Autor: Ranko Krvavac

In Core-2-Plattformen schlummert ein riesiges Leistungs-Potential, das nur darauf wartet, entfesselt zu werden. Geschickte Tuner können im Idealfall ihre Rechnerleistung sogar verdoppeln. Es ist aber wichtig, dass alle beteiligten Komponenten für die zusätzlichen Strapazen genauso gut gerüstet sind wie die CPU selbst. Mit unseren Kauf-Tipps und den dazu passenden Einstellungen gelangt ihr sicher ans Ziel.

Für mehr PC-Power muss man nicht immer unbedingt viel Geld ausgeben. Oft steckt im vorhandenen System viel mehr Leistung als angenommen. Vor allem die preiswerten Intel-Prozessoren haben noch sehr viel Luft nach oben.

In diesem Überblick stellen wir euch mehrere Möglichkeiten vor, wie ihr euch ein schnelles und günstiges System zugleich konfigurieren können. Egal, ob ihr eher einen günstigen Flitzer, einen potenten, aber leisen Rechner oder eine extrem schnelle Höllenmaschine einrichten wollt - es ist alles eine Sache der optimalen Komponenten und der richtigen Einstellungen.

PC-Tuning - Viel Leistung für lau: Mit unseren Tipps bringt ihr euren Core 2 Duo an seine Grenzen.

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Macht eurem Core 2 Duo Feuer unterm Hintern! Wir verraten, wie 's geht.
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Natürlich können wir nicht garantieren, dass ihr mit unserer Anleitung die gleichen Taktraten erreicht, die wir im Testlabor erzielen konnten. Die Erfolgschancen stehen jedoch sehr gut, dass ihr damit sogar aktuell schnellste Prozessoren wie den Core 2 Duo X6800EE in Verlegenheit bringt oder zumindest auf Augenhöhe auftretet. Die vorgestellte Methode behandelt mehrere Unterschritte, somit können Wagemutige das letzte an Leistungsplus herauskitzeln, während andere den sicheren Weg bestreiten und ihr System nur seriös optimieren.

Bitte beachten: Wie immer bei solchen Geschichten müssen wir darauf hinweisen, das ihr euer System auf eigenes Risiko übertaktet. Wir können keine Garantie geben, dass das hier beschriebene Vorgehen mit eurem System zum Erfolg führt. Zudem kann Übertakten die Lebenszeit der Hardware verkürzen. Es besteht kein Anspruch auf Garantie, wenn eure Hardware durch unsachgemäße Handhabung beschädigt wird.

Prozessor: Diese Modelle eignen sich zum Übertakten
Prozessoren mit niedrigeren Taktfrequenzen werden nicht absichtlich gebaut. Vielmehr versucht der Chip-Hersteller immer, das maximal beste Produkt vom Band (bzw. vom Wafer) fallen zu lassen. Genügt aber ein Chip den hohen Anforderungen nicht, wird er eben so lange runtergetaktet, bis er die Qualitätsprüfungen des Herstellers besteht.

Schreit der Markt aber nun mehr nach preislich günstigen CPUs, werden auch schon mal vermeintlich höherwertige Chips einfach runtergelabelt. Deshalb eignen sich die "kleinsten" Prozessoren einer Baureihe am besten zum Übertakten, weil in Wirklichkeit oft viel mehr Leistung drinsteckt, als auf dem Chip draufsteht.

Alle hier vorgestellten Prozessormodelle beruhen auf Intels Core-2-Mikroarchitektur, die nicht nur die derzeit besten Leistungen erzielt, sondern auch das größte Übertaktungspotential bietet. Der Clou ist, dass alle Prozessoren aus derselben Fertigung stammen und sich nur durch Validierungsprozesse sowie kleinere Einzelheiten unterscheiden.

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Pentium E2160: Supergünstig und einfach zu tunen. Er erreicht fast das Niveau der Extrem-Edition.
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Intel Pentium E2160
Dieser Prozessor empfiehlt sich für Sparfüchse, da der Anschaffungspreis mit 90 Euro am niedrigsten ist. Mit dem verhältnismäßig geringen Frontside Bus (FSB) von 200 MHz erzielt die CPU einen Takt von gerade mal 1,8 GHz (200 MHz x 9 Multiplikator). Gleichzeitig sorgt diese Tatsache für ein sicheres und einfaches Overclocking, denn eine Anhebung auf 266 MHz FSB verkraften die meisten CPU- und Mainboard-Modelle. Doch einige Nachteile gibt es auch: Die Level2-Cache-Größe beträgt nur 1 MByte, was sich in manchen Applikationen durchaus negativ auswirkt. Des Weiteren fehlt die Virtualisierungstechnologie "Vanderpool". Bislang stört diese Tatsache aber kaum einen Käufer, der in diesen Preisregionen stöbert. Unser Modell bezieht eine Normspannung von 1,325 Volt und erreicht damit bereits 2,7 GHz.

