Mit über sechs Millionen zahlenden Abonnenten und zusätzlich 18 Millionen Nutzern, die den Dienst kostenlos, aber werbefinanziert und zeitlich begrenzt in Anspruch nehmen, zählt Spotify zu den größten Musik-Streaming-Diensten weltweit. Doch das schwedische Unternehmen hat nicht nur mit einer stärkeren Konkurrenz wie Rdio oder Pandora zu kämpfen, sondern auch mit den hohen Lizenzgebühren, die an die Musikindustrie abzutreten sind.

Zwar konnten die Schweden ihren Umsatz weltweit auf 434,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, wo man noch rund 190 Millionen Euro umsetzte, mehr als verdoppeln, doch wurde unterm Strich ist auch das Minus größer. Zuletzt schrieb Spotify einen Verlust von 58,7 Millionen Euro. Im Jahr 2011 steckte man noch mit 45,4 Millionen Euro in den roten Zahlen. Von den 434,7 Millionen Euro an Erlösen steuerten die zahlenden Kunden 368,8 Millionen Euro bei. Die Werbeeinnahmen machten hingegen mit 59,6 Millionen Euro nur knapp 14 Prozent der Gesamterlöse aus.

Der größte Kostenblock für Spotify sind die Lizenzgebühren, die die Schweden an Plattenfirmen, Rechteinhaber und Künstler auszubezahlen haben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitrum sind die Kosten dafür von 186 auf 362,8 Millionen Euro kräftig angestiegen. Trotz der hohen Summe ziehen sich immer mehr Künstler aus Spotify zurück. Zu gering seien die Erlöse. Trotzdem kommen laut der Betreiber täglich über 20.000 neue Songs hinzu, über 20 Millionen Musikstücke soll das Angebot inzwischen umfassen.

Spotify ist derzeit in 28 Ländern verfügbar. Hierzulande können Musik-Fans pro Monat maximal zehn Stunden Musik über Spotify und mit Werbeunterbrechung sowie Bannern innerhalb der Software Musik hören. Für knapp fünf Euro im Monat entfallen die Werbeunterbrechungen und die zeitliche Begrenzung. Wer noch mobil über das Smartphone oder Tablet auf seine Playlists zugreifen oder die Songs innerhalb des Spotify-Players offline verfügbar machen möchte, der muss 9,99 Euro monatlich berappen. In Kooperation mit der Deutschen Telekom werden Daten, die über Spotify übertragen werden, nicht auf das im Mobilfunkvertrag inkludierte Volumen bis zu Drosselung angerechnet.