Als Nintendo vor einigen Stunden den 2DS ankündigte, war die Überraschung groß. Design und Nutzen erschlossen sich nicht gleich jedem. Wer sollte diesen Handheld kaufen? 5- bis 6-Jährige, wenn es nach Nintendo of Americas President Reggie Fils-Aime ginge.

Nintendo - Zielgruppe des 2DS sind 5- bis 6-jährige Kinder, nur ein großer Bildschirm statt zwei

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Klobig, nicht mehr umklappbar, wer sollte so einen 3-D... pardon, 2DS kaufen, bei dem auch noch das herausragende Feature der bisherigen 3DS-Varianten, die 3-D-Möglichkeit, fehlt?

"Stellt euch einen Standard-3DS vor, den man komplett aufgeklappt hat und bei dem der 3-D-Regler ganz nach unten geschoben wurde," so Fils-Aime zu IGN. "Alles andere ist auch in diesem System."

Naja, nicht ganz, schaut man sich die Vergleichstabelle an, die Nintendo zur Verfügung gestellt hat, so erkennt man, dass die Unterschiede nicht nur im Design vorhanden sind.

Ganz offensichtlich fehlt schon mal die Möglichkeit, 3-D-Bilder darzustellen. Zwar kann auch der 2DS 3-D-Bilder schießen, die notwendigen zwei Kameras sind auch hier verbaut, anschauen kann man sich diese anschließend allerdings nicht. Dazu müssten sie erst auf einen 3DS transferiert werden. Zudem fehlen die Stereo-Lautsprecher. Der 2DS kann lediglich Mono ausgeben. Über Kopfhörer erhält man aber auch hier wieder Stereo-Ton.

Der 2DS ist mit 260 Gramm zwar leicht schwerer als der normale 3DS mit 235 Gramm, aber um einiges leichter als der 3DS XL mit 336 Gramm.

Während die 3DS-Varianten per Zuklappen in den Standby-Modus versetzt werden können, muss hierzu beim 2DS auf einen speziellen Knopf zurückgegriffen werden, was natürlich mangels fehlender Klappmöglichkeit auch nicht weiter verwundert. Allerdings verfügt der 2DS auch nicht über einen Energiesparmodus.

Die Ladezeit beträgt wie auch bei den anderen 3DS rund 3,5 Stunden. Danach bewegt sich der 2DS in Sachen Akku-Laufzeit zwischen dem 3DS und dem 3DS XL. Ähnlich dem 3DS XL verfügt auch der 2DS über eine 4-GB-SD-Card.

Da der 2DS nicht zugeklappt werden kann, dürften auch die Maße weniger verwundern. So besitzt er eine Höhe von 127 mm, eine Breite von 144 mm und eine Tiefe von 20,3 mm.

Da diese Variante nicht umgeklappt werden kann, handelt es sich bei den beiden Bildschirmen im Grunde auch nur um einen einzigen Touchscreen, das quasi durch die Hülle in zwei Bereiche und somit in zwei Bildschirme aufgeteilt wird, während der obere Bereich zusätzlich durch eine Plastikschicht abgedeckt wird. Dies war notwendig, um die hohen Kosten zweier separater Bildschirme einzudämmen.

Während der 3DS wegen der 3-D-Möglichkeiten ab 7 Jahren empfohlen wird, hat sich Nintendo immer Gedanken darüber gemacht, wie man die Zielgruppe der 5- bis 6-Jährigen am besten anpeilen könne.

"Wir haben immer darüber nachgedacht, wie wir sie als Zielgruppe anpeilen sollten", so Fils-Aime. "Und das hat die Idee zum 2DS sicherlich mit angetrieben."

Zusammen mit dem günstigeren Preis von 129,99 Dollar dürfte der offenbar auch robustere 2DS tatsächlich die angepeilte Zielgruppe ansprechen und das passende Geschenk für kleine Zocker und Einsteiger sein. Clever von Nintendo: Der 2DS erscheint am 12. Oktober zeitgleich mit Pokémon X & Y.

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Der Nintendo 2DS ist...

  • 55%ein schlechter Scherz
  • 29%gar keine so üble Idee
  • 15%ein cleverer Schachzug
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