Oculus-Gründer und Oculus-Rift-Erfinder Palmer Luckey wurde als Trump-Unterstützer geoutet. Weitaus schlimmer wiegt aber sein Gebaren. Und das hat Auswirkungen auf das Tochterunternehmen von Facebook.

Oculus Rift - Oculus' Palmer Luckey unterstützt Trump: Entwickler springen ab

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Bisher war der 24-jährige Palmer Luckey nur als etwas verschrobener Gründer von Oculus und Erfinder der VR-Brille Oculus Rift bekannt. Sein Unternehmen verkaufte er 2014 für sagenhafte zwei Milliarden Dollar an Facebook. Sein Privatvermögen wird mittlerweile auf rund 700 Millionen Dollar geschätzt, der Mann hat ausgesorgt. Im Grunde könnte er sich einfach zurücklehnen und das Leben genießen. Doch stattdessen fällt er immer mehr durch Negativschlagzeilen auf.

Die jüngste Geschichte dürfte aber nicht nur sein Ansehen ankratzen, sondern auch die Reputation von Oculus Rift, denn wie nun herauskam, ist Palmer Luckey ein Unterstützer von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump.

So weit, so gut, möchte man meinen, immerhin herrscht vermeintliche Demokratie und jeder darf unterstützen, wen er will. Allerdings ist es eher die Art und Weise, wie Luckey Trump unterstützt hat, und vor allem aber auch sein prätentiöses wie anonymes Auftreten auf Reddit, wo er um Spenden für Nimble America bat. Das Problem hierbei: Nimble America ist eine Pro-Trump-Organisation, die Gegenkandidatin Hillary Clinton durch bösartige Memes zu diffamieren versucht - und Luckey ist auch noch der Vizepräsident der Organisation.

Was aber fast noch schwerer wiegt ist Luckeys Gebaren in der vermeintlichen Anonymität als "Nimble Rich Man": Sich selbst bezeichnet er als Mitglied der 0,001 Prozent von Amerikas Elite, als jemand, der mit nichts anfing und sich bis an die Spitze arbeitete. Dabei wuchs er in einem gutsituierten Haushalt auf, und die meiste Arbeit an Oculus Rift verrichtete Programmier-Legende John Carmack. Neben ziemlich viel sexistischen Vergleichen prahlt er mit seinem Privatjet und nennt die Kritiker Trumps und Männern wie ihn Neider, "die es nicht ertragen können, erfolgreiche Menschen wie ihn zu sehen, die stolz auf ihren Erfolg sind".

Entwickler ziehen Oculus-Unterstützung zurück

Die Reaktion von Seiten der Entwickler ließ nicht lange auf sich warten: Die Superhypecube-Entwickler Kokoromi und Polytron haben bereits angekündigt, dass sie den Oculus-Support einstellen werden. Auch Tomorrow Today Labs und Scruta Games werden den Oculus-Support auf Eis legen.

"Solange Palmer Luckey nicht zurücktritt, werden wir den Oculus-Support bei unseren Spielen bis auf Weiteres einstellen. Es geht dabei nicht um Politik", so Scruta Games über Twitter. "Es geht darum, dass der Kopf eines Unternehmens rassistische Trolle finanziell unterstützt. Wählen darf er, wen er will."

Bleibt nur die Frage, was Luckey-Oberboss Mark Zuckerberg dazu sagt, er unterstützt immerhin Clinton. Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz hat sogar 20 Millionen Dollar für Clintons Kampagne gespendet.

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