In wenigen Schritten zu mehr Leistung

Autor: Arnt Kugler

Über Arbeitsspeicher redet man nicht, man hat ihn - aber eigentlich nie genug. Denn mit einem oder zwei Riegeln gebt ihr fast jedem Rechner einen ordentlichen Leistungsschub. Wir sagen euch, worauf ihr achten müsst und welche Speicher die richtigen sind.

Die Gelegenheit ist günstig: Arbeitsspeicher ist günstig wie nie. Und nicht nur euer Konto wird es euch danken, auch euer Rechner freut sich garantiert über zusätzlichen Speicherplatz. Denn in der Regel bedeutet mehr Hauptspeicher, dass ihr flüssiger arbeiten und spielen könnt. Manche Software läuft sogar erst dann, wenn genügend Speicher im PC eingebaut ist. Grafiker, Videoschnittkünstler und Gamer können ein Lied davon singen.

PC-Tuning - Arbeitsspeicher billig wie nie: Mit unseren Tipps rüstet ihr richtig auf!

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DDR2-Speicher: Günstig wie nie zuvor. Wir helfen, den richtigen zu finden.
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Doch wer braucht welchen und vor allem wie viel Speicher? Was bedeuten die kryptischen Bezeichnungen auf den Speichern und wie baue ich die Bausteine in meinen PC ein? Diese und mehr Fragen beantworten wir auf den folgenden Seiten, die zudem Empfehlungen und Kauftipps zu Kits mit 1 und 2 GByte DDR2-Speicher enthalten.

Wer braucht mehr Speicher und warum?

Speicher nach dem Prinzip "viel hilft viel" einzubauen, führt nicht immer zum gewünschten Ergebnis. Hier kommt es auf die richtige Dosis an - fast wie in der Medizin.

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Extremer Preisverfall: Exemplarischer Preisverlauf innerhalb von sieben Monaten anhand eines DDR2-Speichermoduls.
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Enorme Überkapazitäten bei den Herstellern und der normale Preisverfall im IT-Sektor haben die Speicherpreise in den letzten Monaten auf neue Rekordtiefststände gedrückt. Beispielsweise kostete im Mai 2006 ein 1-GByte-DDR2-Riegel etwa 160 Euro. Für etwa 130 Euro bekommt ihr heute bereits ein Kit aus zwei dieser Speicherbausteine. Für viele sind aber auch 130 Euro noch viel Geld und die Investition sollte darum auch gerechtfertigt sein. Was bringt also der zusätzliche Hauptspeicher?

Warum mehr Hauptspeicher?
Habt ihr euch noch nie gewundert, dass ihr auch auf PCs mit 512 MByte oder weniger Arbeitsspeicher viele Programme parallel laufen lassen könnt? Der Grund dafür liegt im virtuellen Speicher, den das Betriebssystem zusätzlich auf der Festplatte anlegt. Allerdings dauert der Zugriff auf den virtuellen Speicher bis zu 100-mal länger als auf den echten Arbeitsspeicher (RAM). Mehr Arbeitsspeicher führt also zu einem spürbar schneller arbeitenden PC oder Notebook.

Wer braucht wieviel Speicher

Möglichst viel Speicher nach dem Motto "viel hilft viel!" einzubauen, ist der falsche Weg. Je nach Anwender-Typ genügen manchmal schon 512 MByte zum flüssigen Arbeiten oder Spielen, während andere dafür 4 GByte benötigen.

Außerdem spielt das Betriebssystem selbst eine wichtige Rolle. Beispielsweise sind Linux, Windows 98 und ME mit 128 MByte wesentlich genügsamer als Windows XP mit 256 MByte. Windows Vista toppt alle mit einem Basisspeicherbedarf von 512 MByte. Als sinnvollen Praxiswert solltet ihr allerdings immer die doppelte Speichermenge einkalkulieren.

Hinzu kommt der Speicherbedarf von Spielen und Anwendungssoftware. Arbeitet ihr kaum parallel mit mehreren Anwendungen und nutzt euren PC nur fürs Surfen im Internet, Chat, E-Mail-Verkehr, anspruchslose Spiele, oder Musik- und Videowiedergabe, genügen als Arbeitsspeicher 512 MByte. Mehr würdet ihr kaum bemerken.

