Der Automobilhersteller Nissan hat ein iPhone-Case mit einer ganz besonderen Eigenschaft vorgestellt: Es ist "selbstheilend". Was verrückt klingt, wird durch einen speziellen Lack aus Nanopartikeln ermöglicht, der Kratzer selbstständig schließen kann.

iPhone 4 - Nissan entwickelt "selbstheilendes" iPhone-Case

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Das Case soll Kratzer selbstständig versiegeln können - so wie es bei manchen Autos von Nissan bereits der Fall ist.
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Diese Technologie wurde bisher bereits bei Autos verwendet - zum Beispiel im Muran, dem 370Z und der X-Trail- und der Infiniti-Serie. Jetzt hat Nissan diese neue Möglichkeit zur Versiegelung von Kratzern zum ersten Mal außerhalb des Fahrzeugbaus eingeführt. Entwickelt wurde das Scratch Shield Lack bereits im Jahr 2005 in Zusammenarbeit mit der Universität Tokio und der Advanced Softmaterials Inc.

Die Idee dahinter war es, eine robustere und haltbare Farboberfläche für ein Case zu schaffen, das zudem eng anliegt - und damit das Design des iPhone nicht all zu sehr beeinträchtigt. Das Case soll außerdem, dank der gelartigen Oberfläche des Lacks, griffiger in der Hand liegen und mit Hilfe der Selbstversiegelungsfähigkeit Schönheitsfehler selbstständig ausbessern können.

Die Farbe auf dem Case besteht aus Polyrotaxan, welches chemisch auf Brüche in der Oberfläche reagiert und sich langsam in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. So können beispielsweise Kratzer "geheilt" werden. Kleinere Kratzer können innerhalb eines Tages geschlossen werden, größere könnten etwa eine Woche dauern. Derzeit befindet sich das Case in der Beta-Phase und wird vor allem von Journalisten getestet.

Sollte die Nachfrage entsprechend hoch ausfallen, plant Nissan noch in diesem Jahr die Serienproduktion des Case.