Maximaler Takt ohne Spannungserhöhung (1,325 Volt): 2,7 GHz
Maximaler Takt mit Spannungserhöhung (1,7 Volt): 3,3 GHz

Preis: etwa 90 Euro

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Core 2 Duo E4300: Für wenig Geld viel Aussicht auf Übertaktungserfolg - bis hin zur X6800EE-Leistung.
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Intel Core 2 Duo E4300
Der Core 2 Duo E4300 könnte der Zwillingsbruder des Pentium E2160 sein, da fast alle Eckdaten identisch sind (also 1,8 GHz Takt aus 200 MHz FSB x 9) - mit dem einzigen Unterschied, dass dieser mit dem doppelten Level2-Cache von 2 MByte etwas leistungsstärker ist. Bis auf ein paar spezielle Anwendungen liegen beide auf etwa gleichem Leistungsniveau. Natürlich ermöglicht auch der E4300 ein nahezu sorgenfreies Übertakten auf 266 MHz FSB. Weiterhin befindet sich im Lieferumfang ein Kühlkörper mit Kupferkern, mit dem sogar etwas mehr an Prozessortakt herauszuholen ist. Insgesamt kostet die vorgestellte Boxed-Variante ungefähr 110 Euro. Unser Modell bezieht eine Normspannung von 1,325 Volt.

Maximaler Takt ohne Spannungserhöhung (1,325 Volt): 2,7 GHz
Maximaler Takt mit Spannungserhöhung (1,7 Volt): 3,3 GHz

Preis: etwa 110 Euro

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Core 2 Duo E6320: Modernster Prozessor mit hervorragender Leistung - da geraten auch Highend-Prozessoren ins Schwitzen.
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Intel Core 2 Duo E6320
Als teuersten Prozessor schicken wir den Core 2 Duo 6320 ins Rennen: Für diesen müsst ihr 150 Euro berappen, bekommt aber auch einiges an Mehrwert gegenüber den preiswerteren CPUs. So beträgt zum Beispiel der Level-2-Cache stolze 4 MByte, wenngleich der im Vergleich zum E4300 nur wenig mehr Leistung bringt. Für professionelle Anwender hat der Prozessor noch einen weiteren Vorteil: die Unterstützung der Virtualisierungstechnologie "Vanderpool". Damit könnt ihr hardwareseitig ein zusätzliches System zum Beispiel für heiklere Aufgaben emulieren, ohne euer gleichzeitig auf dem PC laufendes Hauptsystem in irgendeiner Weise zu gefährden.

Der Originaltakt beträgt ähnlich wie bei den oben genannten Prozessoren 1,87 GHz (266 MHz x 7 Multiplikator), jedoch gestaltet sich das Overclocking bei diesem Model etwas schwieriger und benötigt aufgrund des hohen FSB-Taktes ein qualitativ hochwertiges Mainboard. Schließlich benötigt man hier für ein effektives Übertakten bereits FSB-Werte jenseits der 300er Marke. Unser Modell bezieht eine Normspannung von 1,350 Volt.

Maximaler Takt ohne Spannungserhöhung (1,350 Volt): 2,8 GHz
Maximaler Takt mit Spannungserhöhung (1,7 Volt): 3,36 GHz

Preis: etwa 150 Euro

Tipp: Kauft stets die Boxed-Variante einer CPU, selbst wenn ihr für den beigepackten Kühler nur ein verächtliches Grinsen übrig habt. Denn nur so ist gewährleistet, das die CPU absolut neu ist und nicht von einem unzufriedenen Overclocker an den Händler zurückging. Außerdem bekommt man nur auf die Boxed-Varianten die volle Hersteller-Garantie von zwei Jahren. Das ist den Aufpreis von 10 Euro also allemal wert.

Mainboard: Die Qualität der Basis entscheidet
Ohne das passende Werkszeug bewirkt selbst der geschickteste Handwerker nichts. Prozessoren geht es ähnlich, sie sind auf ein gutes Mainboard angewiesen. Hier sind Merkmale wie Platinenlayout, angebotene Konfigurationspunkte im BIOS, das Kühldesign und die Qualität der Spannungswandler entscheidend.

