Die Gerüchte um die Blockierfunktion, die Microsoft bei der nächsten Xbox-Generation einbauen will, um gebrauchte Spiele zu blockieren, nehmen kein Ende. Nun äußert sich ein GameStop-Manager zu der Problematik. Und der geht stark davon aus, dass die nächste Konsolengeneration keine Gebrauchtspiel-Sperren integriert haben dürfte.

Konsolen - GameStop: Next-Gen-Xbox wird keine gebrauchen Spiele sperren

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Wie auch immer die nächste Generation aussehen wird - ob sie wirklich gebrauchte Spiele aussperren wird, ist nach wie vor unklar.
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Einer der ausführenden Manager, Paul Raines, erklärte den Investoren von GameStop, dem wohl größten Händler mit gebrauchten Spielen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die kommende Generation der Xbox die Kunden auf neue Spiele beschränkt.

„Das Modell hat sich ganz einfach noch nicht als funktionierend erwiesen. Microsoft hat eine großartige Beziehung zu uns. Denkt daran, dass gebrauchte Spiele einen Restwert haben. Denkt daran, dass GameStop über 1,2 Milliarden Dollar an Umsatz mit dem Modell macht. Also muss man neue Wege finden, die Spiele zu verkaufen, wenn man die gebrauchten Spiele dort herausnimmt.“

Das lässt sich als Reaktion auf die Gerüchte werten, die behaupten, dass Microsofts nächste Konsole gebrauchte Spiele aussperren würde, um den Druck aus dem Markt zu nehmen und Publishern und Entwicklern, die unter diesem Druck leiden, ein wenig mehr Profit zu versprechen.

Aufseiten der Publisher wird der Handel mit gebrauchten Spielen schon fast auf die Stufe mit unrechtsmäßigem Kopieren gestellt. Die Argumentation ist, dass der Verkauf immerhin keinen direkten Gewinn für die Industrie darstellt, sondern nur für den Handel. Bedenkt man die Entwicklungskosten, die hinter hochkarätigen Spielen stecken, dann wird es auch immer schwerer, Gewinne mit der Produktion zu machen.