie [um ihre Existenz] ringen mussten, von daher wird es interessant zu beobachten sein, wie sie sich schlagen werden", so Tretton.