Kein Scherz: In der Schweiz existiert eine Partei, die langweilige PowerPoint-Präsentationen am liebsten auf den Mond schießen würde. Sie nennt sich Anti-PowerPoint-Partei (APPP) und ist nach eigenen Angaben eine internationale Bewegung, der inzwischen 1683 Mitglieder beigetreten sind.

Kurioses - Schweizer lassen Anti-PowerPoint-Partei zur Wahl zu

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Matthias Pöhm
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Nun wurde die APPP sogar in der Schweiz zur Wahl zugelassen, wobei dafür 805 Unterstützer-Unterschriften gesammelt werden konnten. Rhetoriktrainer Matthias Pöhm, der auch Parteigründer und Spitzenkandidat ist, sieht sich selbst als "Vertreter von monatlich 250 Millionen Bürgern weltweit, die zwangsweise bei langweiligen Präsentationen anwesend sein müssen."

Laut Pöhm liegt diese Langeweile aber nicht am Redner, sondern "am Werkzeug" bzw. PowerPoint. Durch seine Wahlteilnahme möchte er die "Aufmerksamkeit auf das Thema lenken", damit Menschen nicht weiter "aus Unwissenheit leiden", obwohl es "Gegenmittel" gibt.

Die Partei nutzt für ihre Präsentationen natürlich kein PowerPoint, sondern Flipcharts. Pöhm will demnächst auf den Straßen Wahlwerbung machen - mit PowerPoint-Kotztüten.

Hinter dem Ganzen steckt offenbar aber ein kommerzieller Gedanke, denn das Parteiprogramm der APPP kostet 27 Euro. Das ist ein von Pöhm geschriebenes Buch, das Mitglieder für zehn Euro weniger erhalten.

PowerPoint wird nicht nur für Präsentationen genutzt, sondern unter anderem auch für Karaoke-Wettbewerbe in Kneipen. Jeder Teilnehmer erhält einen fremden Foliensatz und muss den Inhalt unterhaltsam präsentieren.