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Microsoft Office 2007 Excel: Für Büro-Software reichen 512 bis 1.024 MB Hauptspeicher.
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Normalerweise genügt für Büro-Software wie Microsoft Office, OpenOffice oder Corel WordPerfect Office ein PC mit 512 MByte Speicher. Zählt ihr euch aber zu den so genannten Heavy-Office-Usern und nutzt die meisten Anwendungen eines Office-Paketes gleichzeitig, sollte zum reibungslosen Arbeiten mindestens 1 GByte in eurem Rechner stecken.

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F.E.A.R.: Moderne Spiele laufen erst mit 1 bis 2 GByte Hauptspeicher richtig flüssig.
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Umsteiger von Windows XP auf Windows Vista sollten diesen Schritt nicht mit weniger als 1 GByte Hauptspeicher wagen. Wenn ihr auf diesen PC oder das Notebook beruflich angewiesen seid, empfehlen wir euch sogar 2 GByte - Zeit ist schließlich Geld.

Wer allerdings modernen und aufwändigen Spielen frönt, braucht für ein ruckelfreies Spielerlebnis mindestens 1, am besten jedoch 2 GByte Arbeitsspeicher. Besonders populäre 3D-Shooter, Rollen- und Strategiespiele wie F.E.A.R., Command & Conquer 3 oder World of Warcraft zählen zu diesen Speicherfressern.

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Adobe Photoshop CS3: Zur Bild- und Videobearbeitung braucht ihr so viel Hauptspeicher wie möglich.
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Professionelle Multimedia-Anwender wie Grafiker, Videokünstler oder Musiker können für ihre Anwendungen fast nie genug Speicher haben. Diese Software lotet immer den vom Betriebssystem vorgegebenen Grenzbereich aus. 2 bis 4 GByte sind für diese Anwender Pflicht.

Zählt ihr euch zu den Übertaktern, kommt es weniger auf die Menge als auf die Speicherqualität an. 1 bis 2 GByte mit überdurchschnittlich hohen Taktraten und niedrigen Latenzzeiten sollten es schon sein. Dieser Speichertyp ist allerdings der teuerste auf dem Markt.

Vorsicht Falle: Das müsst ihr wissen
Vor der Kür kommt bekanntlich die Pflicht - und die heißt in unserem Fall Speichertechnik. Wir erklären euch die aktuellen PC-Speichertypen und zeigen die Speichergrenzen von Betriebssystemen.

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Kleiner Unterschied: DDR- (oben) und DDR2-Speicherriegel (unten) haben eine leicht versetzte Kerbe in der Kontaktreihe.
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Der Name DDR rührt von der Arbeitsweise des Speichers her. Während der viel ältere SDR-Speicher (Single Data Rate) nur eine Information pro Takt übertragen konnte, sind es bei DDR (Double Data Rate) gleich zwei.

DDR und DDR2: Die Unterschiede

Aktuell gibt es für den PC zwei Speichertypen: DDR und seinen Nachfolger DDR2. Die beiden Standards unterscheiden sich im Prinzip durch eine versetzte Kerbe auf der Platine, die Pinnanzahl, Arbeitsweise, Speicherchipgröße und den Stromverbrauch. In der Performance gibt es bei gleich getakteten DDR- und DDR2-Speichern zwar messbare Unterschiede, in der Praxis bemerkt ihr davon aber nichts.

Im Gegensatz zu DDR-Riegeln benötigen DDR2-Module eine niedrigere Spannung und erzeugen somit auch weniger Abwärme. Zwei Gründe, weshalb der DDR2-Standard in Notebooks wesentlich früher Einzug gehalten hat als bei PCs.

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Unterschiede DDR zu DDR2 für PCs gemäß aktuellen Standards (Klicken um zu vergrößern).
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DDR- und DDR2-Speicher für Notebooks werden als SO-DIMM DDR / DDR2 bezeichnet und sind wesentlich kleiner als PC-Speichermodule. SO-DIMM DDR-Module besitzen 200 Kontakte während SO-DIMM DDR2-Platinen 200, 214 (Micro), 240 oder 244 (Mini) haben können. Ansonsten entsprechen sie im Wesentlichen den PC-Speichern. Diese Vielfältigkeit und die je nach Notebook-Hersteller unterschiedlichen Vorgaben machen eine Speicheraufrüstung bei Notebooks zu einem schwierigen Unterfangen. Ihr solltet diese Arbeit Fachleuten überlassen.

Standard sind derzeit DDR-Speicherriegel mit 400 MHz und DDR2-Modelle mit 667 und 800 MHz. Natürlich gibt es auch wesentlich schneller getaktete DDR- und DDR2-Speicherriegel, diese liegen jedoch außerhalb der Standards und werden nur von Übertaktern benötigt.

