Den allerneusten Gerüchten zufolge, soll auch die kommende PlayStation 4 (Codename „Orbis“), mit einer Technologie ausgestattet sein, mit der gebrauchte Spiele geblockt werden können. Etwas Ähnliches wurde auch schon von der kommenden Xbox-Generation behauptet. Allerdings gibt es erhebliche Zweifel daran, dass eine solche Technologie wirklich sinnvoll ist bzw. überhaupt zum Einsatz kommen wird.

Konsolen - Pachter: PS4 mit Gebrauchtspiel-Blockade wäre idiotisch

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/4Bild 78/811/81
Ein Nachfolger, auf dem sich gebrauchte Spiele nicht mehr spielen lassen, würde nach Ansicht von Michael Pachter mehr schaden als nützen.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Auch die neusten Gerüchte über das „Anti-Gebraucht-System“ stammen von Kotaku. Diesmal sollen die Informationen gleich von mehreren Quellen geäußert worden sein. Funktionieren soll es, indem die Spiele mit dem PSN-Account des Käufers verbunden werden. Damit soll Sony in die Lage versetzt werden, herauszufinden, ob das gleiche Spiel auf mehreren Konsolen gespielt wurde - um dann bestimmte Funktionen (wie beispielsweise Multiplayer und Co.) abzuschalten.

Wenn es nun aber nach dem Analysten Michael Pachter geht, dann ist es blödsinnig, ein solches System in eine Konsole zu integrieren. Das hat den einfachen Grund, dass einer der weltweit größten Videospiele- und Konsolenhändler, GameStop, eine Konsole, die gebrauchte Spiele aussperrt, vermutlich nicht in seinem Repertoire aufnehmen würde. Immerhin würde sich die Handelskette damit das eigene Geschäft kaputtmachen.

„Es ist nicht wirklich in Sonys oder Microsofts bestem Interesse, gebrauchte Spiele zu sperren. Es würde sicherlich Activision und EA ein wenig gutes tun und GameStop in großem Maße schädigen. Wenn Sony das einseitig gemacht hat, dann könnte ich mir vorstellen, dass GameStop sich weigert ihre Konsolen zu führen und darunter würden die Verkaufszahlen der PS4 leiden.“

„Wenn einer das macht und der andere nicht, dann wird derjenige, der‘s macht, unter einem Verlust an Marktanteilen leiden. Keiner der Hersteller ist dumm genug, so etwas einseitig durchzusetzen oder boshaft genug, um es gemeinsam zu tun. Mit anderen Worten: Ich denke nicht, dass es dem Kerngeschäft sonderlich gut täte.“

Die Analysten gehen außerdem davon aus, dass eine solche Funktion die größte Kundenbasis vernichten würde. Die meisten Spieler verkaufen ihre alten Spiele nämlich, um Geld für Neuveröffentlichungen anzusammeln. Wenn sie diese nicht mehr verkaufen können, weil die gebrauchten Spiele niemand mehr kaufen kann, dann bricht hier eine große Zielgruppe weg.