Sony Computer Entertainment feiert schon bald 20 Jahre PlayStation. Und das ist doch die perfekte Gelegenheit, euch 20 Fakten zur ersten PlayStation zu liefern, die ihr (vielleicht) noch nicht wusstet.

PlayStation - Feiert 20 Jahre PlayStation mit 20 Fakten, die ihr (vielleicht) noch nicht wusstet

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Die allererste PlayStation erblickte am 3. Dezember 1994 das Licht der Welt
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Mit der allerersten PlayStation startete Sony fulminant ins Konsolengeschäft. Anfangs gab es noch nicht mal Sony Computer Entertainment. Die wurde erst von Sony und Sony Music Entertainment Japan ins Leben gerufen, um die PlayStation-Marke zu vertreiben. Damals hätte wohl keiner damit gerechnet, dass sich die PlayStation-Marke mal zur wichtigsten Marke von ganz Sony entwickeln würde.

PlayStation:

Viele dürften mittlerweile die Geschichte kennen, wie Sony überhaupt erst ins Konsolengeschäft eingestiegen ist. Es war Nintendo selbst, die den Weg freimachten, wenn auch unfreiwillig, aber auch selbst verschuldet. Denn Sony, die mit dem Sony SPC700 bereits einen 8bit-Soundchip für das Super Nintendo produzierten, sollten ursprünglich auch ein CD-Rom-Laufwerk für das Super Nintendo entwickeln. Doch Nintendo kehrte Sony trotz unterzeichneter Verträge und begonnenen Arbeiten am Laufwerk den Rücken zu, und arbeitete stattdessen mit Philips zusammen, was ebenfalls ergebnislos verblieb. Sony wollte die Arbeit nicht ungenutzt lassen, arbeitete am Konzept weiter, und brachte die erste PlayStation heraus, die Nintendos N64 übertraf, und Sonys Erfolgsgeschichte der PlayStation-Marke startete.

Aber wusstet ihr, dass der Name PlayStation daher kommt, dass es in Japan in den 80er Jahren den Begriff Workstation im besten Katakana-Engrish gab, der für Arbeits-PCs stand? Der Vater der PlayStation Ken Kutaragi nannte die erste Konsole Sonys demnach PlayStation, da damit ein Computer gemeint werden sollte, der für das Spielen geschaffen wurde.

Und wenn ihr euch wundert, dass die PlayStation unter Sony Music Entertainment ihren Start erlebte, das liegt einfach daran, dass Norio Olga, der damalige Präsident Sonys, keinerlei Bedürfnis verspürte, in das Konsolengeschäft einzusteigen. So wurde Ken Kutaragi zu Sony Music Entertainment strafversetzt, wo man ihm allerdings freie Hand gewährte. Das war dann auch der Grund für die Gründung von Sony Computer Entertainment: Sony wollte sich allein auf Elektronikgeräte konzentrieren, und nichts mit Spielen zu tun haben.

So war es dann auch die Sony Music Entertainment Japan-Herkunft der PlayStation, die Sonys Haltung gegenüber Entwicklern bestimmte. So waren sie für Sony keine Hersteller oder Zulieferer, sondern Künstler. Auch heute noch ein ingetraler Bestandteil der SCE-Philosophie.

Diese künstlerische Herangehensweise zeigte sich auch an der Konsole und dem Controller selbst. So durchlief allein das Logo für die PlayStation unzählige Designs, ehe man sich festlegte. Auch die Zeichen auf dem Controller haben eine Bedeutung: Der grüne Dreieck deutet auf die Richtung, in die der Spieler blickt. Das Viereck deutet auf ein Dokument, ein Menü. Der rote Kreis und das blaue X-Symbol stehen wiederum für Ja und Nein, Auswahlbestätigungen also.

Überhaupt war der Controller viel schwerer zu designen als etwa die Konsole. Kutaragi mochte den 3D-Controller nicht besonders, da er der Ansicht war, dass er die Spieler nur unnötig verwirren würde. Er glaubte, die Spieler bevorzugen ein eher flaches Design, ohne die heute üblichen Handles bzw. Griffe. Auch hier kamen sich Olga und Kutaragi in die Quere. Olga, der auch Pilot war, mochte die Griffe und nickte den Controller ab. Übrigens war der Controller in Japan rund 15 Prozent kleiner und handlicher als sein europäisches und amerikanisches Gegenstück. Erst zum Dual-Analog-Controller glichen sich die Designs wieder an.

