Gerüchten zufolge, sollen sich die Hardwarefehler der PS4 auf Studenten des Xi'an Instituts für Technologie zurückführen lassen, die angeblich bewusst die PS4 sabotiert haben sollen.

PS4 - Gerüchte um Manipulation der Hardware bei Foxconn

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Was ist dran an den Gerüchten?
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Vorweg: Das Folgende beruht derzeit nur auf Gerüchten und sollte mit absoluter Vorsicht genossen werden.

Der Vorfall mit den Studenten des Xi'an Instituts für Technologie liegt noch gar nicht so weit zurück. Damals hieß es, Foxconn lasse Tausende Studenten ohne Lohn für sich schuften und PS4-Konsolen zusammenbauen.

Bereits im August soll ein Student, der von dieser Zwangsmaßnahme betroffen war, in einem chinesischen Forum mitgeteilt haben, dass man mit defekten PS4-Konsolen zu rechnen habe. "Da Foxconn uns nicht gut behandelt, werden wir auch die PS4 nicht gut behandeln. Die PS4-Konsole, die wir zusammenbauen, wird sich im besten Fall einschalten lassen."

Zwar wurde dieser Eintrag daraufhin gelöscht, wenig später kam jedoch ein ausführlicherer Eintrag:

"Verurteilt nicht uns Studenten, wenn das System defekt ist. Als wir studierten, hatte man extra 20.000 Arbeiter aus Guizhou herbringen lassen. Darüber hinaus waren auch viele lokale Studenten aus Yantai und viele Langzeit-Mitarbeiter in den Werken beschäftigt. Die Gruppe, die in den Nachrichten genannt wurde, waren aber wir Studenten des Nord-Instituts für Technologie an der Xi'an Technik-Universität.Wir machen noch nicht einmal 1/10 der Mitarbeiter von Foxconn aus. Also macht nicht uns chinesische Studenten für den Fall verantwortlich und sprecht hier im Forum nicht über Foxconn. Ihr habt keine Ahnung, wie hart es war, als High-School-Absolventen in den Fabriken zu arbeiten. Stellt uns gerne Fragen zur PS4, aber nicht über Foxconn. Schandmäuler sind nicht willkommen."

Grund für die harten Arbeitsbedingungen sei auch das Management aus Taiwan und nicht die Niederlassung in China. Demnach sollen sich einige Studenten dazu entschieden haben, ihre Rache insofern auszuüben, dass sie die PS4 schlampig zusammenbauten, in die Konsolen spuckten und Teile wegließen.

Hier stellt sich natürlich die Frage, ob der fehlerhafte HDMI-Ausgang, bei dem Teile abstehen und wodurch die Kontakte des angeschlossenen Kabels beschädigt werden können, rein technischer Natur sind oder tatsächlich manipuliert wurden.

Doch gilt es diese Gerüchte vorerst auch nur als Gerüchte aufzufassen und mit absoluter Vorsicht zu genießen. Es ist schließlich schwer vorstellbar, dass ein so wichtiges Unternehmen wie Foxconn, das für große und wichtige Unternehmenspartner wie Sony, Microsoft und Apple arbeitet, in den jeweiligen Fabriken über keine ausreichende Qualitätssicherung verfügt, die die jeweiligen Geräte noch einmal überprüft, um sicherzugehen, dass keine Mängel vorherrschen, bevor man die Produkte ausliefert. Natürlich wäre es anderer Fall, wenn auch die Qualitätssicherung von Studenten des Xi'an Instituts für Technologie ausgeführt wurden. Aber da ein Student bereits meinte, dass sie nur 1/10 der gesamten Yantai-Belegschaft ausmachten, wird dies eher unwahrscheinlich sein.

Wieso gerade die Studenten des Xi'an Instituts für Technologie in diesem Zusammenhang mit einer möglichen Manipulation der PS4-Konsolen genannt werden, lässt sich auf Gerüchte zurückführen, die erstmals im Oktober aufkamen.

Wie bekannt ist, lassen Sony, aber auch andere Hardware-Hersteller wie Nintendo und Microsoft ihre Geräte teilweise in den Fabriken des taiwanesischen Herstellers Foxconn zusammenbauen. Dabei kommt es immer wieder zu unschönen Berichten über Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen, besonders in den Foxconn-Werken in Yantai, China.

Im Oktober kam im Zusammenhang mit der PS4-Produktion das Gerücht auf, Foxconn zwinge Studenten des Xi'an Instituts für Technologie dazu, in Schichtarbeit und ohne Lohn PS4-Konsolen zusammenzubauen und deklariere das als Praktikum. Den Studenten sollte "ein Gefühl für die Gesellschaft und das Leben" verliehen werden. Es hieß, die Studenten wären freiwillig dabei, doch wie sich herausstellte, verweigerte man ihnen bei Nicht-Teilnahme einen wichtigen Schein für den Abschluss.

Sony distanzierte sich daraufhin ausdrücklich von diesen Geschäftsmethoden und auch Foxconn ließ mitteilen, dass man von solchen Machenschaften in den Yantai-Werken nichts wisse und man die notwendigen Schritte eingeleitet habe, dergleichen in Zukunft zu unterbinden.