Kaum steigen die Temperaturen, schon wird der PC instabil. Viele Rechner sind für einen heißen Sommer nicht gerüstet und machen bei 30 Grad im Schatten schlapp. Das muss nicht sein. Ein paar einfache Handgriffe sorgen dafür, dass auch eine Hitzewelle kein Problem darstellt. Wir zeigen euch die besten Tricks für einen coolen PC.

Ein überhitzter Prozessor kann euer ganzes System lahmlegen. Unvermittelte Abstürze im Hochsommer sind oft ein Zeichen dafür, dass die Kühlung im System nicht ausreichend ist. Spätestens wenn sich der Bildschirm seltsam färbt und Kästchen darstellt, sollten die Alarmglocken schrillen - ein eindeutiges Zeichen, dass der Speicher der Grafikkarte zu heiß wird.

PC-Tuning - Kühlen Kopf bewahren: So bleibt euer Rechner trotz Sommerhitze cool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
Mal wieder richtig Sommer: Der PC muss nicht drunter leiden.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Jede Hardware in einem Rechner kann zu heiß werden. Einmal in Betrieb, erzeugen Prozessor, Grafikkarte und Co. Abwärme, die aus dem Gehäuse geblasen werden muss. Fehlen entsprechende Lüfter und Kühlkörper, besteht die Gefahr, dass sich die warme Luft staut. Das Ergebnis: Statt Abkühlung gibt es noch mehr warme Luft auf die Platine. Die Folgen sind schwerwiegend. Neben Stabilitätsproblemen kann die Hardware auch beschädigt werden.

Wir zeigen euch die besten Maßnahmen und Tricks, um auch den Hitzköpfen unter den PCs eine Kühlung zu verpassen.

Ohne Schraubenzieher: Die besten Tools zum Abkühlen
Ganz ohne Schraubenzieher und Basteln kommt ihr mit unseren Tools zurecht. Wir präsentieren die besten Programme, die einem überhitzten PC eine Abkühlung verschaffen.

PC-Tuning - Kühlen Kopf bewahren: So bleibt euer Rechner trotz Sommerhitze cool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
SpeedFan: Praktische Hilfe bei der Regulierung der Kühler.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Schneller Lüfter: SpeedFan
Temperaturregulierung bei Hardware bedeutet eine Änderung bei der Leistung einer Komponente. Zu hohe Taktraten oder zu geringe Lüfterperformance führen zu heißen Platinen. Über das Tool SpeedFan kann die Geschwindigkeit der im System verbauten Lüfter stufenlos reguliert werden. Die Lüfter werden eigenständig erkannt und nummeriert. Über einen Regler kann dann die Leistung der Lüfter in Prozent verändert werden. Der Nachteil: Je höher der Wert, desto hörbarer wird der Rechner

Download: SpeedFan

PC-Tuning - Kühlen Kopf bewahren: So bleibt euer Rechner trotz Sommerhitze cool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
ATITool: Ermittelt automatisch den idealen Takt.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Automatisch eingestellt: ATITool

Grafikchips werden in der Regel heißer als CPUs. Das liegt oftmals daran, dass die Kühlkörper auf der Grafikkarte nicht auf Hochleistung getrimmt sind. Abhilfe schafft das Tool ATITool. Trotz "ATI" im Namen funktioniert es mit ATI- und Nvidia-Grafikkarten gleichermaßen. Das Beste daran: Es scannt eure Grafikkarte nach einer stabilen Konfiguration und stellt mit wenigen Klicks die idealen Werte ein. Hierbei werden die Taktraten von GPU und Grafikkartenspeicher entsprechend justiert. Dieser Scan kann jederzeit wieder durchgeführt werden, um die Taktraten entsprechend der Temperatur anzupassen.

Download: ATITool

Entspannung: Hardware am Limit wird schnell heiß
Eine Komponente zu übertakten, kitzelt noch einige Prozent mehr Leistung aus dem System. An heißen Sommertagen kann sich ein Rechner am Limit zur tickenden Bombe entwickeln. Gönnt eurer Hardware etwas Ruhe und dreht die Performance-Schraube runter.

Prozessoren und Grafikkarten sind beliebte Übertaktungskandidaten. In vielen Fällen wird entweder beim Treiber oder direkt im BIOS die Möglichkeit angeboten, die Taktfrequenzen zu erhöhen, ohne dass dabei der Rechner instabil wird. Auf Grund der höheren Leistung entwickelt die Hardware mehr Wärme, die abgeführt werden muss.

PC-Tuning - Kühlen Kopf bewahren: So bleibt euer Rechner trotz Sommerhitze cool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
Temperatur beachten: Eine CPU sollte nicht über 70 Grad heiß sein.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Muss der verbaute Kühler bereits bei Standardtaktung Schwerstarbeit verrichten, kann diese zusätzliche Hitze zum Problem werden. Noch schlimmer sieht es aus, wenn die Umgebungstemperatur - wie im Hochsommer - steigt. Abhilfe schaffen hier zusätzliche oder leistungsstärkere Kühlkörper. Wer kein Geld ausgeben will und auf einige Prozent Leistung verzichten kann, sollte über die Sommermonate zurück auf Normaltakt schalten.

