Nintendo scheint auf dem Weg der Besserung zu sein. So konnte das japanische Traditionsunternehmen allen Analysen zum Trotz einen operativen Gewinn für das abgeschlossene Geschäftsquartal von Juli bis September 2014 in Höhe von 9,3 Milliarden Yen, also umgerechnet 67,5 Millionen Euro vermelden.

Nintendo - Nach langer Durststrecke macht Nintendo wieder Gewinn

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/26Bild 70/951/1
Der massive Erfolg von Super Smash Bros. für den 3DS sorgte für einen gehörigen finanziellen Boost
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Nach Jahren der Durststrecke, in denen sich die Hardware von Nintendo kaum oder nur schlecht verkaufen ließ, und auch dringend benötigte, hochqualitative Software von Drittanbietern ausblieb, befindet sich das japanische Traditionsunternehmen tatsächlich wieder auf dem richtigen Weg, und könnte es schaffen, mal endlich wieder eine positive Jahresbilanz seit vier Jahren zu erreichen. Die erste Etappe hierfür hat Nintendo bereits geschafft: Für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal von Juli bis September 2014 konnte man einen satten operativen Gewinn von 9,3 Milliarden Yen, also umgerechnet 67,5 Millionen Euro vermelden. Noch im selben Quartal vor einem Jahr musste man einen operativen Verlust von 18 Milliarden Yen, also umgerechnet 130 Millionen Euro vermelden. Auch für dieses Geschäftsquartal schätzten Analysten mit einem Verlust von mindestens 3,7 Milliarden Yen respektive 26,9 Millionen Euro.

Den Erfolg schreibt Nintendo unter anderem den Spielen Super Smash Bros. 3DS mit weltweit über 3,2 Millionen verkauften Exemplaren und Tomodachi Life mit über 1,3 Millionen verkauften Exemplaren zu. Auch Mario Kart 8 und das vom Zelda-Kult profitierende Hyrule Warriors für die Wii U verkaufen sich überdurchschnittlich gut, und besonders Mario Kart 8 konnte auch die Abverkäufe der Wii U vorantreiben.

Überhaupt konnte die Wii U in Sachen Verkauf kräftig anziehen. "Von April bis September haben wir eine Steigerung der Verkäufe beobachten können", so Nintendos Präsident Satoru Iwata. "Vor allem in Übersee auf dem US- und dem europäischen Markt. Dieses Jahr unterscheidet sich vom letzten Jahr, als wir dem Jahresabschluss ohne jegliche Dynamik oder guten Software-Aussichten entgegensahen... Das (diesjährige) Ziel ist absolut erreichbar."

Insgesamt konnte im zweiten Geschäftsquartal von Juli bis September 2014 rund 600.000 Wii Us weltweit verkauft werden. Somit steigt die Anzahl der verkauften Einheiten auf rund 7,29 Millionen Einheiten seit dem Launch im Jahre 2012. Lediglich vom 3DS konnten in diesem abgelaufenen Quartal gerade mal 2 Millionen Exemplare verkauft werden. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum noch 3,9 Millionen Exemplare.

Dem Erfolg war aber auch der insgesamt niedrige Yen dienlich, der die Verkäufe im Ausland begünstigte. Diese Erfolgsmeldung habe Iwata auch den notwendigen Rückhalt und die Zuversicht zurückgegeben, sich nach seiner Operation wieder voller Tatendrang in den Arbeitsalltag zu stürzen.

Für das gesamte Fiskaljahr rechnet Iwata mit einem operativen Gewinn von 40 Milliarden Yen bzw. 290 Millionen Euro. Sollte der Erfolg weiter anhalten, wäre das durchaus denkbar. Wieder einmal zeigt sich, dass mit Nintendo immer zu rechnen ist.