*UPDATE 2*

Zum angeblichen Bundle-Zwang gibt es nun neue Informationen. Wie bereits im letzten Update mitgeteilt wurde, zwingt Sony UK seine Handelspartner nicht dazu, den Kunden Bundles anzudrehen. Stattdessen sollen sie die Vorbesteller lediglich darüber in Kenntnis setzen, dass sie die Möglichkeit haben, auf ein Bundle upzugraden, dies aber nicht zwingend notwendig sei.

Was Simply Games betrifft (das ist der Händler, der seine Kunden dazu zwingt, upzugraden, um die PS4 bei Verkaufsstart ganz sicher zu erhalten), hat das Unternehmen nun zugegeben, dass der Bundle-Zwang "zum größten Teil" ihre eigene Entscheidung gewesen sei.

"Wir sind uns darüber bewusst, dass einige Ungenauigkeiten durch verschiedene Webseiten berichtet wurden", so Simply Games' Leiter Neil Muspratt zu MCV. "Während das sehr bedauerlich ist, haben wir die nötigen Schritte eingeleitet, um nicht in Internet-Spekulationen, Gerüchte und Unwahrheiten verwickelt zu werden...Wir können bestätigen, dass unsere (Bundles) zum größten Teil eine händlereigene Initiative darstellen und wir auf unserer Seite eine Kombination von Sony-Bundles mit unseren eigenen PS4-Bundle-Angeboten aufgelistet haben. Zum größten Teil wurden diese Angebote von den Kunden gut aufgenommen, so daß unser Kontingent mittlerweile ausverkauft ist."

Sony ließ indes wissen, dass man niemanden etwas aufzwingen wolle. "Wir schätzen unsere Konsumenten und haben die Bundles daher angeboten, um ihnen die Wahl auf einen Mehrwert zu bieten. Und das Schlüsselwort hierbei lautet Wahl. Wir haben nicht und werden niemals Leute dazu zwingen, eines der Bundles zu kaufen. Sony zwingt niemanden dazu, irgendwas zu kaufen, dass er nicht möchte und wird es auch niemals tun."

Der eigentliche Befehl zum "aufgezwungenen Bundle" scheint wohl auch mehr von Centresoft auszugehen, dem britischen Vertriebspartner für Playstation-Produkte, der kleine Händler wie Simply Games oder Shop.to beliefert, während große Händler wie Amazon oder Game direkt mit Sony in Kontakt stehen.

Von hier kam auch die Vorgabe, die Vorbesteller dazu zu "zwingen" auf ein Bundle upzugraden, wenn sie eine garantierte Lieferung zum Verkaufsstart wünschen. Ansonsten würde ihre Bestellung in Sachen Priorität nach hinten geschoben, was bedeuten würde, dass sie ihre PS4 erst nach Weihnachten und vielleicht sogar erst nach Neujahr erhalten.

Da kann man nur hoffen, dass Sony tatsächlich noch genügend PS4-Exemplare in der Hinterhand hat, damit es bei Verkaufsstart nicht zu hässlichen Szenen auf den Straßen inklusive 1000-Pfund-teuren PS4-Konsolen auf Ebay kommt.

*UPDATE*

Wie Eurogamer berichtet, haben einige britische Shops seit einigen Tagen damit begonnen, ihren Kunden, die sich eine Standard-PS4 vorbestellt hatten, das Angebot zu unterbreiten, optional auf das Killzone-Bundle umzusteigen. Dieses Bundle, welches aus der PS4, zwei Dualshock-4-Controllern, der Playstation Camera und dem Spiel Killzone: Shadow Fall besteht, erschien das erste Mal in Frankreich auf Amazon.fr. Wenig später erschien es auch Amazon.de und ist seit kurzem auch in Großbritannien vorbestellbar.

Zusätzlich sollen weitere Bundles wie eines mit Watch Dogs angekündigt werden. Sony UK teilte den Händlern mit, die Vorbesteller darüber in Kenntnis zu setzen und ihnen die Möglichkeit zu geben, auf ein Bundle upzugraden.

"Seit gestern kontaktieren unsere Handelspartner ihre Vorbestell-Kunden..., und teilen ihnen mit, dass nun Klarheit darüber bestehe, welche Playstation-4-Bundles ab Verkaufsstart zur Verfügung stünden und ob sie sich für Option A, B, C oder D entscheiden wollen", so Fergal Gara, Sony UKs Vice President und Managing Director.

Auf diese Weise wolle man den Vorbestellern die Möglichkeit bieten, ein wesentlich besseres Bundle zu erwerben, wobei niemand dazu gezwungen werde, upzugraden.

