Eigentlich sollte das neue Urheberrecht die Verfolgung von Raubkopierern regeln, den Abmahnwahn stoppen und mehr Klarheit schaffen. Wir zeigen, was dabei herausgekommen ist: Chaos.
Dass man das noch erleben darf: Die ach so darbende Musikindustrie wird zum Opfer ihres eigenen Erfolgs – dem Erfolg mit Abmahnungen. Angesichts massiver Umsatzeinbrüche stiegen viele Unternehmen auf diese neue Einnahmequelle um. Mehr als 100.000 Strafanzeigen stellte die Musikindustrie allein 2007. Über diesen Umweg kamen die Anwälte an die Namen der Tauschbörsennutzer, die illegal Dateien aus dem Netz gezogen hatten.
Kampagne: Die Filmindustrie nennt Raubkopierer Verbrecher – diese lässt das kalt.Die Staatsanwälte erkannten bald, dass sie nur Mittel zum Zweck waren – kurzerhand stellten sie vielerorts die Strafverfahren ein und verweigerten, wie in Berlin, die Akteneinsicht.
Um Klarheit in derartige Fälle zu bringen, gibt es das deutsche Urheberrecht. Aber das interessiert die Tauschbörsennutzer offensichtlich wenig. Der Gesetzgeber reagierte jüngst mit einem neuen Gesetz, das nun vieles verbessern soll – eigentlich.
Fakten:
In Österreich lauten die ersten Zeilen des geltenden Bundesverffassungsgesetes "Österreich ist eine demokratische Republik. Das RECHT GEHT VOM VOLK AUS." Keine Ahnung, wie das in Deutschland ist. Ziemlich sicher gibts da aber ähnliche Zeilen zu finden.
Ich will damit keinesfalls grobe Urheberrechtsverstöße verharmlosen. Ich möchte nur darauf hinweisen, wie es eigentlich schon viele sowieso bemerken, dass nicht die Musikindustrie oder deren Anwalts-Handlanger (o.ä.) es sind, die das Ausmaß strafbarer Handlungen festzulegen haben. Was als widerrechtlich gilt, liegt zumindest ursprünglich im Ermessen des Volkes. Wir alle sind es, die das herrschende Rechtssystem erst durch unsere Unterstützung zu geltenden Vorschrifften machen. Ist ja auch gut so, denn was soll ein Rechtssystem, das dann einen großteil seiner Befürworter für Verbrecher erklärt? Es geht an der Realität vorbei.
Das scheinen auch Rechtsanwälte zu vergessen, die ja nicht die Hand abbeißen wollen, die sie füttert, aber gerne für dieses Futter ihre Berufsethik vergessen, nämlich dass sie eigentlich dem Willen der Bürger an erster stelle verpflichtet sind. Glaubt ein Anwalt nur, wofür er bezahlt wir?
In diesem Zusammenhand erscheint mir die ausufernde Kriminalisierung solcher Vorfälle als anmaßend, weil sie sich über die gesellschaftlich geltenden Normen versucht hinwegzusetzen. In einer Demokratie ist es noch immer die gesellschaftliche Akzeptanz, die ein Verbrechen ausmacht. In diesem Sinne sollte jeder von uns in sich blicken und nicht nur beim "Runterladen" über Konsequenzen nachdenken, sondern eher auch beim Griff ins Händlerregal oder dem Gang zur Wahlurne.
Die Frage lautetalso eigentlich: Akzeptieren wir als Gesellschaft die Kriminalisierung des erstellens von digitalen Kopien? Diese Frage muss jeder für sich beantworten, aber was letztendlich als unrecht gelten sollte, GEHT VOM VOLK AUS! Also von jedem einzelnen von uns, und nicht von seltsamen Auswucherungen unseres Rechtssystems, wie zB der"WirMachenGeldMitKlagenWeilWirZuUnfähigSindQualitativ HochwertigeProdukteRauszubringenFürDieManGerneAuch TieferInDieTascheGreift GmbH". Nutzen wir diese Verantwortung.