Olga und Kutaragi stritten aber auch über das Medium, auf dem die Spiele geliefert werden sollten. Während Kutaragi der Meinung war, dass es sich dabei um einfache CDs halten sollte, wollte Olga Discs mit Schutzhülle, ähnlich der Mini-Disc, die Sony Anfang der 90er einführte. Stattdessen einigte man sich auf schwarze Discs, um die Spiele der PlayStation von normalen Audio-CDs abzugrenzen.

Sonys eigene System G-Technologie aus den 80ern erlaubte es Kutaragi, einen RISC-Prozessor für echtzeitberechnete 3D-Grafik zu entwickeln, der die PlayStation befeuerte.

Um diese 3D-Fähigkeiten zu demonstrieren, besaß die PlayStation ein Maskottchen - den Polygon Man, ein lilaner Kopf voller Polygonstacheln, der überaus hässlich war. SCE America wollte mit diesem Maskottchen das junge, männliche Publikum auf der E3-Messe ansprechen. Als Kutaragi dieses Maskottchen erblickte, war er so außer sich, dass er Polygon Man sofort entfernen ließ. Übrigens gibt es den Polygon Man noch immer - als ein Bossgegner in PlayStation Allstars Battle Royale.

Viele sprechen heute vom Konkurrenzkampf Sony versus Nintendo, der Mitte bis Ende der 90er ausgefochten, und mit Sonys Sieg endete. Doch die eigentliche Konkurrenz von Sony war SEGA mit dem Sega Saturn. Und schon damals wusste Sony gewitzt zu kontern. Erinnert man sich an Sonys gemütlicher Ausschlachtung Microsofts auf der E3 2013, als all die Nachteile der Xbox One genüßlich gekontert wurden, so war die Rede auf der E3 1995 die kürzeste und schlagfertigste. Denn nachdem SEGA den Saturn mit 399 Dollar ankündigte, sagte SCE Americas Präsident Steve Race bei der Sony-Pressekonferenz nur ein Wort: "299 Dollar", und ging dann von der Bühne. Coolness-Faktor over 9000!!!

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PS2 - Die Rakete, die ins All schießt vor lauter Power
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PlayStation 2:

Das Design der PlayStation 2, Sonys erfolgreichster Konsole, und auch die meistverkaufte Konsole aller Zeiten, sollte die Erde (blaues Stativ) und das Weltall (schwarze Konsole) darstellen. Quasi also die Leistung der PS2, die über die Decke schießt. Dabei erinnerte das Design der PS2 aber auch frappierend an das Design von Ataris Vulcan 030 Microbox Computer. Ob das Absicht war, sei mal dahingestellt. Fest steht, dass Sony den Vulcan 030 Microbox sogar im Patent für die PS2 genannt hat.

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Kutaragis Grillmaschine - PS3
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PlayStation 3:

Das originale Design der PS3 war ziemlich dick und unhandlich. Das, was man heute von Microsofts Xbox One behauptet, war auch der Vorwurf gegenüber der PS3, als sie veröffentlicht wurde. Dabei sollte das geschwungene Design nicht nur mehr Licht reflektieren, sondern auch ein Gefühl von Luxus vermitteln - den Luxus, eine derart mächtige Maschine auf so kleinem Raum untergebracht zu haben. Kutaragi war es auch, der darauf bestand, dass der PlayStation-Schriftzug denselben Font verwendet wie Spider-Man 3 von Sam Raimi.

Sony Worldwide Studios Präsident Shuhei Yoshida hat einen ziemlich harten Job. Eine Anekdote daraus ist die, als ihm gerade mal 3 Wochen vor der E3 2006 mitgeteilt wurde, dass der Sixaxis-Controller der PS3 über Motion-Sensoren verfügt, und er doch bitte eine Demo dafür entwickeln lassen sollte. Eine spielbare Demo in drei Wochen!

Yoshida, der auch andere Konsolen besitzt, wurde bereits zweimal vom Nintendo Miiverse gebannt. Einmal, weil er seinen Twitter-Namen nutzte, und einmal, weil er "Ich liebe PS" schrieb.