Chiphersteller Nvidia hat finanziell weiter Grund zur Freude. Auch im dritten Finanzquartal 2012, welches bereits am 31. Oktober 2011 endete, konnte man Umsatz und Gewinn steigern. Dies gab die Firma am Donnerstagabend bekannt. Sowohl gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr, als auch gegenüber den letzten Quartalen konnte man seine Umsätze und den Gewinn steigern. Während das Desktopgeschäft mit diskreten Grafikchips zulegen konnte, verlor Nvidia im mobilen Sektor an Boden.

NVIDIA - Desktop-Grafikchips hui, Notebook eher pfui

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Insgesamt legte der Umsatz im Vergleich zum vorangegangen Quartal nach Steuern um 4,9 Prozent auf 1,07 Milliarden US-Dollar zu. Damit wuchs der Umsatz im fünften Quartal in Folge. Auch die Marge verbesserte sich dank stärkerer Nachfrage nach Quadro- und High-End-Grafikarten von 51,7 auf 52,2 Prozent.

Damit erzielte Nvidia im dritten Quartal 2011 einen Nettogewinn von 178,3 Millionen US-Dollar; eine Steigerung um fast 27 Millionen gegenüber dem letzten Quartal und mehr als doppelt so viel wie im gleichen Quartal des Vorjahres. Den größten Teil am Umsatz besitzen auch weiterhin die Grafikkerne für Desktop und Notebooks, gefolgt von Produkten für den professionellen Bereich und den Chips in Consumerprodukten.

Problematisch verläuft bei Nvidia derzeit nur das Geschäft mit Grafikchips im Notebookbereich und den eigenen Chipsätzen. Während die Umsätze bei den GPUs für den Desktop um 23 Prozent zulegten, fraß der gleichzeitige Einbruch bei den mobilen Chips die Steigerung im GPU-Bereich fast völlig auf.

Laut Nvidia liegt dies zum einen an den Marktanteilen, die Intel derzeit an AMD verliert. Sowohl Nvidia-Chipsätze als auch -Grafikchips, werden fast ausschließlich mit Intel-Chips kombiniert, weshalb hier eine Verschiebung zugunsten von AMD-CPUs Nvidia besonders betrifft. Zum anderen sei man bei Apple im aktuellen Produktzyklus derzeit komplett außen vor.

Doch dank diverser bereits erschienener und kommender Spiele-Blockbuster, konnte Nvidia zumindest deutlich mehr Desktop-Chips absetzen. Ebenso verlief das Geschäft mit Quadro- und Tesla-Produkten außerordentlich gut. Sowohl die Nachfrage der auf Fermi basierenden Produkte, als auch die steigende Nachfrage in Wachstumsmärkten wie China, Brasilien, Indien und Russland trugen dazu bei.

Auch bei den Produkten für den Consumerbereich konnte man sich vor allem dank des kommenden Tegra-3-Chips für Smartphones und Tablets deutlich steigern. Daneben sorgte das Konsolengeschäft, dank des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts, für mehr Einnahmen.

Für das vierte Finanzquartal erwartet Nvidia eine Stagnation bei Umsatz und Gewinn, erhofft sich aber eine starke Performance von Tegra 3 für das kommende Jahr.