Geeignete Mainboards zum Übertakten müssen eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen: Am wichtigsten sind flexible Einstellungen des Frontside-Busses im BIOS. Bei einem Start-FSB von 200 MHz sollte eine Steigerung auf 266 MHz auf jeden Fall möglich sein; noch besser sind natürlich 333 MHz oder sogar mehr als 400 MHz. Zweiter wichtiger Punkt für extreme Tuningfreunde ist das Setzen zugehöriger Spannungen, allen voran der Prozessorspannung Vcore.

Wir haben uns nach sorgfältigem Testen für Produkte von Asus entschieden, da diese die von uns festgelegten Kriterien am besten erfüllen.

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P5B-E Plus: Günstiges Mainboard für einfache Übertaktungsversuche.
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Asus P5B-E Plus

Als günstigste Platine im Test bietet das P5B-E Plus mit Intels Chipsatz 965P alles, was das genügsame Overclocker-Herz begehrt: Im BIOS lässt sich der FSB in Einzelschritten von 200 - 400 MHz einstellen und der Chipsatz erweist sich als sehr widerstandsfähig gegenüber ambitionierten FSB-Erhöhungen. Weiterhin ist mit PC Probe II ein herstellereigenes Tool zur Überwachung der Spannungen und Temperaturen im Lieferumfang enthalten, was die Systemüberwachung erheblich vereinfacht. Lediglich das Kühldesign der Spannungswandler (also der zugehörigen Transistoren) und deren eher durchschnittliche Qualität machen den enormen Preisunterschied aus. Deswegen kostet die Platine lediglich 120 Euro und verfügt über wenig Speicherkompatibilität.

Preis: etwa 120 Euro

Empfohlener Prozessor: Pentium E2160 oder Core 2 Duo E4300
Speicherkonfiguration: als PC2-5300
Temperatur des E4300 mit 2,7 GHz: 56 Grad Celsius

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P5W DH Deluxe: Allround-Motherboard - für alle Tuningmaßnahmen empfehlenswert.
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Asus P5W DH Deluxe
Einst war das Asus P5W DH Deluxe teuer und ausgezeichnet. Heute ist es nur noch ausgezeichnet, da es inzwischen lediglich 170 Euro kostet, aber dennoch den Spitzenchipsatz 975X von Intel einsetzt. Die Ausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen: Es beinhaltet das Asus Digital-Home-Paket nebst Fernbedienung, unterstützt den CrossFire-Verbund von ATI-Karten und hat Wireless LAN integriert. Im BIOS ermöglicht die Platine FSB-Einstellungen im Bereich von 100 - 550 MHz sowie zahlreiche Spannungseinstellungen. Besonders geeignet ist das Mainboard hinsichtlich der Speicherkompatibilität, da der Speicher asynchron und langsamer als der FSB getaktet werden kann. Auch die Qualität der Spannungswandler erreicht ein sehr hohes Maß, zumal diese mittels Heatpipes und Kühlkörpern erfrischt werden, was ein stabiles Overclocking ermöglicht.

Preis: etwa 170 Euro

Empfohlener Prozessor: alle vorgestellten Modelle
Speicherkonfiguration: ab PC2-5300
Temperatur des E4300 mit 2,7 GHz: 43 Grad Celsius

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P5K Deluxe: Die derzeit modernste und hochwertigste Plattform - auch für neueste Prozessoren geeignet.
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Asus P5K Deluxe
Als neuester Vertreter seiner Gattung präsentiert sich das P5K Deluxe, das den brandneuen Chipsatz P35 von Intel verbaut. Neben einer hervorragenden Ausstattung (zum Beispiel ein Wireless-LAN-Adapter) unterstützt das P5K offiziell 333 MHz Systemtakt-Anbindung für die kommende Prozessor-Generation, was laut Intel-Rechnung einen FSB1333 ergibt (statt bisher FSB1066). Vor allem bietet das P35-Board im BIOS gegenüber den i965-Platinen eine Fülle weiterer Optionen und Spannungseinstellungen, die das Laufverhalten des Systems stabiler machen sollen. Der Umfang des FSB bewegt sich zwischen 200 - 800 MHz, und auch sonst arbeitet die Platine am reibungslosesten mit hochwertigen Speichermodulen ab PC2-6400 zusammen. Preislich schlägt es mit stolzen 220 Euro zu Buche. Aber wir empfehlen die Platine allen Anwendern, die Wert auf die Vorteile des aktuellsten Chipsatzes legen und Qualität wie die der Spannungswandler und des Kühlungsdesigns zu schätzen wissen.

