Was fehlt, wenn ich durch 3D-Welten streife und beispielsweise die schneebedeckten Berge von Skyrim erkunde? Richtig! Die Tiefe des Raums. nVidias 3D-Vision kann diese zwar auch nicht per Fingerschnippen zur Wirklichkeit werden lassen, dafür aber wunderbar simulieren. So soll Gaming in 3D und damit in völlig neuen Dimensionen möglich sein.

Damit wir uns das einmal richtig anschauen konnten, lies uns nVidia das Gaming-Notebook Alienware M17x zukommen, das in Kombination mit einer Shutterbrille zocken auf einem ganz neuen Level ermöglicht.

nVidia 3D Vision 2 - Die nächste Generation 3D-Gaming im Testlabor

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Das Notebook für Zocker: Der Alienware M17x.
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Alienwares starke Kampfmaschine beinhaltet einen Intel Core i7 Processor 2860QM (2.50 Ghz, 8MB, 4C) und eine Single NVIDIA GeForce GTX 580M. In Kombination mit der abgehobenen Performance des außerirdischen Notebooks und seinem 17-Zoll-Displays ist der Traum vom Zocken in 3D zur Wirklichkeit geworden.

Aber will man das überhaupt? Noch vor wenigen Monaten sah 3D-Gaming in den meisten Bereichen nämlich nicht so schön aus. Da saß man dann mit der Shutterbrille vor dem Spiel (Two Worlds 2: Pirates of the Flying Fortress war so ein Kandidat) und dachte sich: „Bitte was!?“ Das waren diese Momente, in denen klar wurde, dass einige Titel erst im Nachhinein für 3D optimiert worden sind. Und von Optimieren kann kaum die Rede sein. Verschwommene Texturen, eine unterirdische Videografik, die mit vieräugigen Charakteren und durchsichtigen Körpern aufwartete... Nichts, was den Spielspaß in positive Bereiche treibt.

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Skyrim in 3D? Kein Problem!
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Doch oh Wunder: Scheinbar haben sich einige Entwickler zu Herzen genommen, dass es Probleme mit diesen „dritten Dimensionen“ gab. Zum Testen haben wir L.A. Noire und The Elder Scrolls 5: Skyrim mal genauer unter die Lupe genommen, und auch wenn die Kombination aus 3D-Brille und gleichzeitig aufgesetzte Kopfhörer niemandem zu empfehlen ist, konnte sich das Ergebnis doch sehen lassen.

Zum einen hat man das Gefühl wirklicher Spieltiefe. Es kommt ein Gespür für Entfernung auf und Figuren wirken teilweise so, als würden sie im Vordergrund, direkt vor einem stehen. Auf der anderen Seite merzt die neue 3D-Vision 2 ein Problem (nicht gänzlich) aus, dass viele Gamer vor dem Kauf von 3D-Technologie abgeschreckt hat.

Gleichsam war es früher nicht möglich, auf allen Flachbildschirmen 3D zu zocken. Lediglich die Größen 22, 23 und 24 Zoll standen dafür zur Verfügung. Dass es auch anders geht, bewies uns der 17-Zoller von Alienware, in Verbindung mit der leistungsstarken Grafikkarte von nVidia. So war es selbst auf einem Notebook möglich, in 3D durch die Welten von The Elder Scrolls zu wandern oder in L.A. Verbrechen zu untersuchen.

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Selbst 3D-Gegnern blieb nicht viel zum motzen übrig.
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Was am meisten auffiel, ist, dass der 3D-Effekt seit 3D Vision 2 deutlich besser zu erkennen ist. Wie nVidia versprochen hat, sind die räumlichen Bilder deutlich schärfer im Vergleich zu der Vorgängerversion. Dank 3D-LightBoost-Technologie leuchten die 3D-Bilder auch heller und die neue Shutterbrille hat zudem größere Gläser, die das Sichtfeld des Nutzers deutlich erhöhen.

Alles in allem kann man also sagen, dass 3D sich dank nVidia auf einem guten Kurs befindet. Bild und Bewegungen sehen viel schöner aus und die negativen Effekte, wie tränende Augen und Kopfschmerzen, fallen deutlich geringer aus.

Die Frage, ob 3D in der Gamingszene nützlich ist oder nicht, lässt sich dadurch aber wohl kaum beantworten. Das muss jeder für sich selber entscheiden. Fakt ist jedoch, dass es nun einige Punkte weniger gibt, die gegen die Nutzung solcher Shutterbrillen sprechen, und ein paar wenige Punkte mehr, die diese Option unterstützen.

Zwar hat nVidia das 3D-Gaming nicht neu erfunden, sondern lediglich die vorhandene Technologie weiterentwickelt, doch tat man dies sehr konsequent und hörte dabei offenbar auf die Kritik der Endverbraucher. Die Brillen wurden auf die Bedürfnisse der Nutzer angepasst und dank Lightboost-Technik wird die Bildqualität gegenüber alternativen Polfilter-Techniken stark verbessert. Wenn weiterhin so hochkarätige Spiele wie Skyrim und L.A. Noire von nVidia unterstützt werden, spricht viel für die Anschaffung solcher Technologie. Sofern man der Technik an sich überhaupt etwas abgewinnen kann...