Autor: Hannes Kronthaler

Kostenlose Songs, Streams, persönliche Playlists, CD-Cover, Infos zu den Interpreten, Lyrics und individuell abgestimmte Titelvorschläge: Musikarchive im Web sind perfekt für alle Musikfans. Wir stellen euch die besten Internet-DJs vor.

Plattenladen der Nation: Das Internet bietet so ziemlich alles, was Musikfans hören wollen. Alles nur geklaut oder nur für viel Geld bei iTunes & Co. zu haben? Stimmt nicht! Musik aus dem Netz muss weder illegal sein, noch werdet ihr automatisch dafür abkassiert.

Musik für lau - Im Vergleichstest: Online-Musikdienste - Wo gibt es die beste Musik kostenlos?

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Musik im Netz: Riesenauswahl und viel Komfort.
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Ganz im Gegenteil. Im Web machen sich mittlerweile ebenso mächtige wie großzügige Musikportale breit. Dort könnt ihr euch eure Lieblingslieder herauspicken und in eigenen Playlists abspeichern. Die lassen sich dann anhören, bis der Ohrenarzt kommt. Hitverdächtig sind auch Systeme, die individuell abgestimmte Musikvorschläge machen: Diese Internet-DJs helfen bei der Songauswahl und spielen nach etwas Feintuning genau die Songs, die den persönlichen musikalischen Vorlieben entsprechen.

Wir stellen euch die besten Online-Musikdienste vor, zeigen was die Webseiten in Sachen Musik draufhaben und wessen Geschmack sie treffen.

Selber tunen: Playlists und Profile
Großzügig: Zahlreiche Archive stellen ihre Musikdateien zur mehr oder minder freien Verfügung. Aus dem Musikmaterial bastelt ihr euer eigenes musikalisches Profil, sammelt Lieder in Playlists und hört euch das Ganze an, so oft ihr möchtet.

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Radioblogclub: Spartanische Oberfläche, übersichtliches Konzept.
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www.radioblogclub.com
Die Oberfläche des radioblogclub ist eher spartanisch gehalten. Das macht aber nichts: Entsprechend schnell findet ihr euch auf der Seite zurecht.

Erfreulich: Ihr müsst euch keine Software auf den Rechner laden, fürs Anlegen eines Benutzerprofils reicht die Anmeldung aus. Die Suche erfasst ausschließlich Künstler oder Songtitel; bei Filtern für bestimmte Musikrichtungen herrscht allerdings Fehlanzeige. Wer fündig wird, kann die einzelnen Songs dann in bis zu fünf Playlists speichern. Wiedergabelisten anderer Nutzer helfen zudem, neue Musik zu entdecken. Positiv ist auch, dass sich Lieder beliebig überspringen lassen.

Kleiner Bonus: Ihr könnt eigene Playlists als Link an Freunde verschicken.

Zielgruppe: Wem die Suche nach Interpret oder Titel genügt, kann in einer wenig aufdringlichen Umgebung mühelos eigene Playlists erstellen.

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Soundpedia: Großes Archiv, das auch Songtexte parat hält.
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www.soundpedia.com
Diese Datenbank bietet eine komfortable Suche nach Artist, Album oder Genre. Mehr als 20 eigene Playlists lassen sich hier erstellen.

Das passt zu der riesigen Musik-Auswahl, zu der auch zahlreiche Videos zählen. Außerdem könnt ihr Playlists anderer Mitglieder durchhören. Lieder können aber nur über das entsprechende Album in die eigene Playlist aufgenommen werden. Ein weiteres Manko ist die nervende Werbeflut.

Besonderes Plus: Zu fast jedem Lied liegt der Songtext vor.

Zielgruppe: Wer sich selbst eine große Anzahl Playlists aufbauen will und sich auch für Songtexte interessiert, kommt an dieser Seite nicht vorbei.

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Mercora: Musik, Videos, Bilder und mehr.
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www.mercora.com
Macht euch auf ein riesiges Multimedia-Portal gefasst: Nach der Installation des Plugins können Tausende von privaten Musikstationen durchstöbert werden. Dazu gibt es Videos von youtube, Links zu ähnlicher Musik, Biographien, Discographien und sogar Bilderstrecken der Interpreten, die zu jedem Lied mitlaufen.

Jedes Mitglied kann aus seiner privaten Musiksammlung eigene Musikstationen erstellen und online verfügbar zu machen. Dazu müsst ihr nur die knapp zwei MByte kleine Anwendung IMRadio installieren.

Nettes Extra: Sogar Privatarchive von Freunden, die ebenfalls registriert sind, können durchsucht und angehört werden.

Zielgruppe: Alle, die ihre musikalischen Vorlieben unters Volk bringen möchten, sich gerne Musikvideos anschauen und sich auch mal durch die Playlists anderer Musikfans durchhören.

Suchen lassen: Wunschkonzert im Web
Klingt doch gut: Ihr gebt auf der Webseite an, welche Art von Musik ihr mögt - ein schlaues Programm erstellt daraus die passende Playlist.

