Zocken mit dem iPhone und dem iPod Touch, die zweite. Nachdem wir euch vor einigen Tagen bereits einige unserer Lieblingsgames für Apples kleinen Technikfetisch präsentiert haben, folgt nunmehr die Fortsetzung unserer ganz persönlichen Highlights aus dem reichhaltigen Games-Angebot für Apples Handhelds.

Wir möchten an dieser Stelle auch noch einmal explizit erwähnen, dass die meisten der hier vorgestellten Programme sowohl auf dem Apfeltelefon als auch auf seinem "kleinen Bruder" dem iPod Touch funktionieren. Wer sich bei dem Programm seiner Wahl nicht sicher ist, ob es auf dem eigenen Gerät laufen wird, sollte einfach die Webseite des Herstellers besuchen, sofern sich die Information nicht im iTunes-Store findet. Da werden Sie geholfen!

Noch mehr iPhone Highlights gefällig? Hier Teil 1 unseres Specials lesen!

Poker Quest: Geschüttelt, nicht gerührt

Glückskinder mit Hang zu Würfeleien und Grobmotoriker mit unkontrollierbaren Armzuckungen kommen bei "Poker Quest" voll auf ihre Kosten. Die spaßige Würfel-Poker-Simulation beschert dem gelangweilten Redakteur lang anhaltenden Spielspaß – und das garantiert ohne störende Nebenkosten. Denn natürlich wird hier nur um des Vergnügens willen gewürfelt, echte Kohle riskiert man nicht. Stattdessen gibt es schön animierte Würfelsets zu sehen, die in grafisch ansprechenden Themenumgebungen geschwungen werden.

iPhone - Die besten Spiele für Apple iPhone und iPod Touch - Teil 2

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Mal was anderes: Pokern mit Würfeln.
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Wer mag, greift zu konventionellen Zahlenkaspern, Freunde der Exotik nehmen beispielsweise das altägyptische Pharaonen-Set. Auch die Soundkulisse ist stimmig. Es klackert und klickt fast so als würde man mit echten Würfeln hantieren. Die Unterschiede zwischen dem ersten und dem kürzlich erschienenen zweiten Teil der Zahlenjonglage sind übrigens nur gering. Wer den ersten Teil bereits sein eigen nennt, sollte sich den zweiten Part vor dem Kauf erst in der kostenfreien Lite-Version ansehen, um Enttäuschungen vorzubeugen.

Technisch ist die Pokerei fehlerfrei umgesetzt. Die Würfel werden entweder geworfen, indem man das iPhone – oder der iPod Touch, nur der Vollständigkeit halber an dieser Stelle nochmals erwähnt – schüttelt, oder man drückt unspektakulär auf einen Button, der die Teile in Bewegung versetzt. Insgesamt drei Würfe hat man, um das Maximum aus den fünf Zahlenkaspern rauszuholen.

Für gewonnene Matches werden unterschiedliche Extras freigeschaltet. Wer sich mit der Wertigkeit der unterschiedlichen Kombinationen nicht auskennt, kann jederzeit ein Hilfemenü öffnen. Für 2,39 Euro gehen die bunten Würfel über den Ladentresen. Aber Vorsicht! Nicht dem Glücksspiel verfallen!

Guitar Rock Tour: Musikantendampfer

"Guitar Hero" ist in aller Munde, und so war es auch nur eine Frage der Zeit, wann die extrem coole Musikzappelei das iPhone erreicht. Die "Rock Tour" stammt zwar nicht von den gleichen Entwicklern wie das große Vorbild, spielt sich aber im Grunde genommen genau so. Zu den Klängen bekannter Musikstücke rutschen farbige Symbole auf einem Gitarrenhals langsam nach unten. Erreichen sie einen Punkt auf der Grundlinie, muss man mit dem Finger blitzschnell den Punkt berühren. Je besser man dies tut, desto erfolgreicher wird man als Hardrock-Gitarrenschwinger oder Drummer.

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Anderer Name, gleiches Spiel: Guitar Hero goes iPhone.
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Das Prinzip funktioniert auch auf dem iPhone (und dem iPod-Touch, erwähnten wir das...?) hervorragend und macht viel Spaß. Leider stehen mit Gitarre und Schlagzeug nur zwei Instrumente zur Verfügung, doch dafür geht das Tappen leichtfingerig von der Hand.

Das Spiel bietet, analog zu seinem Vorbild, einen Karrieremodus, in dem man sich vom Straßenmusiker zum Stadienfüller hochklampft oder trommelt. Auch der Schwierigkeitsgrad ist regulierbar, und selbst Anfänger kommen recht schnell zu ansehnlichen Erfolgen. Die Auswahl der Musikstücke geht ebenfalls in Ordnung. Neben dem Police-Evergreen "Message in a Bottle" erwarten den Zocker Stücke wie "You really got me" oder das unvermeidliche "Smoke on the Water".

