Giantbomb verglich in einer witzigen Gegenüberstellung die Charaktere aus Game of Thrones mit Konsolen. Nintendos Wii U wurde dabei mit dem weißen Wanderer gleichgesetzt, sprich: von allen vergessen. Doch Nintendos CEO Satoru Iwata gab sich auf der B Dash Camp Osaka 2013 zuversichtlich.

Nintendo - Satoru Iwata: Nintendo fürchtet keinen Misserfolg

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Glaubt an Nintendos Zukunft
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Fehlschläge gehören nach den Worten des jüngst verstorbenen Ex-CEO Hiroshi Yamauchi nun mal dazu. "Wenn wir über Nintendo sprechen, dürfen wir auch nicht Hiroshi Yamauchi vergessen, der kürzlich verstorben ist. Er hat immer gesagt, dass man sich nicht allzu sehr sorgen müsse, wenn man mal versagt. Man hat immer gute und auch schlechte Dinge, und das reflektiert auch die Geschichte Nintendos", so Iwata.

Nintendo habe auch schon immer einen anderen Weg beschritten als die Konkurrenz. "Wenn man dasselbe wie die anderen macht, wird das einen auf Dauer auslaugen. Nintendo ist nicht gut darin, mit anderen zu konkurrieren, daher müssen wir den Status quo immer damit anfechten, dass wir Neues erfinden, statt in einem existierenden Markt anzutreten. Das nennt sich Blue-Ocean-Strategie - nach etwas zu suchen, an dem noch niemand arbeitet. Als wir den Nintendo DS kreierten, sagten uns die Leute, dass es seltsam wäre, ein Dual-Display zu haben, und die Leute sagten, Senioren würden nicht spielen. Aber sie tun es. Neue Wege zu beschreiten ist noch immer am interessantesten."

Ein weiteres Beispiel sei der immense Erfolg mit der Pokemon-Reihe. Die Prognosen waren schlecht, Amerika würde niemals kleine, niedliche Monster akzeptieren. Manch einer empfahl sogar, Pikachu muskulöser zu gestalten. Doch Nintendo blieb auf Kurs und der Rest ist (Erfolgs-)Geschichte. Selbst als Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging ein Riesenhit in Japan wurde, wollte niemand auf Iwata hören, als er vorschlug, das Spiel weltweit zu veröffentlichen. Am Ende verkaufte sich das Spiel in Europa am meisten.

Es sei nicht wichtig, up to date zu sein, sondern zufriedene, motivierte Mitarbeiter zu haben. "Es ist leicht für unsere Mitarbeiter, die Früchte ihrer Arbeit zu sehen. Und wenn unsere Mitarbeiter begeistert sind, nun, das ist dann der bestmögliche Zustand eines Unternehmens."

Erst im Juli teilte Iwata bei einem Investorentreffen mit, dass Entlassungen nur eine kurzfristige Lösung darstellen würden und er auch der Auffassung sei, dass Mitarbeiter, die sich davor fürchten müssten, entlassen zu werden, unproduktiv und unmotiviert seien. Daher würde Nintendo von Entlassungen absehen.

Iwata glaube auch nicht daran, dass sich Nintendo schließlich wie der einstige Konkurrent Sega verhalten werde und seine Hardware-Sparte aufgeben und in Zukunft nur noch Software entwickeln würde. "Niemand kann die Zukunft vorhersagen, aber ich glaube nicht, dass dies mit Nintendo geschehen wird."