Weil Microsoft von Mai 2011 bis Juli 2012 seinen Nutzern nicht die Wahl des gewünschten Browsers stellte, muss das Unternehmen nun eine Strafe in Höhe von 561 Millionen Euro zahlen. Das hat die EU-Kommission am heutigen Mittwoch in Brüssel entschieden.

Die EU-Kommission wirft Microsoft vor, den hauseigenen Internet-Browser Internet Explorer wettbewerbswidrig an das Betriebssystem zu koppeln. Nachdem Windows 7 zunächst ohne Auswahl ausgeliefert wurde, hatte man diese nachgereicht. Mit dem Service Pack 1 hat Microsoft sie aber offenbar wieder entfernt, was man als technischen Fehler bezeichnete.

Im genannten Zeitraum hatten rund 15 Millionen Windows-Nutzer in der EU nun keine Auswahl des Browser mehr zu Gesicht bekommen, auch wenn die Installation einer Alternative natürlich manuell möglich war und ist.

Als Wiedergutmachung will Microsoft die Browserwahl nun 15 Monate länger anbieten, als dies ursprünglich vorgesehen war. Bis 2014 hatte Brüssel dies verordnet. Die Höhe der Geldbuße ergibt sich aufgrund des langen Zeitraums, in dem Microsoft nichts unternommen haben soll, um den Fehler zu beseitigen. Außerdem glaube man einen gewissen Abschreckungseffekt erreicht zu haben.

Microsoft will keinen Einspruch gehen die Entscheidung einlegen.