Sieht man einmal davon ab, dass das iPhone baubedingt nicht das gleiche Gitarrenspiel-Feeling rüberbringen kann wie die Plasteklampfen der Konsolenvorbilder, bringt die Rock Tour dennoch viele Stunden Spielspaß mit sich – verkrampfte Finger inklusive. Wer sich als kleiner Richy Blackmore versuchen möchte, legt 4,99 Euro an und hinterher los. Just beat it!

Payback: Auge um Auge, Zahn um Zahn

GTA goes iPhone. So oder ähnlich könnte man wohl am besten beschreiben, was den Zocker bei "Payback" erwartet. Nachdem das Spiel von Hersteller Apex Designs zunächst für die Linux-basierte Handheldkonsole GP2X erschienen war, haben die Entwickler jetzt eine Version für Apples Handheldgeräte auf den Markt gebracht. Ähnlich wie die GTA-Serie bietet das Spiel eine nicht-lineare Handlung und elf frei erkundbare Städte.

Wer mag, folgt der Story und erledigt brav hintereinander weg seine Missionen. Spaßvögel und notorische Gesetzesbrecher gönnen sich das freie Sightseeing, klauen Autos, liefern sich wilde Verfolgungsjagden mit Ordnungshütern und ballern, was das Zeug hält. Das Geschehen ist zackig inszeniert, und wie beim großen Vorbild wartet das Programm mit einem ganzen Arsenal von Autos und Waffen auf, Panzer inklusive.

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Payback ist ein waschechter GTA-Klon für unterwegs.
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Obwohl das Programm lediglich eine "altmodische" Sicht von oben auf das Geschehen bietet, weiß die Grafik dennoch zu überzeugen und kommt mit allerlei netten Effekten daher. Besonders spaßig ist die Erkundungstour mit einem quietschgrünen Panzer, der sich besonders für schlecht gelaunte Fahrer eignet. Die Steuerung erfolgt über das Anklicken von Richtungspfeilen sowie das Schwenken des iPhones.

Natürlich dürfen auch Extrapunkte für besonders gelungene Stunts und Zerstörungsorgien nicht fehlen. Die Sounduntermalung ist dem Spiel angemessen und kommt auch auf der Apfelkonsole gut rüber. Fans der GTA-Reihe und Führerscheinanfänger investieren 5,49 Euro und steigen ein. In irgendeinen Wagen oder Panzer. Es lohnt sich in jedem Fall. Aber bitte nicht im echten Leben nachmachen. Im Knast sind iPhones verboten!

Topple: Tetris mit Grinsegesichtern

Kommen wir von der systematischen Autoverschrottung zum friedlichen Geschicklichkeits- und Knobeltest. "Topple" ist eine abgefahrene Mischung aus Tetris und Türmchenbau, bei der niedlich animierte Formen und Blöcke mit Gesichtern so aufeinander gestapelt werden müssen, dass die Konstruktion nicht zusammenbricht. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, erinnern die Schwerkraftverhältnisse an eine Unterwasserwelt, denn die Blöcke reagieren deutlich träger als man dies unter normalen Bedingungen erwarten würde.

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Da würde Tetris Bauklötze staunen...
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Man schiebt und dreht die Formen so lange mit den Fingern, bis sie in der gewünschten Lage sind und entweder an einer freien Stelle angedockt oder oben auf der Konstruktion abgelegt werden. Anders als bei Tetris können die Steinchen aber im Nachhinein aus ihrer Position fallen und beispielsweise aus dem Bildrand kippen. In einem solchen Fall gilt der Block als verloren. Bis zu vier Mal darf ein solcher Lapsus passieren, dann heißt es "Game over". Eine ruhige Hand und viel Geduld sind also, besonders im Herausforderer-Modus, absolut notwendig, um hier erfolgreich zu sein. Anfängern empfiehlt sich das Training, das Schritt für Schritt in die Bedienung einführt. Und wer ohne Leistungsdruck hochstapeln will, der wählt das freie Spiel.

Damit die Sache nicht gar zu schwer wird, haben die Entwickler sich etwas Besonderes ausgedacht. Die Gesichter der Bauteile wurden nämlich animiert. Solange die kleinen Kerle vor sich hin grinsen, ist alles in Ordnung. Runzeln sie die Stirn, sollte man aufpassen, was man tut. Womöglich könnte dann der nächste Stein der letzte sein. Equilibristen und Hochstapler geben dem kostenlosen Spiel eine Chance und riskieren eine ruhige Hand. Aber das Durchatmen nicht vergessen!

Solitaire City Deluxe: Leg dir die Karten

Patiencespiele sind seit Beginn des Computerzeitalters untrennbar verbunden mit digitalem Zeitvertreib. Nicht zuletzt Windows hat für eine weitgehende Verbreitung der Karten- Alleinunterhaltung gesorgt, gehört doch ein Solitaire-Spiel zur Grundausstattung eines jeden Betriebssystems aus Redmond. Es war also keine Frage, ob Patiencen auch auf dem iPhone für Kurzweil sorgen, sondern bestenfalls, welche Versionen es geben würde. "Solitaire City" gehört in jedem Falle zu den guten Programmen.

