Als die neue Konsolengeneration vor einigen Jahren den Markt eroberte, wurde eher schmunzelnd auf die Wii herabgeblickt. Sie bot keine neue Technik, die grafischen Möglichkeiten hatten sich kaum von Gamecube, der ersten Xbox oder der PS2 weiterentwickelt, Speicherplatz war mangels Festplatte kaum vorhanden und statt HD gab es das herkömmliche Bildformat.
Vielmehr konzentrierte sich Nintendos Erneuerungswillen auf den Controller, der mehr wie eine TV-Fernbedienung wirkte. Sollte Nintendos sensationelles Alleinstellungsmerkmal darin bestehen, Super Mario ein- und ausschalten zu können?
Schnell zeigte sich, dass der Konzern aus Kyoto goldrichtig lag und vor allem den Nerv der Gelegenheitsspieler getroffen hat. Das Ergebnis in Verkaufszahlen spricht Bände: Der weiße Zappelkasten verkaufte sich häufiger als die Rivalen Playstation 3 und Xbox 360 zusammen. Kein Wunder, dass die Mitbewerber anfingen umzudenken und ebenfalls mehr Partyspaß in ihre Produkte einbauen wollten. Wer hätte denn auch ahnen können, dass der Anteil an technikbegeisterten Casualisten derart groß ist! Also arbeitete Micorsoft an einem Modell, das ganz ohne Controller auskommen soll und ebenfalls auf den Aktivitätsfaktor abzielte, während Sony sich als Vorbild ein Wii-ähnliches Konzept vorknöpfte.
Move in Aktion: Der Motion-Controller steht bereits Mitte September in den Läden.Wie wir schon im Vorfeld berichteten, schlug sich auch Kinect von Microsoft überraschend gut in einer ersten Fuchtelrunde. Nun bekamen wir Gelegenheit, einmal genauer auf Playstation Move zu schauen, einige Partien der neu angekündigten Games zu zocken und dabei im Hinterkopf einen ersten Vergleich zu ziehen. Wurde ja auch höchste Zeit, denn am 15. September soll Playstation Move bereits in den Läden stehen – und damit die Chance bekommen, Kinect die Schau zu stehlen, das wohl erst ein paar Wochen später erscheinen wird. Obendrein hat Move aber auch noch ein paar andere Argumente im Köcher.
Hinter der Move-Technik steckt ein bisschen mehr als nur ein bewegungsaktives Steuergerät. Jenes macht zwar den Kern des Systems aus, ist aber nur ein Teil des Ganzen. Die Kamera, die auch schon vom niedlichen EyePet bekannt ist, wird für den räumlichen Scan benötigt. Sie hält Ausschau nach dem Controller, an dessen Spitze eine Kugel prangt. Wird dieser Stick angeschaltet, leuchtet die Kugel in verschiedenen warmen Farben und funkt ein Signal an die Kamera. Dadurch wird eine exakte Positionsbestimmung möglich, die auch Vorwärtsbewegungen erkennt. Der Motion-Controller ist dabei mit den vier Buttons bestückt, die auch schon vom DualShock-Pad bekannt sind.
Deja Vu: Der Move-Controller erinnert frappierend an Nintendos Wii.Für die andere Hand ist dann der Navigationscontroller bestimmt. Er entspricht der linken Seite des herkömmlichen Joypads und bestimmt die Richtung der Spielfiguren. Wii-Besitzer kennen das System bereits: In einer Hand haben sie die Wiimote, in der anderen den Nunchuk, der bestimmt, welchen Weg der Pixelheld einschlagen soll. Durch die Kombination mit der Kamera entsteht allerdings eine präzisere Lenkmethode als bei dem weißen Nintendo-Gerät. Coregamer werden sich jetzt „das ist aber auch bitter nötig“ denken, denn gerade bei den Spielen, die nicht auf knuffeliges Gelegenheitsspiel in bonbonbunter Optik aus sind, konnten sich schnell die Unzulänglichkeiten dieser Innovation zeigen. Die Vielspieler wurden aus der Rechnung der Entwickler scheinbar ausgestrichen worden.
