Mac OS X "Lion" soll am kommenden Mittwoch oder Donnerstag erscheinen - in soweit ist sich die Gerüchteküche einig. Apple hat bisher nur über die offensichtlichen Features gesprochen.

Doch auch hinter den Kulissen soll sich einiges getan haben. Die nach dem Release des Golden Master aufkommenden Meldungen sind allerdings nicht immer positiv zu sehen. So scheint Apple Dritthersteller-NAS-Systeme für das hauseigene Backup via Time Machine auszusperren.

2009 hat Apple die Time Machine Network Interface Specification (TMNIS) offen gelegt - darin enthalten auch das Apple Filling Protocol (AFP). Das NAS muss sich an gewisse Vorlagen im AFP-Server halten, um von Mac OS X als Time-Machine-Volume akzeptiert zu werden.

Bislang hat Apple Dritthersteller-NAS-Systeme akzeptiert, allerdings auch eine Warnung ausgegeben, wenn diese sich nicht komplett an die Funktionen halten. Mit Mac OS X 10.7 "Lion" lässt Apple dies nun nicht mehr zu. Nur noch die hauseigene Time Capsule ist in der Lage über das Netzwerk ein Backup zu schreiben.

NAS-Hersteller wie Lacie, QNAP, Buffalo und Western Digital sind sich dem Problem bereits bewusst und arbeiten an einer Lösung. Ob sich alle Hindernisse allerdings mit einem Firmware-Update beseitigen lassen, ist nicht bekannt. Wer also kommende Woche auf "Lion" umsteigen möchte, sollte Backups vorerst über eine per USB oder FireWire angeschlossene Festplatte, oder die Time Capsule, machen.