Zwar ist sich Hewlett-Packard (HP) noch immer nicht so ganz klar über seine kommende Strategie, die Leo Apotheker vor einem Monat überraschend verkündet hatte, jedoch werden nach dem Abverkauf der verbliebenen webOS-Geräte nun auch erste Konsequenzen für die Mitarbeiter spürbar.

Während HP zwar an webOS und den Software-Entwicklern selbst festhalten will, benötigt man die Hardware-Entwicklung ebenso wenig, wie den Vertrieb oder das Marketing. Was ehemals Palm war und von HP aufgekauft wurde, steht damit quasi vor dem Aus.

Von ursprünglich fast 1200 Mitarbeitern in der webOS-Abteilung sollen nun 525 gehen müssen. Wie im August angekündigt, wird die Hardware-Entwicklung zum 31. Oktober 2011 aufgelöst. Verbleiben werden vorerst nur noch der Service-Bereich und die Software-Entwicklung, in der laut HP-Manager Todd Bradley zwischen 400 und 600 Ingenieure arbeiten sollen.

Zwar hat der Chef des auszugliedernden PC-Geschäfts durchaus Interesse daran gezeigt auch wieder Tablets anzubieten, jedoch scheint man dabei nicht auf das vorhandene Know-How zurückgreifen zu wollen. Auch fehlen momentan andere Lizenznehmer für webOS, weshalb weiterhin über eine Verkauf der Sparte spekuliert wird. Jedoch haben Samsung und HTC bereits Gerüchte um ein Interesse an dem Betriebssystem dementiert.

Immerhin 1,2 Milliarden US-Dollar ließ sich HP den Kauf von Palm im April 2010 kosten. Auch damals stand Palm mangels Verkaufserfolge kurz vor der Pleite. Zumindest garantiert HP seinen Kunden weiterhin den vollen Support und Erfüllung der Garantie für die webOS-Produkte. Wie es ansonsten weiter geht und wohin die von Experten skeptisch betrachte Kursänderung von HP führen wird, bleibt abzuwarten.