Die PS4 ist endlich auch in Europa im Handel und führte mancherorts zu tumultartigen Szenen. Auf der Habenseite sei Sony aber äußerst zufrieden mit der Nachfrage, die einfach nur "phänomenal" sei, wie Sony UKs Vice President und Managing Director Fergal Gara mitteilt.

PS4 - Fergal Gara: Die Nachfrage nach der PS4 ist phänomenal

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Das Objekt der Begierde: Die PS4
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"Nun, es war wunderbar zu beobachten, dass dies unser erfolgreichster Start in Nordamerika war, eine sehr wichtige Region für uns und für Spiele", so Fergal Gara auf die Frage, ob die PS4 in Europa ähnlich starke Verkaufszahlen am ersten Wochenende vorlegen werde. "Wir sind guter Dinge, dass wir eine ähnlich hohe Nachfrage und einen ähnlich großen Appetit darauf in Europa sehen werden, und persönlich hoffe ich das auch ganz besonders für Großbritannien und Irland. Dieser Grad an Nachfrage, dieser Grad an Leidenschaft unter den britischen Spielern sieht aufgrund der Vorbestellzahlen einfach nur großartig aus."

Gara versichert, dass jede Vorbestellung, die vor mindestens ein oder zwei Wochen getätigt wurde, ganz sicher bis Weihnachten zugesichert werden kann. Es gebe durchaus Händler, bei denen nicht sicher sei, ob sie die PS4 ausliefern könnten, wenn man nicht vor ein oder zwei Wochen vorbestellt hat. Doch Sony könne das ein wenig auffangen, da man zusätzliche Einheiten produzieren konnte, die für den Handel freigegeben werden, so dass man als Käufer durchaus noch vor Weihnachten eine PS4 erstehen kann, ohne sie sich vorbestellt zu haben. Die Wahrscheinlichkeit hierfür sei zwar gering, aber sie sei durchaus gegeben.

Auf die Frage, ob Sony sich Sorgen mache, da auch Microsoft mit der Xbox One keine neuen Verkaufsrekorde in Großbritannien am ersten Launch-Wochenende aufstellen konnte, versichert Gara, dass Sony gut genug gerüstet sei.

"Ich kann nichts zur Konkurrenz sagen, und ich weiß auch nicht die genauen Details bezüglich ihrer Einheiten und der Nachfrage [nach der Xbox One]. Was ich aber weiß, ist, dass unsere Vorräte gut bestückt sind und die Nachfrage nach der PS4 einfach nur phänomenal ist, definitiv die größte Nachfrage, die wir jemals nach einer Playstation-Plattform hatten."

Es sei herzerwärmend, zu sehen, dass die Spieler zur Playstation zurückkehren und es Sony offensichtlich gelungen sei, ihre Botschaft an den Mann und die Frau zu bringen. Der Lohn für ihre monatelange Arbeit sei die Treue und das Vertrauen der Fans.

Im Gegensatz zu Microsoft mit 13 Regionen, hat Sony sich dafür entschieden, die PS4 in gleich 32 Regionen zu launchen. Sony wolle mit diesem Schritt zeigen, dass sie erstens dazu in der Lage sind und zweitens in den jeweiligen Launch-Regionen ein riesiges Potential an "Early-Adopters" sehen, also Leute, die sich eine Konsole gleich beim Launch kaufen.

"Westliche, englischsprachige Länder scheinen den größten Appetit zu haben. Das muss natürlich nicht zwangsweise auch bedeuten, dass sie im Laufe der Zeit auch die größten Märkte werden, aber sie sind bereit, willens und in der Lage, früh einzusteigen. PlayStation hat eine fantastische Stärke in Europa, eine fantastische Stärke in Japan und Asien. Wir wollen all diese Märkte bedienen, sie alle wollen sie und sie alle wollen sie jetzt. Wir sind leider nicht in der Lage dazu, die gesamte Welt gleich am ersten Tag gleichzeitig zu beliefern, dafür gibt es Produktionsgründe und so weiter, aber wir kommen dem schon sehr nah. Um unseren globalen Launch bis Ende Frebruar durchgezogen zu haben, wird es für ein Produkt wie unseres ziemlich eng werden."

Auch wenn Smartphones und Tablets den gesamten Markt von hinten aufgerollt haben, seien die Strukturen und das Markt-Modell des Early-Adopters noch immer aktuell. Die Early-Adopters werden auch dieses Mal im Laufe der nächsten Tage, Wochen und Monate auf den neuen Zug aufspringen. Mehr noch: Die Bereitschaft der Smartphone-Besitzer, jede Generation mitzumachen, und bei Smartphones erfolge die nun mal nach bereits einem Jahr, sei eher als Zeichen dafür zu sehen, dass auch eine Bereitschaft vorliege, den Sprung in die nächste Konsolen-Generation zu vollziehen, die schließlich sieben Jahre auf sich warten ließ. Gerade die Bereitschaft, jedes Jahr ein Smartphone zu kaufen, das meist doppelt so teuer wie eine Konsole ist, sei ein eindeutiges Indiz auf die Bereitschaft der Konsumenten, sich auch eine neue Konsole zuzulegen.

Die PS4 sei zwar in Bezug auf die Hardware fix, doch die Firmware erlaube eine Anpassung bis zu einem gewissen Grad. Durch diese Flexibilität könne man die Möglichkeiten der Konsole erweitern und anpassen. Gepaart mit der Konsole, bei der vieles von dem, was man geplant habe, auch direkt so umgesetzt wurde, ergebe sich eine Konsole, die nur noch besser werden könne.

Mit der PS4 plane Sony, Marktführer zu werden. Andrew Houser, President und Group CEO von Sony Computer Entertainment sagte bereits in einem älteren Interview, dass Scheitern keine Option sei. Einige munkelten gar, dass Sonys Playstation-Division, sollte die PS4 ein Flop werden, zu Grabe getragen werden könnte. Doch statt rein wirtchaftlich und kühl kalkulierend aufzutreten, habe man Bescheidenheit und Siegeswillen gezeigt.

"Es ist ein Privileg, Teil des Ganzen sein zu dürfen, aber auch nur ein Teil, es ist in Wahrheit ein sehr großes Team, das sehr gut miteinander arbeitete, wie ich glaube", so Gara.