Preis: etwa 220 Euro

Empfohlener Prozessor: ab E4300 und höher
Speicherkonfiguration: ab PC2-6400
Temperatur des E4300 mit 2,7 GHz: 37 Grad Celsius

CPU-Lüfter: Damit der Prozessor länger durchhält

Beim Übertakten entsteht durch die erhöhte Taktfrequenz und oftmals angehobene CPU-Spannung mehr Verlustleistung und somit mehr Abwärme, so dass eine effektive Belüftung von Hauptprozessor und Gehäuse den Erfolg überhaupt erst ermöglicht.

Schiebt der Prozessor Sonderschichten, fühlt er sich in einem großen Tower-Gehäuse am wohlsten. Unten vorne ziehen ein bis zwei Lüfter Frischluft rein, hinten oben blasen ein Lüfter und das Netzteil den warmen Mief wieder ins Freie. Im Idealfall ist dies ein Luftstrom, der aber oftmals durch die langen Gamer-Grafikkarten und dicken Verkabelungen unterbrochen wird. In so einem Fall solltet ihr an der Seitentür mit einem Zusatzpropeller noch für etwas Luftzufuhr sorgen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Verkabelung säuberlich gebunden ist und Reinheit im Inneren des Rechners herrscht.

Bei unseren vorgestellten Asus-Mainboards wird das Tool PC Probe II mitgeliefert, mit dem sich Mainboard- und CPU-Temperaturen sowie Lüfterdrehzahlen und Spannungen im Visier halten lassen. Erreicht die CPU-Temperatur einen konstanten Wert über 70 Grad Celsius, solltet ihr über bessere Kühlmöglichkeiten nachdenken - oder den Takt unverzüglich vermindern.

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ArcticCooling Freezer 7 Pro: Günstiger Lüfter für gute Overclocking-Erfolge, aber etwas laut.
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ArcticCooling Freezer 7 Pro
Vom Preis-Leistungs-Verhältnis bis dato unübertroffen ist der ArcticCooling Freezer 7 Pro, der lediglich 20 Euro kostet. Seine Montage ist einfach und die Kühlleistung ist bei vollen 2800 Umdrehungen pro Minute bestechend. Leider macht sich seine Lautstärke dabei etwas bemerkbar. Zwar lässt sich die Lüftergeschwindigkeit im BIOS regeln (PWM-Anschluss mit 4 Pins), was auch zu einer niedrigeren Geräuschkulisse führt, nur reicht dann die Wärmeabfuhr für eine wirksame Kühlung nicht mehr aus. Alles in allem ist der Lüfter ein echter Preistipp.

Kühlleistung E4300 mit 3,3 GHz: max. 62 Grad Celsius

Preis: etwa 20 Euro

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Zalman CNPS9700 LED: Kühlkörper mit bester Kühlleistung und coolem Outfit.
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Zalman CNPS9700 LED
Die beste Kühlleistung unter den angeführten Lüftern erreicht der CNPS9700 LED von Zalman für etwa 50 Euro. Seine breit gefächerten Kupferlamellen mit den eingeschlossen Heatpipes ermöglichen eine gute Wärmeverteilung, die von dem großen Lüfter verstreut wird. Der CNPS9700 LED besitzt nur eine Spannungssteuerung, mit der man zwischen 1250 bis 2600 Umdrehungen regeln kann, wobei natürlich die besten Overclocking-Resultate mit 2600 Umdrehungen rauskommen. Dabei entsteht in etwa der gleiche Lärmpegel wie beim Freezer 7 Pro. Der Einbau verlangt etwas mehr Fingerspitzengefühl als beim Freezer 7 Pro, weil der Zalman ans Mainboard geschraubt wird.

