Microsoft berichtet in seinem Sicherheitsblog von einem Hackerangriff auf seine Server. Laut diesen Informationen sollen Notebooks von den Arbeitnehmern des Konzerns aus Redmond mit Malware infiziert worden sein. Zuvor waren schon das Social Network Facebook sowie das kalifornische Unternehmen Apple von Angriffen betroffen.

Die Notebooks, die mit der Malware infiziert worden waren, entdeckte Microsoft bei seinen Angestellten. Die Malware lässt sich bis zu einer Entwickler-Webseite zurückverfolgen und soll ein Java-Exploit zur Infizierung der Notebooks genutzt haben. Über diese Rechner wurden Angriffe gegen die Server des Konzerns getätigt. Laut Microsoft wurden wie bei Facebook und Apple zuvor keine Daten gestohlen, obwohl die Angriffe professionell durchgeführt worden seien. Die US-amerikanischen Sicherheitsbehörden seien bereits informiert und kooperieren mit den betroffenen Unternehmen.

Gerüchten zufolge soll hinter den Angriffen eine Abteilung der chinesischen Armee stehen. Nach den Recherchen der New York Times soll die von der Regierung gesteuerte Abteilung in einem Gebäude in Shanghai sitzen und von dort aus seit Jahren Angriffe gegen die US-amerikanischen Unternehmen durchführen. Die so genannte Unit 61398 stehe bereits seit einigen Jahren auf der Liste der amerikanischen Sicherheitsbehörden. Die chinesische Regierung dementiert diese Behauptungen und wirft diese als haltlos zurück.

In Zukunft werde Microsoft verstärkt auf Sicherheit setzen, um Angriffen vorzubeugen. Demnach soll in neue Experten und Techniken investiert werden.