In Amerika ist ab sofort der Verkauf von Microsofts Office-Software Word verboten. Das entschied ein texanisches Gericht am Dienstag. Innerhalb von 60 Tagen müssen alle Word-Exemplare aus dem Handel verschwinden. Betroffen sind alle Word-Produkte, die XML-, DOCX- oder DOCM-Dateien verarbeiten bzw. öffnen können, wie etwa Word 2003 und höher.

Microsoft - USA: Gericht verbietet Verkauf von Word

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Microsoft darf in den USA kein Word mehr verkaufen.
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Das Verbot kam daher zustande, weil Microsoft gegen ein Patent von der kanadischen Firma i4i verstößt. i4i wirft Microsoft vor, ein aus dem Jahre 1998 stammendes Patent zu verletzen, in dem es um eine Methode vom Auslesen von XML-Code geht. Schon 2007 reichte das Unternehmen Klage gegen Microsoft ein, im Mai 2009 wurde Microsoft schuldig gesprochen. Microsoft muss nicht nur für ein Verkaufsstop von Word sorgen, sondern auch 290 Millionen US-Dollar zahlen.

Microsoft möchte diese Entscheidung des Gerichts allerdings nicht akzeptieren und wird Berufung einlegen. Laut Microsoft-Sprecher Kevin Kutz hat die Beweislage ergeben, dass Microsoft nicht gegen das Patent verletze. Das texanische Gericht stand in der Vergangenheit bereits öfters in der Kritik, weil es gegenüber Anspruchsstellern freundlicher als andere Gerichte ist.