Kühlleistung E4300 mit 3,3 GHz: max. 57 Grad Celsius

Preis: etwa 50 Euro

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Ichbinleise Cooler 21XX: Vereint gute Kühlleistung mit niedrigem Lärmpegel.
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Ichbinleise Cooler 21XX
Als teuerster Lüfter im Test macht dieser seinem Namen alle Ehre, denn er ist tatsächlich sehr leise und erreicht in etwa die Kühlleistung des Freezer 7 Pro. Er vereint also die Vorteile beider Welten, wenn auch für satte 70 Euro. Dabei lässt sich der Cooler 21XX von Ichbinleise nicht regeln, was bei der hohen Kühlleistung mit gleichzeitig niedriger Lautheit auch nicht notwendig ist. Gegen Aufpreis gibt es eine geregelte PWM-Variante. Der Einbau und das Festschrauben des Lüfters an das Motherboard gestalten sich schwierig, da die Schrauben teilweise vom großflächigen Kühlkörper versperrt werden.

Kühlleistung E4300 mit 3,3 GHz: max. 61 Grad Celsius

Preis: etwa 70 Euro

Arbeitspeicher: Leistung mobilisieren, Engpässe vermeiden
In manchen Systemen stellt der Arbeitsspeicher die eigentliche Hürde dar, weil dieser im Vergleich zum Systemtakt (FSB) unverhältnismäßig langsam arbeitet. Die Kunst liegt darin, den Speicher im BIOS richtig zu konfigurieren.

Normalerweise stehen bei Mainboards mit Intel-Chipsatz der Systemtakt (also FSB) und der Speichertakt immer in einem festen Verhältnis, das im BIOS zu setzen ist. Erhöht ihr nun den FSB, wird also der Speichertakt automatisch mit erhöht. Dadurch arbeitet der Speicher außerhalb seiner Spezifikation und das System neigt zur Instabilität.

Mit Wahl der richtigen Hauptplatine - etwa dem P5W DH Deluxe - lassen sich solche Engpässe umgehen, da dieses Mainboard eine flexible Speicherkonfiguration ermöglicht. So könnt ihr beispielsweise bei einem FSB von 400 MHz die Speicherbandbreite mit DDR2-600 bestimmen. In diesem Fall würdet ihr keinen DDR2-800 benötigen, sondern lediglich DDR2-667-Module. Mit Erhöhung der Speicherspannung und gleichzeitiger Senkung der Speichertimimgs könnte eventuell sogar der langsamere DDR2-533 ausreichen.

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Kingston DDR2-667 PC2-5300: Günstiger Speicher mit wenig Tuning-Möglichkeiten.
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Kingston DDR2-667 PC2-5300 2GB
Mit PC2-5300 werden die Speichermodule bezeichnet, mit DDR2-667 sind die Speicherchips auf den zugehörigen Modulen gemeint, die hier mit 333 MHz operieren. Bei diesen Riegeln ist zumindest kein Overclocking für Fortgeschrittene möglich, denn bei 333 MHz FSB-Takt ist meistens Schluss. Für einfaches Übertakten reicht das Kingston-Pärchen für ungefähr 70 Euro dennoch aus.

Empfohlener Prozessor: E2160 oder E4300

Preis: etwa 70 Euro

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G.Skill DDR2-800 PC2-6400: Allround-Speicher mit genügend Potential.
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G.Skill DDR2-800 PC2-6400 2GB

PC2-6400-Modulen lassen einen FSB-Takt von 400 MHz, wie wir ihn uns zum Beispiel für den E6320-Prozessor wünschen, offiziell zu. Bei 400 MHz FSB kommt eher das Problem auf, dass der Northbridge langsam die Puste ausgeht: Durch die auftretende Hitze kann es zu Instabilitäten und Timingabweichungen bei der Zusammenarbeit mit dem Speicher kommen. Eine gute Gehäusekühlung ist daher Pflicht. Die G.Skill-Speichermodule arbeiten eigentlich mit CL4. Kommt es jedoch zu oben beschriebenen Timingverschiebungen bei der Northbridge, schalten sie einfach auf CL5 und werden so der Northbridge gegenüber toleranter. Immerhin gibt es zum Preis von rund 90 Euro insgesamt 2 GByte.

Empfohlener Prozessor: alle vorgestellten Modelle

Preis: etwa 90 Euro

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Corsair DDR2-1066 PC2-8500: Performanter Speicher mit Reserven bei hohen Taktraten.
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Corsair DDR2-1066 PC2-8500 2GB
Wer einen E6320 oder die neuen FSB1333-Prozessoren übertakten möchte, ist mit PC2-8500 auf der sicheren Seite, selbst wenn der FSB in die Nähe von 500 MHz kommen sollte. Allerdings muss man für ein 2-GByte-Speicherpaar wie hier von Corsair stolze 180 Euro hinblättern.

