Die Hersteller Panasonic, Samsung, Sony und Xpand 3D haben ihre Absicht angekündigt, an einem gemeinsamen Standard für aktive 3-D-Brillen zu arbeiten. Bisher kocht jeder Hersteller bei den für die meisten 3-D-Fernseher notwendigen Shutter-Brillen sein eigenes Süppchen, womit auch für jedes Gerät eigene Brillen notwendig werden.

Kompatibilität untereinander ist eher Zufall als Absicht. Dies scheint auch den Großen der Branche mittlerweile bewusst zu sein und möchte mit Xpand, einem Hersteller von Kino-Brillen und universellen Brillen für den Business- und Heimbereich, in der "Full HD 3D Glasses Initiative" an einem gemeinsamen Übertragungsprotokoll arbeiten. Der neue Standard soll sowohl bei Fernsehern, als auch Projektoren und im Kino Anwendung finden.

Das neu zu entwickelnde Protokoll soll dabei sowohl den im März 2011 von Xpand und Panasonic angekündigte "M-3DI"-Standard verstehen, welcher unter anderem von Hitachi, Epson, Seiko, Mitsubishi, ViewSonic und SIM2 unterstützt wird, als auch die proprietären Übertragungsstandards von Sony und Samsung.

Während letztere auf Infrarot zur Synchronisierung setzen, soll der neue Standard auch Bluetooth dazu verwenden, was die Bewegungsfreiheit erhöhen soll. Allerdings wird nur eine Kompatibilität mit 3-D-Geräten aus dem Jahr 2011 angestrebt. Inwieweit auch ältere Geräte mit den neuen Brillen zusammenarbeiten werden, bleibt also abzuwarten.

Das Protokoll soll für Hersteller ab nächsten Monat lizenzierbar sein, zu diesem Zeitpunkt soll auch die Entwicklung der universellen Brillen starten. Diese erwartet man für das Jahr 2012. Ob es dann tatsächlich möglich sein wird zum Beispiel die gleiche Brille zuhause zu verwenden und ins Kino mitzunehmen, wird sich zeigen.

Derzeit konkurrieren sowohl im Kinobereich, als auch im Heimbereich noch genügend andere Hersteller, so das eine allgemeine Interoperabilität noch nicht abzusehen ist. Zumindest der Trend sich auf gemeinsame Standards zu verständigen ist erkennbar, dennoch wird spätestens bei anderen 3-D-Techniken dieser Weg versperrt sein.

Die Technik mit passiven und damit günstigeren Polfilterbrillen, die zudem generell universell einsetzbar sind, erfährt ebenfalls einige Unterstützung durch andere Hersteller.