Wer hätte das gedacht. Während Sony indirekt durch Nintendo ins Konsolengeschäft einstieg, wollte Microsoft Nintendo einfach ganz aufkaufen, um darin Fuß zu fassen.

Microsoft - Vor der ersten Xbox wollte Microsoft einfach Nintendo aufkaufen

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Man stelle sich nur mal Samus Aran gemeinsam mit dem Master Chief vor
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In einem Interview sprach Seamus Blackley, der Co-Schöpfer der allerersten Xbox über die Zeit vor der Xbox. Damals schwirrten alle möglichen Ideen durch das Redmonder Unternehmen. Man befand sich auf der Suche nach Möglichkeiten, wie man in das Konsolengeschäft einsteigen könnte.

"In den Anfangstagen von Xbox, besonders bevor wir wussten, wie wir grünes Licht für das Projekt als pure Spielekonsole erhalten könnten, kamen alle möglichen Leute, die das Projekt sahen, zu uns und sagten, die Konsole sollte kostenlos sein, sagten, man solle die Nutzung von Windows nach gegebener Zeit erzwingen", so Blackley. Die Xbox als trojanisches Pferd, um Windows noch weiter zu verbreiten?

Das waren wohl noch einige der harmloseren Ideen. Einige waren der Meinung, die Xbox sollte hauptsächlich Filme abspielen oder, was ziemlich weltfremd klingt, die Spiele sollten allesamt nur von Microsoft entwickelt werden. Doch die skurillste Idee war die, doch einfach Nintendo aufzukaufen. "Egal was, egal welche schlechte Idee kam, wir mussten uns mit ihr befassen."

Schlussendlich konnte das Team dennoch die Idee einer eigenen Konsole durchsetzen und veröffentlichte die Xbox am 15. November 2001. Im Laufe ihres Zyklus verkaufte sie sich insgesamt rund 25 Millionen Mal. Das waren knapp drei Millionen Exemplare mehr als Nintendo mit dem GameCube absetzen konnte, das seine Weltpremiere am 14. September 2001 feierte. Beide Konsolen hinkten der PS2 von Sony gewaltig hinterher, die fast eineinhalb Jahre früher veröffentlicht wurde und am Ende auf über 155 Millionen verkaufte Exemplare kommt.