Gegen den Flaschenhals: Wenn der Chipsatz mit dem Speicher

Prozessor und Speicher sind über eine gemeinsame Schnittstelle verbunden. Für Intel-Prozessoren befindet sich diese im Chipsatz, bei AMD-Prozessoren direkt in der CPU. Sie wird mit einer vom Chipsatz- beziehungsweise CPU-Hersteller vorgegebenen Taktrate betrieben. Um keinen Flaschenhals zu erzeugen, sollte diese im optimalen Fall mit der des Speichers übereinstimmen.

Umrechnung von Taktrate zu Speicherbandbreite

Die Speichergeschwindigkeit wird oftmals in zwei Bezeichnungen ausgedrückt, beispielsweise DDR2-800 PC6400. Die "800" steht dabei für die effektive Taktrate von 800 MHz, über die Speicherinterface und -modul Daten miteinander austauschen. Der Zusatz PC6400 bedeutet, dass die maximale Speicherbandbreite 6,4 GByte/s beträgt.

Die Umrechnung von Speichertaktrate in -bandbreite ist ganz einfach. Bezogen auf unser obiges Beispiel multipliziert ihr die effektive Taktrate (800 MHz) mit der Bitbreite des Speichers (64) und teilt dann durch 8 (Umrechnung von Bit in Byte). Dann habt ihr die Speicherbandbreite in MByte/s: 6400 MByte/s.

Zurück geht's, in dem ihr einfach die Speicherbandbreite durch 8 teilt: 6400 / 8 = 800 MHz

Latenzzeiten: Wenn der Speicher Däumchen dreht

Hinter der Speichertaktrate oder Speicherbandbreite stehen bei guten Speichern weitere, mit Bindestrichen getrennte Zahlen. Diese so genannten Latenzzeiten geben die Wartezyklen für die Schreib- und Leseoperationen auf den Speicherchips an. Je niedriger diese sind, desto schneller und leistungsfähiger ist der Speicherriegel. Am wichtigsten ist dabei die erste Ziffer, die die Wartezeit zwischen dem Absenden und empfangen eines Lesekommandos darstellt (CAS-Latency). Manchmal wird sie auch explizit mit dem Kürzel "CL" angegeben, beispielsweise CL-5 oder CL5. Völlig normal sind CL-5-Speicher. Leistungsfähigere und teurere Module haben das Kürzel CL-4 oder CL-3.

Speicherlimits der Betriebssysteme

Jedes Betriebssystem kann nur eine bestimmte Menge an Arbeitsspeicher verwalten. Beim 32-Bit Windows XP und Vista liegt diese Grenze bei 4 GByte. Je nach Chipsatz bleiben davon aber effektiv nur etwa 3,5 oder 3,7 GByte übrig. Der Rest geht für die Systemverwaltung oder Videospeicher drauf. Die 64-Bit-Versionen von Windows XP und Vista können dagegen 16 Exabyte (16.000.000.000 GByte) Arbeitsspeicher verwalten. Aktuelle Desktop-Mainboards sind jedoch auf 8 GByte begrenzt.

So findet ihr den richtigen Speicher für euer Mainboard

Es ist nicht einfach, den optimalen Speicher für das eigene Mainboard. Wir haben euch darum ein paar Tipps, Tabellen und Tools zusammengestellt, die euch bei der Speicherwahl helfen.

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CPU-Z: Einfach den richtigen Chipsatz ermitteln.
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Da es vom Chipsatz auf eurem Mainboard abhängt, welchen Speicher euer PC benötigt, müsst ihr als erstes den Chipsatz- und idealerweise den gerade verwendeten Speichertyp ermitteln. Das geht am einfachsten mit dem kostenlosen Tool CPU-Z. Sein größerer und ebenso kostenloser Bruder PCWizard 2007 zeigt neben Chipsatz- und Speichertyp noch weitere nützliche Details ihres PCs an. Sobald ihr den Chipsatz-Typ ermittelt habt, könnt ihr aus unten stehender Tabelle den Speicher-Typ ersehen, den der Chipsatz maximal unterstützt.

Zum Download von CPU-Z

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PC Wizard: bietet noch weitere Informationen.
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Alternativ könnt ihr auch die Online-Datenbanken auf den Webseiten der größeren Speicherhersteller zu Rate ziehen. Diese sind meist aktuell und führen euch in wenigen Schritten zu den für euer Mainboard passenden Speicherbausteinen.