Sowohl Nvidia- als auch ATI-Grafikkarten liefern den Einblick in die Taktungen beim Treiber mit. Über die Grafikkarteneinstellungen lässt sich kontrollieren, ob die Karte übertaktet ist. Fahrt die Taktraten von GPU und Speicher in kleinen Schritten herunter. Sensoren messen die aktuelle Temperatur des Grafikchips und zeigen sie im entsprechenden Menü an. Unter Volllast darf eine GPU bis zu 115 Grad Celsius heiß werden. Ganz anders die CPU: Hier sind 70 Grad Celsius die Obergrenze. Aktuelle BIOS-Versionen zeigen die Temperatur des Prozessors eigenständig an und bieten Möglichkeiten, den Prozessortakt zu regulieren.

Sommerputz: Staub blockiert die Kühlung
Staub legt sich wie eine Wolldecke über die Hardware. Selbst bei geschlossenem Gehäuse kann Hausstaub in euer System eindringen und eine ausreichende Kühlung blockieren. Regelmäßiges Saubermachen ist für einen kühlen Kopf unabdingbar.

PC-Tuning - Kühlen Kopf bewahren: So bleibt euer Rechner trotz Sommerhitze cool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
Kein Durchkommen: Staub blockiert die Durchlüftung.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Keine PC-Komponente ist vor Staub gefeit. Nicht nur Tastatur und Maus haben nach einiger Zeit einen dünnen Filmüberzug; auch die Hardware im Rechner kann verdrecken. Besonders gefährdet sind Kühlkörper und deren Lüfter. Auf den feinen Lamellen des Prozessorkühlers lagern sich im Laufe der Zeit Staubpartikel ab, die die frische Luft blockieren. Die Aufgabe des Lüfters - Abwärme von der CPU abzuleiten und kühlere Luft hinzuleiten - wird damit unterbrochen.

In der Regel ist der Lüfter auf dem großen Kühlkörper aufgeschraubt und kann mit einem Schraubenzieher leicht entfernt werden. Reinigt die Lamellen und den Lüfter mit einem Blatt Küchenrolle oder Wattestäbchen. Bei letzterem gilt Vorsicht: Die Watte kann an scharfen Kanten der Lamellen hängenbleiben und Spuren hinterlassen. Geht vorsichtig und langsam vor. Scheut nicht davor zurück, auch den Staubsauger zu benutzen: Kontrolliert außerdem, ob alle Schrauben und Kleinteile im Rechner fest sitzen und saugt dann mit niedriger Intensität. Tabu sind und bleiben nasse Tücher. Die Technik in einem PC ist nicht auf Feuchtigkeit ausgelegt - ein Kurzschluss droht.

Der Notfallplan: Die schnelle Frischluft
Ein zeitkritisches Dokument ist in Arbeit, und plötzlich streikt der PC, weil es zu warm ist. Eine kurzfristige Lösung benötigt nur einen Ventilator - und ein offenes Gehäuse.

PC-Tuning - Kühlen Kopf bewahren: So bleibt euer Rechner trotz Sommerhitze cool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
Ventilator: Kann kurzfristig für Entspannung sorgen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Viele aktuelle Gehäusetypen bieten die Möglichkeit, beide Seitenteile getrennt voneinander zu entfernen. Unser Notfallplan erfordert das Entfernen beider Seiten, so dass Luft durch das PC-Innenleben strömen kann. Stellt einen Ventilator auf die Seite, von der ihr auf die Platinen Zugriff habt. Die niedrigste Stufe reicht vollkommen aus, um etwas Frischluft in das Gehäuse zu blasen. Wichtig dabei ist, dass die verdrängte, wärmere Luft auf der anderen Seite austreten kann und es keinen Luftstau im Gehäuse gibt.

Ganz klar: Eine mittel- oder gar langfristige Lösung ist unser Notfallplan nicht. Wird der PC auf Grund von Hitze instabil, braucht ihr weit mehr als einen externen Ventilator, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Aber ähnlich einer Schiene bei einem gebrochenen Bein kann der Ventilator kurzzeitig Entlastung bringen - gerade dann, wenn die Zeit drängt. Jede dauerhafte Lösung erfordert ein geschlossenes Gehäuse.

Für Bastler: Wasserkühlung ist nicht nur etwas für Profis
Wenn kühle Luft alleine nicht mehr ausreicht, könnt ihr auch Wasser verwenden. Den PC in ein Becken zu stellen, wäre freilich fatal. Der Einbau eines Wasserkühlungssets ist allerdings eine gute Alternative.

PC-Tuning - Kühlen Kopf bewahren: So bleibt euer Rechner trotz Sommerhitze cool

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/8Bild 117/1241/124
Wasserkühlung: Nicht nur für Bastelprofis.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Wasserkühlungen arbeiten relativ unabhängig von der Umgebungsluft und Staub. Wasser als Kühlmedium arbeitet rund 3000 Mal effektiver als Luft, da es Abwärme schneller und besser aufnehmen kann. Laute Rotoren und Lüfter entfallen fast gänzlich, da das Wasser die meiste Kühlarbeit verrichtet. Es wird dabei über die zu kühlende Komponente geleitet. Die Art der Rückkühlung des Wassers entscheidet über den Einsatz eines Radiators. Die passive Rückkühlung benötigt einen großen Kühlkörper, an den das Wasser die Wärme abgeben kann. Aktive Rückkühlung erfordert einen kleineren Kühler, besitzt aber zusätzlich einen Radiator, der die Wärme ableitet.

Wasserkühlungen lassen sich mittlerweile als komplettes Set erwerben. Auch der Einbau an sich ist relativ einfach; mitgelieferte Bedienungsanleitungen leisten ausreichend Hilfestellung. Gute Komplettpakete für unterschiedliche Prozessortypen sind bereits ab 250 Euro zu haben.