Die Französin Solenne San Jose traute ihren Augen nicht, als sie vom französischen Mobilfunkbetreiber Bouygues Telecom einen Brief öffnete, nachdem sie dort ihren laufenden Handyvertrag vorzeitig kündigte.

So viele Nullen hatte sie in ihrem ganzen Leben anscheinend noch nicht gesehen: 11.721.000.000.000.000 Euro sollte sie als Strafe zahlen. Also rund 12 Billiarden Euro. Der Betrag entspricht der 6000-fachen Summe der Wirtschaftsleistung Frankreichs und mehr als das Hundertfache der Welt-Wirtschaftsleistung.

Wer das Geld in bar zahlen würde, geht man von 500 Euro Scheinen aus, dann müsste man 26 Millionen Tonnen mit sich herumschleppen. Die Frau rief sofort bei dem Unternehmen an und hatte mehrere Mitarbeiter am Hörer.

Einer von ihnen zeigte keine Einsicht und bestand darauf, dass die Frau die Rechnung zahlen müsse. Er könne nichts dagegen machen, weil alles automatisiert ablaufe. Ein anderer Mitarbeiter bot ihr sogar eine Ratenzahlung an - doch selbst nach mehreren Millionen Jahren wäre der Betrag noch nicht abbezahlt.

So musste sie sich also stundenlang mit dem Support herumschlagen, um schließlich mitgeteilt zu bekommen, dass ein Softwarefehler vorlag. Das Komma wurde verschoben und am Ende müsse sie nur 117,21 Euro zahlen. Allerdings verzichtete man nach dem ganzen Hin und Her auf diese vergleichsweise niedrige Strafzahlung.