Zum Download von PC Wizard

Codes auf Speicherbausteinen entschlüsseln

Auf Qualitätsspeichern sind bereits alle Spezifikationen aufgedruckt. Allerdings ordnet diese jeder Hersteller anders an und verzichtet auch gern mal auf die eine oder andere Information. Hier die wichtigsten Erklärungen inklusive einer Beispielangabe:

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Richtig lesen: Alles Wissenswerte über euren Speicher findet ihr direkt auf dem Riegel.
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Speichertyp- und geschwindigkeit (DDR2-1000)

Diese Angabe besagt, dass es sich um einen DDR2-Speicher mit einer echten Taktrate von 500 MHz handelt. Bei DDR-/DDR2-Speicher wird diese auf die effektive Taktrate verdoppelt (1.000 MHz).

Speichergröße (2GB Kit)

Da aktuelle Chipsätze Speicher nur noch im Zweikanal-Betrieb (Dualchannel) ansprechen, verkaufen die meisten Hersteller den Speicher in so genannten Kits aus zwei identischen Bausteinen. In diesem Fall ein Kit aus 2 x 1 GByte-Modulen.

Speicherbandbreite (PC8000)
Diese Information bezieht sich auf die für diesen Speicher maximale Speicherbandbreite von 8.000 MByte/s. Das heisst, so viele MByte Daten können pro Sekunde vom Speicherbaustein abgerufen oder in ihn geschrieben werden. Sie errechnet sich wie folgt: Effektive Speichertaktrate (1.000 MHz) mal Bitbreite der Speicherchips (64) geteilt durch 8 (Umrechnung von Bit zu Byte).

Latenzzeiten (4-5-4-15)

Latenzzeiten geben die Wartezeiten zwischen verschiedenen Operationen auf dem Speicher an. Leider halten sich die Speicherhersteller nicht immer an die Schreibweise für diese Parameter. Es hat sich jedoch eingebürgert, das der erste und wichtigste Wert für die Zeit zwischen dem Absenden eines Lesekommandos und dem Datenempfang (CL - CAS Length) steht.

Wie schnell muss mein Speicher sein?

Über den Chipsatz sind alle Komponenten eines PCs oder Notebooks miteinander verbunden. Dieser gibt auch einen Grund- oder Referenztakt vor: FSB (Front side bus) bei Intel, Hypertransport bei AMD. An ihm orientieren sich beispielsweise der PCI-Bus, der Prozessor- und auch der Speichertakt. Die beste Performance erzielt ihr, wenn der Speicher synchron zum Grundtakt läuft.

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Speicher-Typen zu den gebräuchlichsten Chipsätzen (Klicken um zu vergrößern).
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Weil Intel in einem Takt vier Informationen überträgt, müsst ihr für die effektive FSB-Taktrate den echten FSB-Takt mit vier multiplizieren. Beispielsweise entspricht ein echter 200 MHz FSB einem effektiven FSB mit 800 MHz.

AMDs Athlon 64- und Sempron 64-Prozessoren besitzen eine integrierte Speicherschnittstelle, wodurch es in diesem Fall nicht auf den Chipsatz, sondern auf den Prozessor selbst ankommt. Die Berechnung ist allerdings kompliziert, weswegen wir es auf folgende handlichere Information herunter brechen: Standardmäßig arbeiten alle AMD Sockel 754- und 939-Prozessoren mit DDR400-Speicher, Sockel AM2-CPUs mit DDR2-800-Speicher.

Wer allerdings weiß, welcher Chipsatz auf seinem Mainboard Dienst tut, kann zur Ermittlung des optimalen Speichertyps einfach in der folgenden Tabelle nachsehen.

Tipps zum Einbau: Darauf müsst ihr achten
Habt ihr endlich den richtigen Speicher gekauft, gibt es vor dem Einbau noch ein paar Dinge zu beachten. Denn selbst wenn der PC mit dem Speicher startet, heißt es noch lange nicht, dass er auch im schnellsten Modus arbeitet.

Für eine höhere Speicherbandbreite versuchen moderne Chipsätze, immer zwei Speicherbänke parallel anzusteuern (Dualchannel-Betrieb). Klappt dies nicht, weil zum Beispiel nur ein Speicherbaustein vorhanden ist oder beide RAM-Riegel in der gleichen Bank stecken, fährt der PC zwar hoch, arbeitet aber nur im langsamen Singelchannel-Modus. Wenn ihr den PC startet, zeigt er dies beim Selbsttest (POST) durch ein "Dualchannel" oder "Singlechannel" bei den Speicherwerten an.