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Last.fm: Ähnlich wie Pandora, nur viel umfangreicher.
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www.last.fm
Die Seite arbeitet mit einem Bewertungssystem, wodurch die Musikempfehlungen nach und nach angepasst werden. Der Nutzer kann nach Interpreten, Alben, Liedern und Genres suchen. Informationen zum Interpreten und verwandte Künstler begleiten jedes Lied. Ein Programm von last.fm, das zum freien Download bereit steht, analysiert die auf dem eigenen Computer gespeicherten Musikdateien, erstellt so ein Profil und gibt Empfehlungen ab. Außerdem werden Gratis-mp3s zum Download vorgeschlagen. Einzelne Playlists lassen sich sogar an Freunde mailen und auf eigenen Blogs oder Websites einbetten.

Extra: Eine Liste aktueller Konzerte in der Heimatstadt samt der last.fm-Mitglieder, die die Veranstaltungen besuchen wollen.

Schwächen: Die Funktionen der Website sind nicht völlig identisch mit denen des installierten Programms. So muss ab und zu hin- und hergewechselt werden. Außerdem können die meisten Lieder nicht in eigene Playlists aufgenommen werden, da nur eine 30-Sekunden-Vorschau verfügbar ist.

Zielgruppe: Alle, die ihr Musikwissen ausbauen und verfeinern wollen und auf der Suche nach Konzerten in der Umgebung sind.

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Finetune: Bei Bedarf hilft der "i'm lazy!"-Button.
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www.finetune.com
Wer sich hier registriert, braucht eine Weile, bis er sich angesichts der Fülle des Angebots zurechtfindet.

Wie bei Pandora kann finetune eine Playlist auf Basis eines Interpreten erstellen. Mitglieder können das Archiv aber auch nach Alben und Musikstationen, die nach Genre gelistet sind, durchkämmen. Selbst die Playlists anderer Nutzer können durchgehört werden. Zusätzliche Informationen bringen Kurzbiographien, Diskographien und related artists.

Playlists erstellen ist denkbar einfach: Ein Mausklick genügt, um Lieder in die eigenen Listen aufzunehmen. Einzige Einschränkung: Playlists müssen mindestens 45 Stücke enthalten mit maximal drei Songs eines Interpreten. Für zusätzliche Inspiration sorgt der "i'm lazy"-Button, der die Playlist bei Bedarf mit Vorschlägen auffüllt.

Weiteres Plus: Alle Playlists können an Freunde gemailt und auf eigenen Blogs oder Websites eingebaut werden.

Zielgruppe: Eigentlich jeder, der beim Thema Musik nicht die Ohren verschließt.

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Musicovery: In poppiger Umgebung auf Entdeckungsreise gehen.
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www.musicovery.com
Schon die Optik macht Lust auf mehr. Die vorgeschlagenen Lieder poppen als kleines Netz auf und können nacheinander oder einzeln abgespielt werden. Ganz ohne Registrierung kann der Musikliebhaber eine gewünschte Stilrichtung und Stimmung auswählen. Eine Zeitleiste grenzt die Auswahl weiter ein. So ermöglicht musicovery einen lässig aufbereiteten Streifzug durch die Musikgeschichte.

Mankos: Zumindest in der Gratisversion ist es nicht möglich, sich ein Profil anzulegen. Playlists können nicht gespeichert werden, Zusatzinformationen zu den Liedern sind nicht verfügbar und die Songauswahl ist nicht so reichhaltig wie bei anderen Archiven.

Zielgruppe: Jeder, der nicht nur was für die Ohren sondern auch fürs Auge sucht.

Fazit: Die Musik spielt im Netz
Egal, ob ihr nur gelegentlich reinhört oder ob sich bei euch alles ums Thema Musik dreht: Im Web stoßt ihr mit euren musikalischen Vorlieben nicht auf taube Ohren.

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Musikarchive im Web: Für jeden das Richtige dabei.
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Hier findet ihr das für euch passende Musikangebot:

Gelegenheitshörer
Wenn ihr nur selten und mit möglichst wenig Aufwand Musik hören wollt, lasst den Klassiker last.fm seine Vorschläge machen. Wer sich auf einfachem Wege individuelle Playlists selbst zusammenstellen will, hört mit dem unaufdringlichen Radioblogclub richtig angenehm.

Vielhörer und Multimedia-Fans
Für alle, die viel Zeit in Musikgenuss investieren und sich genauso für Bilder, Videos und mehr interessieren, empfiehlt sich Mercora. Legt ihr außerdem Wert auf neue Playlists, meldet euch beim "Fast-Alleskönner" Finetune an. Neben jeder Menge Inhalt überzeugen hier der Bedienkomfort und Funktionsumfang.

Entdecker mit guter Optik
Poppiges Outfit und die Suchfunktion auf einer Zeitleiste machen Musicovery zu einem Geheimtipp für musikalische Entdeckungsreisen.

Mitsingen
Um Songtexte nachzulesen, bleibt Soundpedia erste und einzige Wahl. Außerdem könnt ihr euch mehr als 20 eigene Playlists anlegen.