Auch drei Wochen nach dem angekündigten Rückzug von Steve Ballmer ist die Nachfolge weiterhin ungeklärt. Zwar wurden umgehend zahlreiche Namen in den Ring geworfen, dies allerdings in erster Linie von zahlreichen Medienvertretern.

Doch jetzt haben sich auch die ersten Aktionäre zu Wort gemeldet und zwei aktuelle Unternehmensleiter als Nachfolger ins Gespräch gebracht. Laut Reuters soll es sich dabei um Ford-Chef Alan Mulally und CSC-CEO Mike Lawrie handeln, bei den Aktionären um drei der 20 wichtigsten Microsoft-Anteilseigner, so Reuters.

Vor allem die Fähigkeit, in der Krise steckende Unternehmen zu sanieren, soll dem Bericht zufolge in den Augen der Investoren für beide Manager sprechen. Mulally konnte den Absatz bei Ford stabilisieren und die Einführung neuer Techniken beschleunigen, Lawrie hingegen war an der Umstrukturierung bei IBM vor etwa 20 Jahren beteiligt.

Ob tatsächlich einer der beiden an die Spitze Microsofts treten wird, ist aber unklar. Zumindest Mulally hatte bereits vor einigen Tagen erklärt, dass er sich voll und ganz auf Ford konzentriere. Pikant dabei: Mulally soll Ballmer bei den Plänen zu „One Microsoft“ beraten haben, tiefere Einblicke in das Unternehmen sowie dessen neuer Struktur wären also vorhanden.

Nach wie vor gilt aber Stephen Elop als wahrscheinlichster Kandidat für den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Von Seiten des Microsoft-Aufsichtsrats gibt es allerdings keinerlei Kommentare, die auf einen Favoriten deuten. Tatsächlich aber dürfte die Suche auf Hochtouren laufen, denn Reuters zufolge könnte Ballmers Nachfolger oder Nachfolgerin noch in diesem Jahr präsentiert werden.