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Speicherbänke: Für den schnellen Dualchannel-Betrieb muss in jeder Bank ein Speicherriegel stecken.
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Auf die richtige Speicherslotbeschaltung achten

Für Dualchannel muss immer ein Speicherriegel in jeder Speicherbank stecken (Beschriftet mit Bank A/B oder Channel A/B). Bei besser ausgestatteten Boards besteht jede Bank aus zwei Speicherslots. Die richtigen Speicherslots müssen aber nicht immer gleichfarbig sein oder neben einander liegen. Für die richtige Bestückung der Speicherbänke schaut ihr am besten im Mainboardhandbuch nach. Falls dies nicht zur Hand ist, empfehlen wir euch, nach der Online-Ausgabe auf der Seite des Herstellers zu suchen. Manchmal sind die Angaben auch direkt auf das Mainboard aufgedruckt.

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Gleiche Speicherriegel: Um Fehlfunktionen vorzubeugen verwenden Sie immer gleiche Speicherbausteine.
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Gleiche Speicherriegel verwenden
Stellt euch die Speicherriegel wie zwei Pferde in einem Kutschengespann vor: Nur wenn beide im gleichem Takt laufen und gleichschnell auf die Anweisungen des Kutschers reagieren, fährt der Wagen vorwärts. Um nicht nach kurzer Zeit ein Pferd wegen Erschöpfung zu verlieren, muss der Fahrer das Tempo des schnelleren auf das des langsameren Tieres zügeln. Ähnlich verhält es sich bei den Speichern: Am besten harmonieren gleich große Speicherriegel mit gleichen Taktraten, Latenzzeiten und vom selben Hersteller. Unterschiedliche Bausteine können die Ursache für kaum nachvollziehbare Bluescreens und Systemfehler sein. Wir raten euch darum, Speicher immer im Kit zu kaufen.

Speicherbausteine einbauen - Schritt für Schritt
Keine Angst vorm Speichereinbau. Wir gehen ihn in einfach nachzuvollziehenden Schritten mit euch durch. Das Ganze dauert nur wenige Minuten.

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Schritt 1: Drückt die Plastiknasen an den Speichersockeln zur Seite.
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Die erste Regel vor dem Einbauen von Teilen in den PC ist immer: entladen. Erdet euch also durch einen kurzen Griff an einen Wasserhahn, Heizung oder ähnlich geerdetes Metall, um nicht durch statische Aufladung Bauteile zu beschädigen. Fachleute legen sich ein Erdungskabel ums Handgelenk. Das PC-Netzteil sollte zwar ausgeschaltet, aber nicht vom Netz getrennt sein. So bleibt der PC ebenfalls geerdet. Jetzt könnt ihr gefahrlos den Speicher einbauen.

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Schritt 2: Setzt die Speicherriegel richtig herum in die Sockel.
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Die Speicherbänke befinden sich neben dem Prozessorsockel und sind in der Regel weiß. Bei verspielteren Designs können sie auch zweifarbig sein. Identifiziert die für den Dualchannel-Betrieb nötigen Speichersockel und drückt deren seitliche Arreterierungsnasen nach außen. Wenn ihr alten gegen neuen Speicher austauscht, könnt ihr jetzt die Speicherbausteine herausziehen.

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Schritt 3: Drückt die Speicherbausteine mit etwas Kraft in die Slots bis die Haltenasen einschnappen.
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Achtet beim Einbau der neuen Speicherriegel auf die richtige Orientierung. In der Regel zeigen die Label mit den Speicherbausteindaten in Richtung Prozessor. Am wichtigsten ist aber, dass die Kerben in der Mitte der Speicherkontakte mit der Nase im Speichersockel übereinstimmen. Prüfet dies, bevor ihr den Baustein mit etwas Druck in den Sockel presst. Die Arretierungsnasen klappen dann zwar automatisch hoch, ihr solltet sie zur Sicherheit aber noch extra in die Kerben an der Seite des Speicherbausteins drücken - Fertig.

DDR2-Speicherkits im Test: Testsieger und Kauftipps
Nach der grauen Theorie lassen wir harte Fakten sprechen. Wir haben 60 DDR2-Speicherkits auf vier unterschiedlichen Plattformen getestet. Hier präsentieren wir euch die Empfehlungen und Kauftipps.

Auf dieser Seite haben wir euch die Testsieger und Empfehlungen aus 60 getesteten DDR2-Speicherkits zusammengefasst. Sie sind in je eine Gruppe mit 1 und 2 GByte Kits und diese wiederum in Geschwindigkeitsklassen eingeteilt.