Empfohlener Prozessor: ab E6320 und höher

Preis: etwa 180 Euro

So geht's: Die ersten Übertaktungsschritte
Die nun beschriebene Overclocking-Methode bezieht sich auf den Core 2 Duo E4300 und den Pentium E2160. Das Verfahren für den Core 2 Duo E6320 sieht in etwa gleich aus, seine Werte sind in Klammern angefügt.

Der langsame Systemtakt von 200 MHz (FrontSideBus ist Systemtakt mal 4, daher FSB800) bremst unsere kleinen Prozessoren künstlich aus. Mit dem Grundtakt von 200 MHz x 9 als Multiplikator (beim E6320 sind es 266 MHz x 7 = 1,87 GHz) ergibt sich der CPU-Takt von 1,8 GHz. Als ersten Schritt korrigieren wir den FSB geringfügig nach oben und erhalten so einen höheren CPU-Takt. Diese ersten Übertaktungsschritte machen für gewöhnlich die meisten Prozessoren mit.

Im Normalzustand (Original CPU-Takt) solltet ihr die Grundinstallation des Systems - also von Betriebssystem, Treibern und Updates - erledigen.

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BIOS-Screenshot: Die Parameter des BIOS sollten bei eurem System wie beschrieben aussehen.
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1. Schritt: Um unsere Anleitung Schritt für Schritt nachvollziehen zu können, spielt zunächst das aktuelle BIOS-Update für eines der angeführten Mainboards auf. Ihr könnt die neue BIOS-Datei entweder mit dem "Asus Update" direkt aus dem Betriebssystem aufspielen oder per "Asus EZ Flash 2"-Funktion im Menüpunkt "Tools" direkt aus dem BIOS. Um in das BIOS zu gelangen, drückt ihr gleich beim Systemstart die "Entf"-Taste auf der Tastatur.

2. Schritt: Betätigt nach dem Update unbedingt im BIOS die Option "Load Setup Defaults" im Menü unter "Exit", um eventuelle ungewünschte Einstellungen zurückzusetzen.

3. Schritt: Geht nun unter "Advanced" in "JumperFree Configuration" und stellt "AI Tuning" auf "Manual". Daraufhin wählt ihr hier als "CPU Frequency" den Wert 266 aus (beim E6320 könnt ihr 333 versuchen).

4. Schritt: Bei "DRAM Frequency" setzt den Wert auf "DDR2-800 MHz", oder maximal die Einstellung, auf die euer Arbeitsspeicher spezifiziert ist. Die restlichen Punkte wählt ihr wie im BIOS-Screenshot angezeigt.

5. Schritt: Beendet das BIOS-Setup und speichert eure Änderungen unter "Exit", indem ihr den Punkt "Exit & Save Changes" bestätigt. Wenn euer System jetzt bootet und 2,4 GHz im BIOS anzeigt, habt ihr gewonnen. Falls es nicht startet, keine Angst: Schaltet die Stromzufuhr des Rechners am Netzteil für einige Sekunden ab und versucht erneut, das System zu starten.

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Booten mit 2,4 GHz: Das BIOS des Mainboards zeigt die neue Taktung des E4300 oder Pentium E2160 an (beim E6320 wären es 2,33 GHz).
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6. Schritt: Bootet Windows. Zur Verifizierung der aktuellen Taktraten greift ihr jetzt am besten auf die aktuelle Version des Tools CPU-Z zurück.

7. Schritt: Nun prüft ihr das System auf Stabilität und Performancegewinn; es sollte die Default-Runs des PCMark05 und 3DMark06 problemlos ausführen und höhere Ergebnisse als zuvor erzielen. Auf der mitgelieferten Support-CD zum Mainboard befindet sich das Tool "PC Probe II" zur Temperaturüberwachung und zum Ablesen der Prozessorspannung. Lasst einen oder mehrere Benchmarks gleichzeitig laufen und überprüft, ob sich das System und der Prozessor unter Last zu stark aufheizen, also über 70 Grad Celsius.

Für Fortgeschrittene: Die letzen Reserven rauskitzeln
Ihr müsst euch keineswegs mit 2,4 GHz zufrieden geben: Mit unserem Testsystem erreichten wir spielend 2,7 GHz, selbst 3,0 GHz liefen absolut stabil. Im Falle der 3,0 GHz bedarf es jedoch einiges an Feingefühl hinsichtlich der Prozessorspannung und der daraus resultierenden CPU-Temperatur.

