Zu Nintendos kommenden NX-Projekt sind viele neue Gerüchte gestreut worden, die interessante Details beinhalten. So soll es sich bei NX nicht etwa um eine Hardware handeln, sondern um eine Plattform mit mehreren Hardware.

Nintendo NX - Neue Gerüchte zu NX: Crossplay, Mehrere Hardware und Handheld stärker als PS Vita

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Stellt Nintendo die eigene Welt auf den Kopf?
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Bislang deuteten alle Hinweise darauf, dass es sich bei Nintendo NX um eine neue Konsole des Traditionsherstellers aus Kyoto handelt. Auch die erst kürzlich geleakten Patentanträge bestärken diese Annahme. Mehr noch: sie verstärkten das Gerücht, dass es sich bei Nintendo NX um einen Konsole-/Handheld-Hybrid handeln könnte. Doch nun sind eine Menge neuer Gerüchte aufgetaucht, die ein angeblicher Mitarbeiter bzw. externer Mitarbeiter Nintendos zum Besten gab. Natürlich muss man das Ganze mit Vorsicht genießen, doch sollten die Informationen stimmen, dürften sich Nintendo-Fans auf einiges gefasst machen.

Demnach ist NX nicht etwa die Bezeichnung für eine Konsole, sondern für eine Plattform ähnlich iOS und Android, die mehrere Hardwares verbindet. So werden also Handhelds und stationäre Konsolen dasselbe Betriebssystem teilen, was Features wie Crossplay, Cross Buy und Cross Save ermöglichen wird. Auch die Entwicklung von Software für die unterschiedlichen Geräte soll auf diese Weise vereinfacht und beschleunigt werden. Denkbar wären sogar Tablets und Smartphones mit NX als Plattform. Jede Hardware solle auch über eigene Exklusivtitel verfügen.

Für die Entwicklung des Betriebssystems habe man Unterstützung durch Entwickler an Bord geholt, die bereits für Google an Android gearbeitet haben. Das Ziel sei es, das gemeinsam geteilte Betriebssystem für jede Hardware zu optimieren. Passend dazu soll die Nintendo Network ID zwar weiterhin an ein einzelnes Gerät gebunden bleiben, dafür soll man aber in der Lage sein, Details wie Freundeslisten, Inhalte wie Koop-Spiele zwischen den Geräten zu teilen.

Die Online-Infrastrukturen sollen ebenfalls einer kompletten Neuorganisation unterzogen werden. Das Miiverse soll laut Nintendo weiterhin bestehen bleiben und als zentraler Knotenpunkt für Entwickler und Spieler dienen. Zudem sollen Videos und Screenshots unabhängig von Spielen hochgeladen werden können. Auch die Kommunikation zwischen den Spielern über Voice-Chat soll verbessert werden.

Nintendos Plan sei es, zunächst einen neuen Handheld auf Basis von NX zu veröffentlichen, da man den 3DS als veraltet ansieht. Hierzu wolle man eine Hardwareleistung anpeilen, die etwas über der von Sonys PS Vita liegt. Als Bildschirmauflösung werden 540p angestrebt, wobei eine HD-Auflösung von 720p in Betracht gezogen werden soll, wenn die Anschaffungskosten sinken. Es soll über einen eigenen internen Speicher verfügen, den man wahrscheinlich durch Micro-SD-Cards erweitern kann. Ob das Handheld abwärtskompatibel zum 3DS sein wird, steht noch nicht fest. Es heißt, dieser Bereich sei problematisch. Aus diesem Grund habe Nintendo auch bereits damit begonnen, große 3DS-Projekte auf den neuen Handheld zu verschieben. Der 3DS werde aber noch mit einigen Spielen unterstützt. Die Enthüllung soll im Frühjahr 2016 erfolgen. Das Handheld selbst kommt dann frühestens Weihnachten 2016 und spätestens Frühjahr 2017 auf den Markt.

Die stationäre NX-Konsole soll dann sechs bis zwölf Monate nach dem Handheld folgen, um die NX-Plattform zu formen. Wie die Patente bereits angedeutet haben, soll die Konsole kein optisches Laufwerk besitzen. Dafür soll es die Möglichkeit geben, ein externes Laufwerk zu kaufen. Hardwaretechnisch wolle man an PS4 / Xbox One "herankommen". Zudem werde es eine Abwärtskompatibilität zur Wii U geben. Auch Peripherien wie das Wii U-GamePad sollen auf der neuen Konsole genutzt werden können. Ebenfalls soll man in der Lage sein, Spiele von der Konsole auf den kommenden Handheld zu streamen.

Nintendo NX - Neue Gerüchte zu NX: Crossplay, Mehrere Hardware und Handheld stärker als PS Vita

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Zelda Wii U verbleibt Wii U-exklusiv
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Die Wii U soll im Gegensatz zum 3DS nicht ersetzt werden. Das sei auch dank des Erfolgs von Splatoon beschlossen worden. Auch das kommende Zelda Wii U verbleibe ein Wii U-Exklusivtitel.

In Bezug auf den Kaufpreis wolle man im Niedrigsektor zwischen 200 und 300 Euro ansetzen. Unsicher ist, ob dies der Preis für das Handheld oder die Konsole sein soll. Ein Bundlepreis für beide Geräte zusammen soll mit um die 500 Euro zu Buche schlagen.

Nun der wichtigste Punkt: In Sachen Spiele habe man bereits Kontakt zu namhaften Entwicklern aufgenommen. Darunter Capcom, Square Enix, Ubisoft und Electronic Arts, die auch schon Entwickler-Kits erhalten haben sollen. Angeblich seien neue Spiele aus den Reihen Dragon Quest, Final Fantasy, Sonic, F-Zero und Metroid in Entwicklung. Auch ein neues Mario-Spiel darf natürlich nicht fehlen. Retro Studios' geheimes Projekt gehöre ebenfalls zu den Titeln, die auf NX verschoben wurden.

Gerade die Details zu den Spielen klingen doch noch etwas zu verheißungsvoll, um glaubhaft zu wirken. Man darf sich natürlich überraschen lassen, ob und was davon stimmen mag. Sicher ist, Nintendo plant etwas Großes.