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Herzensangelegenheit: Wer einen neuen Rechner kauft oder zusammenstellt, denkt meist zuerst an den Prozessor – die zentrale Recheneinheit. Wir erklären die Unterschiede zwischen den CPUs der aktuellen Intel Core-i-Reihe und verraten, welche Variante für eure PC-Ansprüche die beste und günstigste ist.

Die Clarkdale-Prozessoren mit integriertem Grafikkern machen das CPU-Angebot des Chip-Riesen rund: Damit hat Intel starke, unterschiedlich teure Modelle für Highend (Core i7 für Sockel 1366 und Core i7 für Sockel 1156), für den Mittelklasse-Bereich (Core i5 für Sockel 1156) und für den Einsteiger-Sektor (Core i3 für Sockel 1156) im Angebot. Unser Tipp für alle, die sich einen neuen PC kaufen oder selbst zusammenstellen und dabei auf Intel vertrauen: Setzt auf eine CPU aus den neuen Serien. Die betagte Core-2-Reihe mag zwar immer noch verfügbar sein, ist aber nur noch für ausgesprochene Sparfüchse interessant.

Prozessoren - Core i3, i5 oder i7 – welche CPU darf es sein?

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Welcher Prozessor passt zu mir? Wir klären auf.
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Welcher Core darf's denn sein?

Das Problem: In nahezu jedem PC-Werbeflyer, in Zeitungsanzeigen oder direkt im Computer-Shop wird man mit Rechnern konfrontiert, die mit den diversen Core-i-CPUs ausgestattet sind. Doch wie viel Leistung, also welchen Core-Prozessor, braucht ihr wirklich – und was solltet ihr dafür ausgeben? Wir liefern eine zuverlässige Entscheidungshilfe, welcher der aktuellen Intel-Prozessoren eure Ansprüche am besten und günstigsten erfüllt. Egal, ob ihr einen preiswerten Rechner für die alltäglichen Büro- und Internet-Aufgaben, eine HD-taugliche Multimedia-Maschine oder einen starken Gaming-PC wollt - mit unseren Empfehlungen liegt ihr garantiert richtig.

AMD als günstige Alternative

Auch wenn sich dieser Artikel um Intel-Prozessoren dreht, hat Intels einziger Konkurrent AMD mit den aktuellen Phenom-II-X4-CPUs heiße Eisen im Feuer, die mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. So kostet etwa der Phenom II X4 965 – ein vierkerniges Top-Modell aus AMDs Lineup – nur 150 Euro und bietet Power, die selbst Spielern ausreicht. Dennoch: Die CPU-Krone bleibt auf absehbare Zeit auf Intels Haupt. Bislang hat AMD nichts in petto, um zu einem Gegenschlag auf Augenhöhe auszuholen.

Surf- und Büro-PC: Günstig und trotzdem leistungsstark

Fürs Internet-Surfen und Office-Arbeiten braucht man keine teuren Top-Komponenten. Bereits für wenig Bares bekommt ihr einen praktischen Core-i-PC, der wesentlich stärker ist als die lahmen Atom-Nettops.

Für einen klassischen Surf-PC könnt ihr sparsam mit eurem Geld umgehen. Solltet ihr euch euren Rechner selbst zusammenstellen, achtet darauf, dass ihr vor allem ausreichend Arbeitsspeicher verbaut – Minimum 2 GByte. Desweiteren sollte eine wenigstens 500 GByte große Festplatte an Bord sein und beim Mainboard solltet ihr auf den nagelneuen H55-Chipsatz von Intel setzen. Die weitere mögliche Ausstattung enthält einen normalen DVD-Brenner und eine einfache separate Grafikkarte, falls ihr euren TV anschließen wollt oder einfach mehr Leistung benötigt. Dazu ein Gehäuse und Netzteil mit 400 Watt. Mehr Netzteil-Power braucht ihr nicht.

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Core i3 530: Gute Leistung zum kleinen Preis.
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Die richtige Core-Serie

Für solche Rechner empfehlen wir die neu vorgestellte Einsteiger-Reihe Clarkdale. Darunter fallen alle Core-i3- sowie die Core-i5-Modelle mit Ausnahme des Core i5 750 (Lynnfield). All diese Prozessoren verfügen über zwei physikalische Kerne und die Möglichkeit, vier Threads parallel zu bearbeiten. Der wesentliche Unterschied zwischen dem Core i3 und dem i5 ist der so genannte Turbo-Modus, der die CPU analog zur Belastung leicht übertaktet, um etwas mehr Leistung herauszuholen. Dieser fehlt beim Core i3, ist aber bei einem reinen Büro-PC auch nicht nötig.