2-GByte-Speicherkits DDR2 PC2-5300 und PC2-5400

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Geil 2x1GB PC2-5300 CL3: Ähnlich schnell wie PC2-6400-Kits.
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Testsieger: Geil 2x1GB PC2-5300 CL3 (GX22GB5300SDC)

Dieses DDR2-667-Speicherkit setzt sich wegen seiner durchwegs hohen Geschwindigkeit an die Spitze seiner Gruppe. Die von Geil angegebenen 3-4-4-8-Timings wurden zwar von allen Testmainboards nicht automatisch erkannt, doch dafür funktionieren sie mit den Einstellungen 5-5-5-15 anstandslos. In den Geschwindigkeits-Benchmarks konnte sich das Kit sogar ins untere Drittel der nächst höheren Klasse (PC2-6400) kämpfen.

Preis: etwa 110 Euro

Preisvergleich: Geil 2x1GB PC2-5300 CL3

Preistipp: Kingston ValueRAM 2GB PC2-5300 (KVR667D2N5K2/2G)

Wer ein sehr günstiges PC2-5300-Speicherkit mit stabilen Timings sucht, sollte sich das Kingston KVR667D2N5K2/2G holen. In unseren Tests erkannten alle Mainboards die Hersteller-Einstellungen des 2-GByte-Kits problemlos. Die Leistung ist befriedigend.

Preis: etwa 70 Euro

Preisvergleich: Kingston ValueRAM 2GB PC2-5300

Alternative zum Testsieger: Geil 2x1024MB PC2-5300 CL5 (GX22GB5300LDC)
Das GX22GB5300LDC-Kit kann mit dem Testsieger in Sachen Geschwindigkeit nicht ganz mithalten. Dafür ist es stabiler, läuft mit den vorgegebenen Timings und 10 Euro günstiger.

Preis: etwa 100 Euro

Preisvergleich: Geil 2x1024MB PC2-5300 CL5

2-GByte-Speicherkits DDR2 PC2-6400

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OCZ 2x1GB PC2-6400 CL4-4-4-15-1T Titanium EPP Ready: Testsieger bei PC2-6400-Kits.
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Testsieger: OCZ 2x1GB PC2-6400 CL4-4-4-15-1T Titanium EPP Ready (OCZ2T8002GK)
OCZ gibt bei diesem PC-6400-Kit aus der Titantium-Serie sportliche Timings (4-4-4-15) vor, die allerdings kein Mainboard in unserem Testparcour automatisch erkannte. Mit 5-5-5-15er Einstellungen liefen die Riegel dagegen bei einem Speichertakt von 800 MHz tadellos und mit hohem Datendurchsatz. Der Preis ist der Leistung angemessen.

Preis: etwa 150 Euro

Preisvergleich: OCZ 2x1GB PC2-6400 Titanium EPP Ready

Preistipp: GSkill 2x1024MB PC2-6400 CL5-5-5-15 (F2-6400CL5D-2GBNQ)

Den PC2-6400-Preistipp für 2-GByte-Kits liefert GSkill. Trotz des sehr günstigen Preises von 100 Euro liefen die beiden Speicherbausteine mit den Herstellervorgaben auf allen Mainboards einwandfrei und boten eine gute Leistung.

Preis: etwa 100 Euro

Preisvergleich: GSkill 2x1024MB PC2-6400

Alternative zum Testsieger: OCZ 2x1GB PC2-6400 CL3 FlexXLC (OCZ2FX800C32GK)

Nur geringfügig langsamer als der Testsieger ist dieses für Übertakter geeignete Speicherkit. Es besitzt einen aufwendigen Kühler, der zum Einbau in den Kühlkreislauf einer Wasserkühlung gedacht ist.

Preis: etwa 230 Euro

Preisvergleich: OCZ 2x1GB PC2-6400

2-GByte-Speicherkits DDR2 PC2-8000 und schneller

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Geil DDR2 Ultra 2x1GB PC2-9280: Extrem schneller und teurer Übertackterspeicher.
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Testsieger: Geil DDR2 Ultra 2x1GB PC2-9280 (GX22GB9280PDC)
Geil holt sich mit diesen Speichermodulen den Sieg in seiner Gruppe und im gesamten Speichervergleich. Der Hersteller spezifiziert sie mit einem extrem hohen Speichertakt von 1.160 MHz und 4-4-4-12-Timings. Zwar lief keines der Testboards automatisch mit diesen Einstellungen, aber auch mit den erkannten Einstellungen 800 MHz und 5-5-5-18 zog das Duett an der ganzen Konkurrenz vorbei. Den sündhaften teuren Speicher brauchen allerdings nur Extremübertakter.