Mit dem Geld finanziere ich doch nur die Typen die meine Kinder verklagen und mich damit arm machen
Die Musik industrie ist doch selbst schuld...
Seltsamerweise können maanche freie Künstler, die ihre Werke kostenlo ins Netz stellen allein von Spenden leben, verückt...
Und leiden tun sowieso nur die Mainlabels wie SonyBMG darunter. Endlich mal eine Machtumverteilung. So haben die kleinen Labels auch eine Chance
@ Die liebe Musikindustrie
ich gebe dir recht
auch das mit dem livestream radios etc.
ich kann über meinen ipod das empfangen und somit auch ohne mp3's auskommen solang ich in der nähe eines hotspots bin, die auch immer häufiger werden
unsere weltweiten piraten sind doch ehhh schon wieder einige schritte vorraus utopia hacker gruppe lässt grüssen.
schade ist nur das durch provider ip abstauberrei nur leute erwischt werden die meistens überhaupt keine ahnung haben wie schnell sie bei emule oder co geschnappt werden können.
am besten wäre es ja noch das in good old germany man bald einen pc führerschein machen muss mit dem man dann auch einwilligt,das der pc alle 3-4 monate online durchsucht werden darf.
Kennt eigentlich wer die Rechtslage in Österreich?
Der Gewinn selbst, würde aber kaum größer werden. Man lernt durch Filesharing neue Bands kennen, besucht dann auch mal deren Konzerte und kauft deren alben um was schönes im schrank stehen zu haben ;).
Aber was sagen die Künstler dazu? Ich höre immer die Künstler sagen, sie freuen sich, wenn jemanden deren Musik gefällt und sie die leute glücklich machen können. Wie Curse in einem seiner lieder sagt: Wenn nur eine Person seine Texte mag, ist sein ziel erreicht, jeder weitere ist Bonus ;)
Was einige leute auf ihrer HDD als MP3 haben, ist enorm. 3000 Songs sind weit über 2500 Euro, würde man sich die Musik legal kaufen. Soviel geld kann doch keiner für ein Hobby ausgeben.
Und für sein Geld bekommt man teilweise noch schlechte Stuioaufnahmen, weil am equipment gespart wird.
Die Leute werden mehr und mehr zum Streamen übergehen, siehe lastFM. Wir sind in Deutschland nahezu überall online, die ersten MP3 Player mit Last fm und w-lan hot spot suche werden kommen und uns einen unednliches Musikangebot präsentieren, ohne auch nur ein einziges album zu kaufen und das ganze legal.
Die Industrie pocht auf ihr Recht aufgrund eines Möglichen Schadens. Niemand weis, ob die Leute in ihrer Sammelwut die Musik auch wirklich kaufen würden, wenn diese nicht herunterladbar wäre.
Meiner Meinung nach also eine Schadenszahl die nicht bestätigt ist.
Es betrifft ja nicht nur Tauschbörsennutzer, sondern auch Leute die bei Ebay das Pech hatten, Produktfakes zu ersteigern oder als juristische Laien einen kleinen Fehler im Impressum haben. Die machen aus allem Geld. Sogar in Projekten, wo auf harmlos aussehenden Webseiten saftige Gebühren versteckt werden, stecken Juristen mit drin und helfen eintreiben.
Eine Schande für unseren Berufsstand.
Gruß Missy
Is mir grad eingefallen nach dem letzten Wort des ersten Kommentars ^^ Wer das jetzt wie worauf und warum bezieht ist mir egal ;)
Man ist nur heut zu Tage wesentlich besser geschützt damit niemand weiß das man gedownloadet hat...... und vorallem hat sich die Masse die damals bei Bearshare usw. war aufgeteilt und saugt jetzt auf hudnerten wenn nicht tausenden verschiedenen Seiten und wie soll da eine ordentliche Statistik zu stande kommen? wenn sie wissen wie oft gedownloadet wurde, wieso mahnen sie dann nicht alle ab?
Also das ist doch wohl mal lächerlich........