Unsere Empfehlung: Core i3 530

Daher empfehlen wir als Rechenherz den kleinsten Core i3 für Sockel 1156. Das Modell i3 530 taktet mit 2,93 GHz, bietet 4 MByte Cache und verfügt über einen integrierten Grafikchip (nur nutzbar mit einem H55-Mainboard) mit einer Taktfrequenz von 733 MHz. Die GPU reicht für alle klassischen Desktop-Anwendungen wie Office, Browser und Jukebox-Software vollkommen aus – mit HD-Inhalten ist der Chip jedoch bereits überfordert. Er ist durch die Bank schneller als die meisten Core-2-Duo- und Core-2-Quad-CPUs, bietet eine gut aufrüstbare Plattform und neueste Technologie bei geringem Stromverbrauch. Mit einem Preis unter 100 Euro ist er zudem sehr günstig.

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Pentium G6950: Dual-Core-CPU für 75 Euro.
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Alternative: Pentium G6950

Eine interessante Alternative für Sparfüchse ist der neue Intel Pentium G6950, der ebenfalls zur Clarkdale-Serie gehört, zwei Kerne hat und zwei parallele Threads berechnen kann. Auch diese CPU hat einen Grafikkern, der jedoch nur mit 533 MHz getaktet ist. Desweiteren bietet er nur einen 3 MByte großen Cache und spricht lediglich DDR3-Speicher mit 1.066 MHz Taktung an. Doch für den Alltag reicht die Leistung locker und ihr bekommt dieses Modell bereits ab rund 75 Euro.

Darauf solltet ihr beim Komplett-PC achten:

Falls ihr den Rechner nicht selbst zusammenstellt, müsst ihr bei einem entsprechenden Komplett-Rechner in Sachen Hardware keine besondere Vorsicht walten lassen. Achtet jedoch darauf, dass ihr nicht zu viel bezahlt. In Internetshops beginnen Systeme mit dem Core i3 530 bereits ab rund 350 Euro. Zusammen mit einer separaten Grafikkarte für HD-Wiedergabe solltet ihr also nicht mehr als 450 Euro investieren.

HD-Film-PC: Mächtig Power, aber preiswert

Der klassische Multimedia-PC sollte für alle Audio- und Video-Formate locker ausreichen und möglichst viele Anschlüsse bieten. Eine Highend-CPU braucht ihr dafür nicht.

Das meiste Geld des Multimedia-PCs dürften die Grafikkarte und das optische Laufwerk (am besten mit Blu-ray-Funktion) verschlingen. Als Mainboard greift ihr zu einem beliebigen Modell mit Intel P55- oder H55-Chipsatz. Achtet beim Kauf nur darauf, dass das Mainboard über viele Anschlüsse und einen guten Onboard-Sound-Chip verfügt, der zumindest 5.1 unterstützt.

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Intel Core i5 750: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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Die richtige Core-Serie

Der Prozessor eines klassischen Multimedia-PCs sollte zwar nicht unterdimensioniert sein, muss aber auch nicht zur Spitzen-Generation gehören. Demnach kommt hier sogar ein Core i3 in Frage, aber besser noch ist der extrem preiswerte Vierkerner i5 750 aus der Lynnfield-Serie. Der darauf verbaute Grafikchip reicht für die Dekodierung von HD-Inhalten jedoch nicht aus – daher ist eine separate PCI-Express-Grafikkarte notwendig. CPU-Power benötigt eigentlich nur, wer Anwendungen wie Video-Encoder oder Videoschnitt-Software nutzt. Aber selbst hierfür gibt es bereits erste Lösungen, die DirectCompute oder Nvidias CUDA nutzen, wodurch die Leistung der GPU für klassische CPU-Anwendungen genutzt wird.

Unsere Empfehlung: Core i5 750

Intels Lynnfield-Serie kam direkt nach den Highend-Cores der Ur-Nehalem-Generation. Schon zum Release kristallisierte sich der Core i5 750 als absoluter Preiskracher heraus – daran hat sich nichts geändert. Der Beweis: Im Vergleich zum neuen Core i5 661 (mit zwei Kernen und integrierter Grafik) bietet der i5 750 vier Cores, verzichtet aber auf die GPU. Bei der reinen CPU-Leistung liegt unsere Empfehlung trotz geringerer Taktfrequenz (2,66 GHz beim 750, 3,33 GHz beim 661) vorne, ist dabei zukunftssicher und kostet sogar rund 10 Euro weniger als der flotteste Clarkdale-Konkurrent. Für 160 Euro (ohne Mainboard) seid ihr dabei.

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Gigabyte H55M-UD2H: H55-Mainboard im kleinen Micro-ATX-Formfaktor.
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Alternative: Core i3 530

Wer keinerlei anspruchsvolle Anwendung jenseits des Media-Players benötigt, braucht auch keine vier Kerne. Daher ist unsere Spar-Alternative hier der Core i3 530. Dieser taktet mit 2,93 GHz, bietet 4 MByte Cache und verfügt über einen integrierten Grafikchip, der mit einem H55-Mainboard und den darauf verbauten Ausgängen genutzt werden kann. Preislich liegt der i3 530 mit unter 100 Euro auf einem sehr günstigen Niveau.