Preis: etwa 580 Euro

Preisvergleich: Geil DDR2 Ultra 2x1GB PC2-9280

Preistipp: OCZ Performance SLI Ready EPP (OCZ2N1066SR2GK)
Selbst bei diesem günstigen High-End-Speicher sind 170 Euro fällig, was aber angesichts der Preise der Konkurrenten immer noch ein Schnäppchen ist. Die Herstellervorgaben von 1.066 MHz und die Latenzzeiten (5-5-5-15) erkannte nur das EVGA-Board mit nForce 680i-Chipsatz korrekt. Alle anderen übernahmen zwar brav die Timings, reduzierten aber den Speichertakt auf 800 MHz.

Preis: etwa 170 Euro

Preisvergleich: OCZ Performance SLI Ready EPP

Alternative zum Testsieger: Corsair Dominator XMS2-9136 (TWIN2X2048-9136C5D)
Corsairs Dominator XMS2-9136 sind insgesamt nur etwas langsamer, als der Testsieger von OCZ, doch dafür um 180 Euro günstiger. Ausserdem erkennt das EVGA-Board mit nForce 680i-Chipsatz die Herstellervorgaben korrekt. Auf den anderen Plattformen wurde das Speicherkit automatisch mit 667 MHz beziehungsweise 800 MHz betrieben.

Preis: etwa 400 Euro

Preisvergleich: Corsair Dominator XMS2-9136

1-GByte-Kits DDR2 PC2-4200 bis PC2-5400

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Geil 1GB PC2-5300 CL3: Schneller als die PC2-5400-Kits in seiner Gruppe.
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Testsieger: Geil 1GB PC2-5300 CL3 (GX21GB5300SDC)
Das 1 GByte Kit von Speicherhersteller Geil überholt in der Leistung sogar die PC2-5400-Speicher in der gleichen Gruppe. Es taktet mit 667 MHz und besitzt die Hersteller-Timings 3-4-4-8. Diese wurden im Test von allen Plattformen ignoriert. Stattdessen steuerten sie die Module mit stabilen 5-5-5-15 an. Für die gebotene Leistung ist der Preis sehr attraktiv.

Preis: etwa 60 Euro

Preisvergleich: Geil 1GB PC2-5300 CL3

Preistipp: Kingston ValueRAM 1GB PC2-5300 (KVR667D2N5K2/1G)

Das Speicherkit mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis in dieser Gruppe und im ganzen Vergleichstest kostet lediglich 40 Euro. Dafür gibt's 1 GByte PC2-5300-RAM mit befriedigender Leistung aber sehr hoher Kompatibilität. Auf unseren vier Testplattformen funktionierte das Kit fehlerfrei. Ideal für moderne und günstige Standard-PCs.

Preis: etwa 40 Euro

Preisvergleich: Kingston ValueRAM 1GB PC2-5300

Alternative zum Testsieger: Geil 2x512MB PC2-5300 CL5 (GX21GB5300LDC)

Dieses Kit kostet ebenso viel wie der Testsieger dieser Gruppe, besitzt aber die wesentlich kompatibleren Settings. Dafür müssen Sie allerdings mit der niedrigeren Geschwindigkeit auskommen.

Preis: etwa 60 Euro

Preisvergleich: Geil 2x512MB PC2-5300 CL5

1-GByte-Kits DDR2 PC2-6400 und schneller

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Patriot 2x512MB PC2-8000 CL4: Arbeitet effektiv mit 1.000 MHz Speichertakt.
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Testsieger: Patriot 2x512MB PC2-8000 CL4 (PDC21G8000+XBLK)
Den Testsieg unter den 1-GByte-Kits sackt das Patriot 2x512MB PC2-8000 CL4 ein. Der Hersteller spezifiziert die Module mit 1.000 MHz Speichertakt und den Timings 4-4-4-12. Unsere Testplattformen betrieben sie automatisch mit 800 MHz und 5-5-5-15/16, was in dieser Speichertypgruppe immer noch locker für den Sieg reicht. Der Preis ist allerdings unangebracht hoch.

