AMD hat zwei neue Grafikkarten veröffentlicht, die den jeweiligen GPUs der PS4 und der Xbox One entsprechen, und dabei wohl auch den Leistungsunterschied der beiden Konsolen aufzeigen.

Konsolen - Zeigen aktuelle AMD-Grafikkarten den Unterschied zwischen PS4 und Xbox One auf?

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Kleiner, aber signifikanter Unterschied zwischen der Xbox One und der PS4
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Unter viel Getöse hat AMD im September letzten Jahres auf Hawaii seine neue 'Volcanic Islands'-Grafikkarten-Generation vorgestellt, auch bekannt als R200-Serie. Nun sind mittlerweile die ersten Grafikkarten auf dem Markt erhältlich: Einmal die Einsteigerkarte R7 260 und dann die ambitioniertere R7 265.

Interessant für Konsolenbesitzer ist diese Nachricht insofern, dass diese beiden Grafikkarten in etwa den jeweiligen Pendants entsprechen, die einmal in der Xbox One von Microsoft und einmal in der PS4 von Sony verbaut sind.

So entspricht die Einsteiger-Grafikkarte R7 260 der GPU, die in der Xbox One verbaut ist und auf dem Bonaire-Design von AMD aufbaut. Bei dieser Grafikkarte sind auch zwei, der insgesamt 14 Compute Units deaktiviert. Dies resultiert in 768 Shader- und 48 Textureinheiten. Einziger Unterschied ist die Taktgeschwindigkeit der R7 260, die bei 1 GHz liegt, während die GPU der Xbox One bei 853 MHz getaktet ist.

Die R7 260 wird als Einsteigerkarte für Auflösungen im Bereich zwischen 1280 x 720 bis 1600 x 1200 bezeichnet und liefert eine Leistung, die zwischen der Radeon HD 7770 und der Radeon HD 7790 angesiedelt ist - demnach also Einsteigersegment.

Die R7 265 entspricht der GPU, die in der PS4 verbaut ist und basiert auf dem Pitcairn-Design von AMD. Von den vorhandenen 20 Compute Units können 16 CUs angesprochen werden, was hier in 1024 Shader- und 64 Textureinheiten resultiert. In Sachen Taktfrequenz liegt die R7 265 bei 925 MHz, während die GPU der PS4 mit 800 MHz getaktet wird.

Die R7 265 gilt als Mittelklasse-Modell für Auflösungen im Bereich 1920 x 1080 und liegt leistungstechnisch zwischen einer Raden HD 7850 und einer Radeon HD 7870.

Schaut man sich also die Spezifikationen und das Einsatzgebiet dieser beiden neuen Grafikkarten aus der 'Volcanic Islands'-Serie an, so ergibt das ein ziemlich gutes Bild über die Leistung, die erbracht werden soll. Führt man das im Umkehrschluss auf die Leistung der Xbox One und der PS4 zurück, so ergibt sich hier das, bereits von vielen Entwicklern und auch der Fachpresse kommunizierte Bild einer leistungstechnisch stärkeren PS4.

Auch Hideo Kojima teilte erst vor kurzem in Bezug auf Metal Gear Solid: Ground Zeroes mit, dass er die Version auf der PS4 bevorzuge, da diese grafisch die beste Version auf allen Plattformen darstelle. Die PS4 habe trotz 1080p noch "Raum nach oben", während schon heute viele Spiele auf der Xbox One entweder eine niedrigere Auflösung oder eine niedrigere Framerate aufweisen.