Sony hat auf der Game Dvelopers Conference 2014 das hauseigene VR-Headset mit dem Namen Project Morpheus vorgestellt und beeindruckende Informationen geliefert.

PS4 - GDC 2014: Sonys VR-Headset Project Morpheus vorgestellt, 1080p-Auflösung

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuPS4
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 57/581/58
Sonys ambitioniertes VR-Headset Project Morpheus
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Auf der Game Developers Conference 2014 war es nun endlich soweit: Sony stellte das hauseigene VR-Headset mit dem Namen Project Morpheus vor und hatte dabei beeindruckende Spezifikationen zu nennen, und viele namhafte Entwickler parat, die bereits mit dem Headset experimentieren.

SCE Worldwide Studios President Shuhei Yoshida höchstpersönlich führte durch das Panel und erklärte, dass man seit 2010 an diesem Projekt arbeite. Er zeigte einige amüsante Bilder, auf denen klar zu sehen ist, dass man bei ersten Experimenten tatsächlich noch Playstation Move Controller auf Sony HMZ Personal 3D Viewer Headsets festklebte, um dann noch auf der PS3 mithilfe einer speziellen First-Person-Demo von God of War 2 erste Gehversuche zu unternehmen. Hierbei erkannte Sony das Potential, das solche VR-Headsets bargen. Yoshida teilte zudem mit, das der gezeigte Prototyp noch lange nicht final sei. Die Präsentation diene in erster Linie dazu, mehr Entwickler für das Headset zu begeistern und an Bord zu holen.

Auf der technischen Seite hört sich Project Morpheus durchaus spektakulär an: Full-HD-Auflösung von 1080p, wobei sich jeweils 960xRGBx1080 auf jedes Auge aufteilen, 90-Grad-Sehfeld, 360-Grad-Tracking mit Forward Prediction mithilfe der Playstation-Eye-Kamera und Unterstützung des Playstation-Move- und des DualShock-4-Controllers, 1000Hz-Frequenz, 3 Meter Working Volume und möglichem Eye-Tracking. Das Headset hat außerdem eine Panelgröße von 5 Zoll und verfügt sowohl über ein Accelerometer als auch einem Gyroscope. Verbinden lässt es sich entweder über USB oder HDMI. Der Prototyp ist kabelgebunden, doch Sony überprüft bereits Möglichkeiten, Wireless-Verbindungen anzubieten.

Damit die Linsen nicht beschlagen, hat man das Design des VR-Headsets als "Open-Air" angelegt. Sprich: Es bestehen genügend Öffnungen, um Luftdurchlässigkeit zu gewährleisten, damit sich keine Kondensation auf den Linsen bilden kann.

Audiotechnisch wird 3D-Audio über eine Spatial-Sound-Technik geboten, die in der Lage sein soll, Soundeffekte zu generieren, die über oder unter dem Spieler erklingen. Von der ergonomischen Seite her soll sich das Headset optimal anpassen lassen, wobei es das Gewicht auf dem Kopf des Trägers und nicht etwa auf seiner Nase zentriert.

Derzeit ist die gesamte Entwicklung noch rein auf die PS4 ausgerichtet, eine PC-Unterstützung ist noch nicht geplant, wird aber auch nicht komplett ausgeschlossen.

Wer das Glück hat, sich auf der GDC 2014 zu befinden, wird das VR-Headset auch bei Sony auf dem Stand persönlich ausprobieren dürfen, um sich ein Bild von Project Morpheus machen zu können. Sonys Ziel sei es auch, durch die anwesenden Entwickler ein Feedback zu erhalten, um das VR-Headset weiter optimieren zu können. Zu den spielbaren Demos gehören Spiele wie The Deep, The Castle, EVE Valkyrie und Thief.

Zu den Spielen, von denen spezielle Project-Morpheus-Versionen angefertigt werden sollen, gehören neben Santa Monica Studios noch geheimen Projekt auch Driveclub und Gran Turismo 7.

Allerdings will Sony das VR-Headset nicht allein für Spiele nutzen, die dennoch den wichtigsten Aufgabenbereich darstellen dürften. Vielmehr sieht Sony in Project Morpheus quasi eine Möglichkeit, virtuelle Rundgänge anzubieten, beispielsweise für Touristik, weshalb man nicht nur Spiele-Entwickler ansprechen möchte.

Tatsächlich hat Sony bereits einige namhafte Entwickler an Bord holen können, die an Software für Project Morpheus arbeiten. Darunter Studios wie Epic Games, Crytek, Autodesk und sogar die NASA (!).

Spike TVs Host Geoff Keighley hatte bereits die Gelegenheit, mit einigen Entwicklern zu sprechen, die schon mit Project Morpheus arbeiten konnten und hat nur Gutes zu berichten: "Entwickler, die Project Morpheus bereits benutzt haben, teilten mir mit, dass die Qualität der Grafik und das Erlebnis Oculus Rift gegenüber überlegen sind."

Zuguterletzt teilte Yoshida mit, dass Project Morpheus im erschwinglichen Rahmen bleiben soll. "Eines der besten Dinge an Verbrauchereletronik ist, dass sie erschwinglich ist", so Yoshida.

Man darf gespannt sein, wie sich das Projekt noch enwickeln wird.