Dass Sony hier etwas sensibler mit der Zielgruppe umgehen will, die schließlich alle Konsolenhersteller auf ihre jetzigen Positionen brachten, soll sich an Umsetzungen von Fantiteln zeigen. Auf der Liste der Veröffentlichungen stehen neben typischen Sport- und Partygames mit Aktivitätsschub auch SOCOM 4 oder Killzone 3 – und es ist schwer vorstellbar, diese Titel auf das typische Wii-Publikum loszulassen. Was darüber hinaus noch an Neuheiten für die eingefleischten Videospiel-Junkies erscheint, wird sich im kommenden Jahr noch zeigen. Zunächst muss schließlich die Markteinführung glücken, denn auch die Konkurrenz schläft nicht.
Lightgun-Spaß à la Move: The Shoot.Wo aber Microsoft für Kinect ordentlich hinlangt, geht Sony moderater zur Sache. Gut 40 Euro wollen die Herren für den Motion Controller, weitere 30 für den Navigationscontroller und noch einmal 40 für die Kamera. Im Starter-Pack sollen Kamera und Motion Controller für etwa 60 Euro erhältlich sein. Der Navigationscontroller muss dann aber separat gekauft werden. Im Starter-Bundle liegt auch eine Demo-Disk bei, die EyePet in der Move-Edition, TV Superstars und Demos aus dem PSN wie Tumble, oder Echochrome II umfasst. Zum Launch werden sich zudem noch Spiele in den Läden tummeln, die Move seinem Publikum schmackhaft machen sollen. Als Zusatz-Peripherie bietet Sony noch eine Docking-Station für zwei Controller an und einen Plastik-Aufsatz in Waffenform – Das riecht endlich einmal nach Lightgun-Spielen im Next-Gen-Gewand.
ich will endlich shooter auf der konsole spielen - aber mit dem laecherlich unpraezisen analogstick koennen nur newbies, die nicht wissen, dass maussteuerung um ein vielfaches praeziser ist, spass haben. ich hatte mir von move echt mehr erhofft... muss ich wohl fuer jegliches fadenkreuz-gaming doch beim pc bleiben - chance verpasst, sony...
Keiner weiss wieviele es genau sein werden.
Aber das im Core-Gamer bereich kaum noch wer im Splitscreen spielt, sollte eigentlich jedem bewusst sein.
Und das Move die Core-Gamer bedienen möchte, ist ja der sinn der ganzen sache.
Fakt ist und bleibt zumindest: Für Kinect MUSS man diesen hohen Preis bezahlen.
Für Move dagegen muss man KEINEN zweiten Controller kaufen.
Kinect= Müssen
Move= Können
Verstehst?
Nossi: Deine Rechnung ist garnicht mal so Objektiv, wie du denkst. [...] Somit werden sich
Nossi: Deine Rechnung ist garnicht mal so Objektiv, wie du denkst. [...] Somit werden sich vielleicht die übrigen 2 Prozent
Das ist dann also eine objektive Schätzung? ^^ Du glaubst nicht ernsthaft, dass sich 98% der Spieler die sich Move holen nur einen Controller dafür holen oder? Diese Steuerung macht eigentlich erst in der Gruppe richtig Spaß, wenn man dem/den Anderen beim rumhampeln zusehen kann. Sicherlich wird Move ein Core-lastigeres Lineup haben als die Wii aber es werden trotzdem viele Spiele erscheinen die eben für das gemeinsame Spielen mit Freunden gedacht sind. Ich denke die Preise sind daher etwa gleichwertig zu sehen und dass sich die Anzahl der der gekauften Controler in etwa mit dem höheren Einzelpreis von Kinect aufwiegt.