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Am Ziel: CPU-Z gibt die neue CPU-Taktung mit 2,7 GHz an.
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Um einen noch höheren Performancezuwachs zu erreichen, sind lediglich zwei veränderte Schritte nötig: Gebt im 3. Schritt unter "CPU Frequency" den Wert 300 ein und bestätigt zweitens im 4.Schritt die "DRAM Frequency" mit "DDR2-750 MHz". Nun wiederholt ihr alle nachfolgenden Schritte. Fährt das System mit den resultierenden 2,7 GHz hoch, schlagt ihr bereits AMDs schnellsten Athlon 64 X2 6000+. Beim E6320 wäre es die 400 unter "CPU Frequency" und natürlich "DDR2-800MHz" für den Speicher unter "DRAM Frequency". Bleibt Windows beim Booten hängen, stellt die Takt-Werte im BIOS einfach wieder auf funktionierende Werte zurück.

Für Enthusiasten noch kein Ende in Sicht
Unser E4300-Sample lief mit Anhebung der Versorgungsspannung der CPU - bei Luftkühlung! - auch mit 3,0 GHz noch stabil (333 MHz FSB) und sogar darüber hinaus mit 3,3 GHz bei 366 MHz FSB. Mit dieser Taktrate musste sich sogar der Core 2 Extreme X6800EE in fast allen Benchmarks geschlagen geben. Dazu ist in Schritt 3 die "CPU Frequency" auf den Wert 333 zu setzen, die "DRAM Frequency" ist mit "DDR2-667 MHz" zu bestätigen. Nun müssen allerdings härtere Methoden greifen: Für stabilen Betrieb war bei unserem Testmuster ein Erhöhen der "CPU VCore Voltage" auf 1,50 Volt nötig (nur beim P5B-E Plus sind es 1,5375 Volt). Um stabil 3,3 GHz zu erreichen, muss der FSB auf 366 gestellt sein, der Speicher auf "DDR2-733" und die CPU-Spannung auf 1,70 Volt.

Solltet ihr eurem Prozessor wirklich derartige Taktraten zumuten, ist ein Überwachen der CPU-Temperatur dringend erforderlich. Weiterhin ist ein vorsichtiges Ausprobieren und Herausfinden der CPU-Spannung eures eigenen Modells in mehreren Einzelschritten ratsam. Achtet darauf, dass die Temperatur in PC Probe II nicht auf mehr als 70 Grad ansteigt.

Tipp: Lasst solche extremen Overclocking-Versuche nicht dauerhaft in eurem System laufen, sondern nur dann, wenn ihr die Rechenpower wirklich braucht. Erstens erhöht sich so der Stromverbrauch des PCs und außerdem altern die übertakteten Komponenten entsprechend schneller.

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Mit diesen Einstellungen übertakten wir. Klicken zum Vergrößern.
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Erfahrungen aus dem Testlabor
Weicht von den vorgegebenen Speichertimings nur dann ab, wenn es unbedingt notwendig ist. Falsche Speichertimings tragen nicht zur Systemstabilität bei. Der erzielbare Leistungszuwachs über veränderte Speichereinstellungen hält sich mit durchschnittlich einem Prozent in Grenzen.

Falls der Prozessor sich nicht bereits vorher deaktiviert, beginnt er ab 80 Grad selbständig, seinen Takt zu senken. In diesem Fall benötigt ihr unbedingt eine bessere Kühlung oder senkt umgehend die Taktrate.

Die Core-2-Duo-Prozessoren arbeiten innerhalb eines Spannungsbereichs, die jeder einzelne Prozessor dem BIOS übermittelt. Auf den getesteten Mainboards mit den aktuellen BIOS-Versionen war die Eingabe einer zu hohen oder zu niedrigen Spannung nicht möglich: Falsche Spannungswerte quittiert das System mit einem Fehler-Piepsen und stellt sich auf Standard-Werte zurück.

Bei unseren Test-Prozessoren versuchten wir exemplarisch einen wahnwitzigen FSB von 500 MHz. Das Board verweigert mit dieser Einstellung das Booten und stellt sich auf die Standard-Werte zurück. Dieser Versuch soll nicht zur Nachahmung ermutigen - er beweist aber, dass die Sicherungs-Funktionen von Prozessor und BIOS greifen.

Erhöht die Spannungen von Mainboard-Komponenten und Prozessor nicht wahllos, sondern beachtet folgende Devise: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Erstens entsteht eine höhere Abwärme, die zur Systeminstabilität führen kann, zweitens steigt der Stromverbrauch sehr schnell mit jeglichen Overclocking-Versuchen, und drittens können speziell Spannungen bei Board-Komponenten zu irreversiblen Schäden führen.

