Bislang hatte sich Oculus VRs Chief Technology Officer John Carmack noch nicht öffentlich zum Aufkauf des VR-Headset-Herstellers durch Facebook geäußert. Doch nun teilte er seine Gedanken über Twitter mit. Zudem verlangen einige Kickstarter-Backer ihr Geld zurück.

Oculus Rift - John Carmack spricht über den Deal, Kickstarter-Backer wollen ihr Geld zurück

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuOculus Rift
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 3/41/4
Viele Kickstarter-Backer sehen im Verkauf einen Betrug an ihnen
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Entwickler-Legende John Carmack kehrte id Software den Rücken, als er mit seinem Vorschlag, Oculus Rift mit künftigen Spielen zu unterstützen, lediglich auf taube Ohren bei der Führungsspitze von Bethesda Softworks stieß.

Da dürfte es für viele interessant sein, zu hören, was er über den Aufkauf Oculus VRs durch Facebook zu sagen hat. Mittlerweile sind einige Tage ins Land gezogen und Carmack hat sich nun endlich dazu geäußert.

"Alle hatten nun einige Zeit, um den Facebook-Deal zu verdauen. ich denke, es wird positiv werden, aber offensichtlich widersprechen da viele", so Carmack. "Viel vom Lärm ist emotional oder gruppenbedingt, aber ich interessiere mich für nachvollziehbare Standpunkte mit objektiver Betrachtung."

Er glaube nicht, dass sich Facebook allzu sehr in das Geschäft von Oculus VR einmischen werde. Lediglich im Falle von großen Problemen etwa, wünsche er sich sogar das Eingreifen der Facebook-Leitung. Carmack ist sich sicher, dass Facebook positive Auswirkungen haben werde, beispielsweise durch gute Beratung.

Dieser positiven Meinung Carmacks dürften einige Kickstarter-Backer wohl nicht sein. Um die Entwicklung an Oculus Rift zu starten, hatte Oculus VR eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne durchgeführt, bei der dank 9522 Backer rund 2,4 Millionen Dollar eingesammelt werden konnte.

Und nicht wenige dieser Kickstarter-Backer fühlen sich nun durch Oculus VR verraten. Die Konsequenz daraus: Viele wollen ihr Geld zurück. So fragt einer auf Kickstarter, wie er wieder an seine 300 Dollar komme. "Ich bin nicht damit einverstanden, dass mein Geld für Technologie ausgegeben wird, die in die Hände von Facebook fällt."

Ein anderer Backer, der ebenfalls 300 Dollar investiert hat, wünscht sich jetzt nach dem Kauf durch Facebook, dass er sich lieber ein paar Anteile an Oculus VR gekauft hätte. Backer drew Madsen brachte dann auf den Punkt, was sich wohl viele der Backer denken dürften, die ihr Geld zurückverlangen.

"Ich habe dieses Konzept unterstützt in der Hoffnung, dass sie damit etwas Wundervolles kreieren. Traurigerweise ist alles, was sie getan haben, sich wundervoll reich zu machen."

Einige der Backer verlangen gar einen Anteil an den 2 Milliarden Dollar, die Facebook für Oculus VR auf den Tisch gelegt hat. Allerdings dürften sie mit ihrer Forderung keinen Erfolg haben - ein Anteil an einem eventuellen Verkauf war leider kein Meilenstein der Kickstarter-Kampagne.

Aber wer will schon Oculus Rift? Der Power Mitt Oven Glove ist der neueste Schrei!

Ein weiteres Video