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Der Patience-Klassiker Solitair darf auf keinem Rechner fehlen.
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Die Vollversion ermöglicht nach Angaben der Hersteller über 60 verschiedene Varianten der beliebten Spider-, Klondike- und zahlreicher weiterer Solitaires. Gespielt wird, indem die Karten mit dem Finger über den Bildschirm gezogen werden – denkbar einfach und problemlos. Um das Ganze über den kruden Charme der Windows-Instantversion hinauszuheben, haben sich die Entwickler zahlreiche Extras ausgedacht. So kann man aus diversen Motivsets den Bildschirmhintergrund wählen, hat verschiedene Kartendecks zur Verfügung oder hört beim Zocken kurzerhand seine eigene Musik.

Neulinge werden über die integrierten Tutorials erfreut sein, die einen schnellen Einstieg ermöglichen und die Regeln genau erklären. Darüber hinaus gibt es Tipps, eine Rückgängig-Funktion, Highscore-Liste und Zocken auf Zeit. Praktisch: Muss man sein Spiel kurzfristig unterbrechen, wird der aktuelle Stand automatisch gespeichert. Anrufe müssen also nicht abgewimmelt, sondern können in Ruhe beantwortet werden, bevor man sich wieder der gemütlichen Kartenlegerei widmet.

Die Vollversion schlägt mit stolzen 5,99 Euro zu Buche. Wem das angesichts der zahlreichen preiswerteren Konkurrenten zuviel erscheint, kann sich die kostenlose Lite-Ausgabe herunterladen. Die beinhaltet immerhin zwei voll spielbare Patiencen in mehreren Variationen und ermöglicht so ein gefahrloses Ausprobieren, bevor man sich in Unkosten stürzt. So loben wir uns das!

Super Monkey Ball: Gib dem Affen Zucker

Den Abschluss unserer kleinen Reihe bildet ein alter Bekannter: Segas "Super Monkey Ball" liegt jetzt in einer Version für Apples Handhelds vor. Und es macht Spaß. Das Spielprinzip ist ebenso einfach wie suchtgefährdend. Es gilt, einen kleinen Affen in einer durchsichtigen Kugel heil durch kurvige Levels ins Ziel zu bringen.

Dazu balanciert man das iGerät vorsichtig hin und her, damit die Murmel nicht von den abschüssigen Bahnen abkommt oder Hindernissen ausweicht. Um Langeweile vorzubeugen, haben die Entwickler noch den Faktor Zeit ins Spiel gebracht. Denn nur, wer den Affen rechtzeitig ins Ziel bringt, kann punkten.

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Ganz und gar nicht affig: Super Monkey Ball.
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Technisch ist die Gleichgewichtsschaukelei sehr gut umgesetzt. Die Levels präsentieren sich quietschbunt in schöner Comicgrafik, und die Steuerung reagiert sensibel. Wer sich von der Qualität des Spiels überzeugen möchte, sollte sich zunächst die kostenlose Lite-Version herunterladen. Die enthält drei spielbare Levels der Vollversion und bietet so einen guten Einblick in das Programm. Denn wer kauft schon gerne die Katze im Sack – oder besser: den Affen in der Kugel?

Fazit:

Auch im zweiten Teil unseres Specials wird klar, dass die Begeisterung für mobiles Zocken weiter im Trend liegt. Zumindest iPhone- und iPod-Touch-Besitzer scheinen mit ihren Geräten weitaus mehr zu machen als nur zu telefonieren oder Musik zu hören, denn das Angebot an neuen Spielen und anderen Applikationen wächst buchstäblich täglich. Natürlich ist dabei nicht alles Gold, was glänzt, und nicht jeder Titel ist sein Geld wert. Egal, ob man nun 0,79 Euro oder 7,99 Euro investiert – der Griff ins Klo zieht sich durch alle Preisklassen.

Umgekehrt gibt es allerdings auch echte Perlen für einen Preis unterhalb eines Euros. Glücklicherweise haben viele Entwickler von ihren Produkten Lite-Versionen im Angebot, die man sich für lau runtersaugen kann, um sie zunächst auszuprobieren. Leider haben noch nicht alle Anbieter die Vorzüge von kostenlosen Demo- oder Kurzversionen ihrer Spiele für sich und ihre Kundschaft entdeckt. Zwar kann man im iTunes-Shop Kritiken zu jedem Titel posten, doch wie so oft reichen die Meinungen bei vielen Programmen von sehr gut bis unterirdisch, was oft nicht sehr hilfreich für die eigene Meinungsbildung ist. Ein risikofreier Test für die Käufer wäre also für alle Beteiligten das Beste.

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