Testergebnisse und Fazit: Highend-PC zum Schnäppchenpreis

Das Overclocking-Potential der kleinen Core-2-Prozessoren ist einfach riesig und auf fast jedem System abrufbar. Mit einigen ausgewählten Systemkomponenten könnt ihr euch einen High-End-Rechner zum Schnäppchenpreis zusammenstellen.

Alle drei Prozessoren haben wir direkt bei Endhändlern bezogen und stellen bei allen fest, dass in ihnen sehr viel ungenutztes Leistungspotential steckt. Besonders beeindruckt hat uns die Bedeutung des Mainboards in Bezug zur Hitzeentwicklung des Prozessors und dem resultierenden Endtakt. In Kombination mit dem Asus P5K Deluxe als qualitativ hochwertige Unterlage und einem Zalman CNPS9700 LED als leistungsstarken Kühlkörper könnt ihr alle drei vorgestellten Prozessoren relativ bequem an die 3,0 GHz-Mauer und darüber hinaus führen - und spart so sehr viel Geld. Qualität begünstigt eben auch beim Overclocking die Erfolgsquote erheblich.

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Benchmark-Ergebnisse im Überblick. Klicken um zu vergrößern.
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Benchmarkergebnisse aus dem Testlabor
Am Anfang scheinen die kleinen Prozessoren gegen das Topmodell X6800EE ziemlich chancenlos. Doch schon bei den ersten Übertaktungsschritten schrumpft der Abstand gnadenlos. Besonders der E6320 nähert sich gefährlich schnell und überholt den X6800EE in seiner Leistung sofort. Auch die beiden Modelle E4300 und E2160 mit weniger Cache entthronen den X6800EE ziemlich bald, wenn auch in manchen Disziplinen zum absoluten Triumph vielleicht noch etwas mehr Takt notwendig wäre.

3DMark06 CPU

Im CPU-Run des 3DMark06 spielt nur die Geschwindigkeit des Prozessors eine Rolle. Auch hier sind die kleinen und günstigen Prozessoren im Normalmodus natürlich viel langsamer als der X6800EE, doch mit ein wenig Tuningnachhilfe belegen alle drei Außenseiter die ersten Plätze. Selbst mit moderater Übertaktung erreichen sie erstaunliche Performance-Werte.

PCMark05 CPU
Ähnlich wie im CPU-Run des 3DMark06 ist auch hier nur die Prozessorleistung entscheidend. Wieder liegen anfangs alle günstigen CPUs weit abgeschlagen. Doch sobald unsere Akteure die 3-GHz-Mauer durchbrechen, schaut der Core 2 Extreme mit seinen 2,93 GHz in die Röhre. Top-Star unserer Riege ist mit 3,36 GHz der E6320.

Cinebench 95 x CPU

Bei Cinebench 95 arbeiten alle vorhanden Prozessor-Kerne in einem System parallel zueinander. Da es hier nur auf den Prozessortakt ankommt, also der Level-2-Cache nur eine untergeordnete Rolle spielt, erzielen wir bei allen Prozessoren mit gleichem Takt ähnliche Werte.

SuperPI 4M

Bei der Berechnung der Kreiszahl Pi macht sich der große Cache des Core 2 Extreme X6800EE wieder bemerkbar, wodurch hauptsächlich der E6320 diesen in Verlegenheit bringt. Erzielen wir bei der Übertaktung hingegen deutlich mehr als 3,0 GHz, lässt auch der E4300 die Extreme-Edition hinter sich. Nur der E2160 sieht aufgrund seiner kleinen Cache-Größe kein Land gegen den X6800EE.

Folgende Software erweist sich als äußerst nützlich zur Diagnose des Systems und für Stabilitätstests:

Prime95: Gut geeignet für Stabilitätstests
3DMark06: Grafikbenchmark und Stabilitätsprüfung
PCMark05: Anwendungsbenchmark und Stabilitätsprüfung
CPU-Z: Diagnose des Prozessortaktes und Analyse des Arbeitsspeichers
CrystalCPUID: Anzeige des realen Taktes und Tuningmöglichkeiten
PC Probe II: Herstellereigenes Tool zum Überwachen der Prozessorspannung und -temperatur (alternativ Motherboard Monitor oder SpeedFan )