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Darauf solltet ihr beim Komplett-PC achten:

Wie bereits erwähnt, sollte in einem Komplett-Rechner eine separate Grafikkarte im System arbeiten. Das schließt zwar die meisten Mini-Formfaktoren aus, garantiert aber ruckelfreien Genuss vor dem Fernseher oder TFT. Derzeit empfehlen wir die Nvidia Geforce 9600 GT für rund 65 Euro oder die Radeon HD 4650 (ab 35 Euro) als Minimum. Zwar reicht oftmals auch eine schwächere Grafikkarte; mit diesen beiden Modellen seid ihr jedoch auf der sicheren Seite.

Gaming-PC: Leistung gibt es nie genug

Einen PC für Spiele zu bauen, ist ein schwieriges Unterfangen, denn je nach bevorzugtem Games-Genre benötigt ihr eine andere Mindestausstattung. Wir stellen euch ein System vor, mit dem die meisten Spieler rundum glücklich werden – ohne dass der Geldbeutel zu stark leidet.

Wer zocken will, braucht starke PC-Hardware. Dieser kausale Zusammenhang gilt seit Anbeginn des PC-Spiele-Zeitalters. 3D-Spiele waren schon immer einer der wichtigsten Triebmotoren der Hardware-Entwicklung. Egal ob es die Gamer-Maus mit 5.000 dpi, das Gamer-Keyboard mit speziellen Makro-Tasten oder die Gamer-Grafikkarte mit 2 GByte VRAM und Dual-GPU ist – jeder Hersteller, der mit PC-Hardware zu tun hat, bietet eine Produktlinie für Spieler. Die CPUs machen hier keine Ausnahme. In Zeiten von Grafikkarten mit 3D-Beschleunigern rutscht der Hauptprozessor zwar auf den zweiten Platz der Wichtigkeit, ist aber nach wie vor das zentrale Elemente eines jeden Gaming-PCs.

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Core i7 860: Vier Kerne, acht Threads, massig Power.
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Die richtige Core-Serie

Für Spieler scheidet die Clarkdale-Generation (Core i3 und Core i5 mit zwei Kernen) aus. Wer sich einen neuen Gaming-PC zulegt, sollte auf jeden Fall einen Quad-Core im System haben, zumal der Aufpreis nur gering ausfällt. Wenn Geld keine Rolle spielt, ist derzeit ein Mainboard mit X58-Chipsatz und Sockel 1366 in Kombination mit dem Intel-Flaggschiff und Spitzenreiter unserer CPU-Bestenliste Core i7 975 XE für happige 760 Euro das Nonplusultra. Alternativ bietet aber auch die Lynnfield-Serie sehr gute Modelle, die sich für Spieler eignen.

Unsere Empfehlung: Core i7 860

Wir geben den Mainboards mit Sockel 1156 den Vorzug. Der preislich attraktivste Core i7 (vier Cores und acht parallele Threads) hat die Modellbezeichnung 860 und taktet mit 2,8 GHz. Derzeit gibt es die CPU ab etwa 230 Euro in unserem Preisvergleich. Das nächsthöhere Modell Core i7 870 kostet fast das Doppelte und lohnt sich daher kaum. Passend dazu raten wir zu einem Mainboard mit Intels P55-Chipsatz, das eine hervorragende Grundlage für den Prozessor bietet.

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Core i5 750: Auch für Spieler durchaus interessant.
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Alternative: Core i5 750

Der Core i5 750 bietet ebenso vier Kerne, kann aber nur vier parallele Threads bearbeiten. Diese CPU ist unsere Empfehlung für den HD-PC, eignet sich aber auch für einen Spiele-Rechner. Im Vergleich zum Core i7 860 könnt ihr ungefähr 70 Euro sparen. Der i5 750 taktet mit 2,66 GHz und bietet insgesamt 8 MByte Cache. In der Bestenliste der Desktop-Prozessoren von chip.de belegt er einen guten 10. Platz und ist mit Abstand das günstigste Intel-Modell innerhalb der Top 10.

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Darauf solltet ihr beim Komplett-PC achten:

Für Spieler sind neben dem Prozessor vor allem die Menge an Arbeitsspeicher (mindestens 4 GByte DDR2) und eine schnelle Grafikkarte (mindestens Nvidia Geforce GTS 250 oder ATI Radeon HD 4850) wichtig. Weiterhin sollte die Festplatte nicht weniger als 500 GByte bieten, da Spiele-Installationen oft mehr als 10 GByte verschlingen. Ein starkes Netzteil (mindestens 400 Watt) ist ebenso notwendig wie ein gut belüftetes Gehäuse, um die entstehende Abwärme abzuleiten.