Preis: etwa 270 Euro

Preistipp: Geil 2x512MB PC2-6400 CL5 (GX21GB6400DC)
Dieses 1-GByte-Kit liefert gute Leistung und hohe Kompatibilität zu einem sehr attraktiven Preis. Es eignet sich gut für Standard-PC-Systeme die DDR2-800-Speicher unterstützen.

Preis: etwa 60 Euro

Preisvergleich: Geil 2x512MB PC2-6400 CL5

Alternative zum Testsieger: OCZ 2x512MB PC2-6400 CL4 ATI Crossfire Edition (OCZ2A8001GK)

Wem auch DDR2-800-Speicher genügt, greift zu diesem flotten 1-GByte-Kit. OCZ hat es von ATI für Crossfire-Systeme (PCs mit zwei ATI Radeon-Grafikkarten im Parallelbetrieb) zertifizieren lassen, wodurch sie mit unter für diesen Zweck besonders geeignet sind. Zudem kostet das Kit nur knapp ein Drittel des Testsiegers.

Preis: etwa 100 Euro

So haben wir getestet
Bei allen Modulen haben wir die Transferrate und Kompatibilität auf je einem Mainboard mit den Chipsätzen AMD 580X, nVidia nForce 570 und 680i sowie Intel 965 getestet. Dabei müssen die Speicherriegel auf jeder Plattform acht spezielle Speicher-Benchmarks absolvieren. Die gewichteten Ergebnisse der Leistungsmessung fließen pro Mainboard zu je 25 Prozent in die Geschwindigkeitswertung ein. Bei Komplikationen gibt es Abzüge in der Kompatibilitätsnote. Diese ergibt sich aus der korrekten Erkennung der Speicher-Spezifikation durch die Mainboards und eventuellen Ausfällen auf einzelnen Plattformen. Die Gesamtwertung setzt sich aus 70 Prozent Geschwindigkeit und 30 Prozent Kompatibilität zusammen.

Fazit: Speicher aufrüsten lohnt sich

Egal ob ihr einen schnelleren Speicher einbaut oder das Speichervolumen erhöht, es lohnt sich. Vorausgesetzt, ihr haltet euch an unsere Tipps, denn sehr teurer oder sehr viel Speicher muss nicht gleichbedeutend mit sehr viel Leistung sein.

Wer weniger als 1 GByte Speicher in seinem Rechner stecken hat, sollte in erster Linie die Speichermenge auf 1 oder 2 GByte erhöhen. Der Geschwindigkeitszuwachs ist deutlich spürbar. Alle anderen sollten prüfen, ob sie mit mehr oder schnellerem Speicher ihren Anwendungen Beine machen können.

Vor dem Kauf Bescheid wissen

Bevor ihr aber in den nächsten Shop stürzt, um neuen Speicher für euer Mainboard zu kaufen, solltet ihr euch gut informieren. Mit den richtigen Tools findet ihr ganz einfach heraus, welcher Speicher sich in eurem Rechner befindet. Jetzt müsst ihr noch klären, welcher Speicher es in Zukunft sein soll. Anschließend empfehlen wir euch, einen Blick in unsere Empfehlungen und Kauftipps für DDR2-Speicherkits zu werfen.

Wenn ihr dann noch unsere Praxistipps und die Einbauanleitung für den Speicher beachtet, könnt ihr den Arbeitsspeicher eures PCs ganz fachmännisch aufrüsten.

DDR3: Die nächste Speicher-Generation steht schon vor der Tür
Ein wichtiger Grund für den Verfall der DDR2-Speicherpreise sind die demnächst erscheinenden PC-Chipsätze mit DDR3-Unterstützung - allen voran Intels P35-Chipsatz (Codename Bearlake).

Die Vorteile des DDR2-Nachfolgers sind spezifizierte Taktraten von bis zu 1,6 GHz (DDR3-1600), die niedrigere Spannung von nur noch 1,5 Volt, ein gegenüber DDR2 doppelt so schneller Ein-/Ausgangspuffer (8-fach Prefetch) und Speicherchips mit einer Kapazität von 512 MBit bis 8 GBit. Bei einer herkömmlichen Bestückung mit 16 Chips lassen sich somit Strom sparendere und schnellere Speicherriegel mit bis zu 16 GByte fertigen.

Der Nachteil: Die Latenzzeiten steigen auf knapp das Doppelte (CL9). Der Leistungsgewinn wird damit in der DDR3-Anfangszeit gering ausfallen und erst mit höheren Taktraten Anfang 2008 spürbar werden. Es lohnt sich also trotzdem, den Arbeitsspeicher jetzt noch aufzurüsten.