Nichtsdestotrotz glaube ich, dass Kinect sich als Spiele-"Controller" nicht wirklich durchsetzen wird einfach, weil es trotz der Innovation nur sehr begrenzte Anwendungsmöglichkeiten gibt, allein schon weil man keine Knöpfe hat. Wie sollte man beispielsweise eine Schusswaffe abfeuern, oder einen Pfeil loslassen. Für mich kommen da eigentlich nur Party-, Beat,em Up- und Tanzspiele in Frage und da verfehlt Microsoft glaube ich die Zielgruppe.
Das ist doch fadenscheinige Schönrederei.
Und wenn die Rechnung, die auf den hier genannten Preisen basiert nicht objektiv und nachvollziehbar ist, dann frag ich mich, was Sätze wie
"Somit werden sich vielleicht die übrigen 2 Prozent, die sich noch eine Konsole mit nem anderen Teilen, 2 Move-Controllern kaufen."
sind, wo mit an den Haaren herbeigezogenen Zahlen hantiert wird.
Zumal Bewegungssteuerung bisher fast ausschliesslich im Bereich der Casual/Partyspiele erfolgreich war. Eine Handvoll angekündigter Hardcore-Titel ändert an der grundlegenden Tendenz nichts. Das Move und Kinect mehr bringen als Wii muss sich erstmal zeigen.
Aber andere Core-Games ala Killzone und co. werd ich mit sicherheit auch in zukunft weiterhin mit dem Stinknormalen Controller zocken.
Nossi: Deine Rechnung ist garnicht mal so Objektiv, wie du denkst.
Die meisten Spiele zockt man im Storymodus allein und die Multiplayer Modi werden heutzutage Online gespielt. Somit werden sich vielleicht die übrigen 2 Prozent, die sich noch eine Konsole mit nem anderen Teilen, 2 Move-Controllern kaufen.
bei Kinect hingegen muss JEDER, egal ob allein oder zu mehreren, die 150€ berappen.
Wo soll da der vorteil bei Kinect sein?
Wii schielt. Und ich neben PS2, PS3 und XBOX
nicht noch ne 4. Konsole anhäng.
Und lass MICH mal raten: Trotz der objektiv aufgestellten Rechnung die auch für dich nachvollziehbar sein sollte unterstellst du mit unterschwellig, Microsoft-Fanboy zu sein.
Du hast eine PS3, oder ?
*augenrollen*
Lass mich mal raten, du hast ne XBOX360 und würdest dir im Leben keine PS3 holen ? .... mehr sag ich dazu nicht :D
Dann sinds 60€ für Starterpack, 90€ ums für einen Spieler komplett zu haben und 160€ für zwei Spieler. Immer noch teurer als Mircosoft, wo nicht für jeden zusätzlichen Spieler abkassiert wird.
Starter Pack 60€. Wenn man das Navigationsteil (Ich vermute mal das Steuerkreuz...) dazu kaufen möchte zahlt man schon 100€. Für einen Spieler. Will man zu zweit spielen sind es schon 180€.
So gesehen hat Microsoft die Nase vorn für jeden, der mehr will, als alleine vor dem Bildschirm herumzappeln mit nur der halben Steuermöglichkeit.
So oder so, an Maus/Tastatur und Gamepad kommt sowieso nichts ran. Sprach- und Gestensteuerung ist viel zu unpräzise und langsam. Solange nicht Gedankensteuerung serienreif wird werden Spieler zu Gamepad und Maus/Tastatur greifen.
Ähm die Wii Mote basiert im Prinzip auf einer ähnlichen Methode, nur ist die Kamera im Controller und der leuchtende Ball (Sensorleiste) auf dem Fernseher.
Ist die Aussage betreffend der Präzision einschließlich des Wii Motion Plus Zusatzes? Ehrlich gesagt kann ich mir nämlich kaum vorstellen, dass es noch präziser geht oder das dieses (mal abgesehen von einem "Herz-Chirurgie-Spiel") benötigt wird.
Für mich bleibt also der einzige Vorteil die bessere Grafik und das Core Line-Up. Vermute also, dass Nintendos Verkaufszahlen aufgrund des niedrigeren Preises und der geringeren Grafikansprüche nur unerheblich abfallen werden.