Scheint also ganz danach auszusehen, als ob einige Händler versuchten, diese Mitteilung Sonys zu ihrem eigenen Nutzen zu drehen und den ahnungslosen Kunden Upgrades geradezu aufzudrängen, scheinbar auch der Fall bei Simply Games.

Ursprüngliche Nachricht:

Berichten zufolge scheint Sony in England einige Händler dazu zu drängen, ihren Kunden, die bereits die PS4 vorbestellt haben, teurere Bundles anzudrehen, um sicherzugehen, dass sie auch wirklich beim Verkaufsstart eine PS4 erhalten werden.

PS4 - Gerücht: Sony zwingt Händler, den Kunden Bundles anzudrehen *Update*

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Zwingt Sony zum Kauf von Bundles?
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Eigentlich hat Sony gar keinen Grund zu so einer hinterhältigen Methode. Die Vorbestellzahlen der PS4 sind so hoch wie noch bei keiner Sony-Konsole zuvor und auch die Bundles wie das Killzone-PS-Eye-Bundle (wie oben zu sehen) gehen weg wie geschnitten Brot.

Doch laut Pixelenemy scheint Sony den Hals wohl nicht vollzukriegen. Zumindest in Großbritannien ließ nun ein nicht näher genannter Händler durchblicken, der Konzern verlange von ihm, den Kunden, die bei ihm eine PS4 vorbestellt haben, teurere Bundles anzudrehen, mit der Begründung, sie würden ansonsten keine Garantie dafür erhalten, bei Verkaufsstart auch wirklich eine PS4 zu erhalten.

Die ganze Geschichte begann mit einem Kunden von Simply Games, der über Email darüber unterrichtet wurde, dass er seine Bestellung auf ein Bundle upgraden muss, um sicherzustellen, dass er auch wirklich bei Verkaufsstart seine PS4 erhalten wird.

Nachdem Pixelenemy ein wenig herumtelefonierte und nachgeforscht hatte, meldete sich ein Händler, der nicht genannt werden will, und teilte mit, dass es in Wahrheit Sony sei, die verlangen würden, dass man den Kunden die Bundles andrehen soll.

"Beim Vorrat an vorbestellbaren Playstation-4-Einheiten geht es nicht mehr länger nur um Standard-Edition für alle, bei ungefähr der Hälfte des Vorrats handelt es sich um Bundles, die wir nun den Kunden aufzwingen müssen. Anstatt also 100 Prozent an Standard-Editionen mit der Option auf Upgrades, haben wir nun 50 Prozent an Standard-Editionen und 50 Prozent mit aufgezwungenem Upgrade für die Kunden". so der anonyme Händler.

"Daher müssen wir es einfach von Fall zu Fall versuchen. Glücklicherweise wollten die meisten unserer Kunden, die nun ein Bundle haben, sowieso die Extraspiele kaufen. Es ist nur etwas doof, wenn sie eigentlich gar keine andere Wahl haben."

Wie gesagt, handelt es sich hierbei um eine heikle Geschichte, deren Wahrheitsgehalt sich erst einmal zeigen muss, schließlich gibt es auf Simply Games nicht einmal offizielle Bundles. Alle angebotenen Bundles sind so von Simply Games zusammengestellt, demnach handelt es sich also um Standard-Editionen mit extern beigefügten Extras durch den Händler. Es dürfte von daher erst einmal schwer sein, zu glauben, dass ein Unternehmen wie Sony, vor allem bei diesen Vorbestellzahlen von über einer Millionen vorbestellter PS4, zu solch drastischen Zwangsmaßnahmen greifen muss. Andererseits verdient ein Unternehmen ja zu Beginn einer neuen Konsole nur über Peripherie und Spiele. In diesem Fall also Bundles.

Da der anonyme Händler aber mit keinem Wort Sony erwähnt hat, kann es auch sein, dass der Retailer nur davon spricht, dass sie zuviele Vorbestellungen für die Standard-Edition aufgenommen haben und nun versuchen müssen, den Kunden als Ausweichmöglichkeit ein Bundle anzudrehen, statt die Vorbestellung zu canceln. Jede sichere Vorbestellung bedeutet schließlich Geld, das in den Kassen klingelt.

Es dürfte interessant sein, ob und wenn ja, was Sony UK auf die Frage um Aufklärung von Pixelenemy antworten wird. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Wie verhält es sich bei euch Vorbestellern aus Deutschland? Habt ihr derartige Angebote unterbreitet bekommen?

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