Die Computer-Klasse, welche auf den Namen "Netbook" getauft wurde, sollte dank handlichen Notebooks zum Surfen unterwegs dienen und in diesem Anwendungsbereich den Markt dominieren. Starken Gegenwind bekamen die kleinen Rechner allerdings am 28. Mai 2010 von Apples flachem Tablet-Computer iPad, welcher eine neue Geräteklasse zum mobilen Surfen ins Leben rief.

Innerhalb des vergangenen Jahres wuchs der vorerst noch recht übersichtliche Tablet-Markt rasant an, was dem Erfolg der kleinen Netbooks nicht zu Gute kommen sollte. So wurden bereits Ende November diesen Jahres Gerüchte über den koreanischen Hersteller Samsung laut, welche besagten, dass das Unternehmen für 2012 die 10 Zoll großen Laptops aus dem Sortiment nehmen wolle.

Dieser Strategie möchte sich einer Meldung von CNet zufolge nun auch Dell anschließen. Wie Matthew Hutchison, Pressesprecher von Dell, berichtet, werde man künftig aber nicht völlig aus dem Markt der kleinen Notebooks aussteigen.

Allerdings plane man, auf Modelle mit deutlich mehr Leistung als die eines üblichen Netbooks zu setzen. Der Fokus soll dabei insbesondere auf die XPS-Reihe gerichtet sein, welche durch ihre kleinen Geräte, wie beispielsweise dem Dell XPS 14Z (im Hardwareluxx-Test) zu überzeugen weiß.

Einen nicht ganz unwesentlichen Teil trugen sicherlich auch Intels Ultrabooks zum Aussterben der Netbooks bei. So brachte der Chip-Hersteller mit der aktuell noch hochpreisigen Geräteklasse, welche an das MacBook Air von Apple erinnern ließ, kleine und gut verarbeitete Geräte, welche den Netbooks schnell überlegen waren. Der für 2012 erwartete Preisfall bei der Ultrabook-Klasse sollte den Absatzzahlen von Netbooks dann einen weiteren Dämpfer versetzen.