Nachdem sich zahlreiche Unternehmen wie Nintendo, Electronic Arts, Facebook und Google gegen Stop Online Piracy Act (SOPA) aussprachen, stellte sich nun auch das Weiße Haus gegen den Gesetzesentwurf.

Der Grund: Wenn man zur Bekämpfung der Online-Piraterie auf Zensurmaßnahmen zurückgreifen müsse, so wolle man dies nicht unterstützen. Das Gesetz würde die Meinungsfreiheit einschränken und auch Sicherheitsrisiken erhöhen.

US-Präsident Barack Obama sprach sich am Wochenende gegen SOPA aus, was zur Folge hatte, dass die ursprünglich für Mittwoch angesetzte Abstimmung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Und die kann erst dann stattfinden, sobald sich die Parteien auf die Inhalte geeinigt haben.

Das umstrittene DNS-Blocking ist inzwischen entfernt worden, wie House Judiciary Committee Chairman Lamar Smith erklärte: "Nach Gesprächen mit Industriegruppen aus dem Land bin ich der Meinung, dass wir das DNS-Blocking aus dem Stop Online Piracy Act entfernen sollten, damit das Komitee die Probleme diesbezüglich weiter untersuchen kann. Wir werden weiter nach Möglichkeiten suchen, um sicherzustellen, dass ausländische Webseiten keinerlei illegale Inhalte an US-Kunden verkaufen und versenden können."