Nachdem sich unter anderem die Bundesnetzagentur sowie die Verbraucherzentrale NRW einbrachten und die geplannte DSL-Drosselung der Telekom kritisierten, meldet sich nun auch das Bundeskartellamt zu dem Ganzen.

Internet - Telekom-Drosselung: Kartellamt fordert Stellungnahme

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Auch das Kartellamt schaltete sich nun ein.
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Wie Kartellamtschef Andreas Mundt erklärte, habe man der Telekom schon Anfang Mai schriftliche Fragen zu den Drosselungsplänen zukommen lassen. Man wolle prüfen, ob das Unternehmen "konzerneigene Angebote wie Entertain gegenüber konkurrierenden Angeboten anderer Anbieter bevorzugt", wobei das schließlich eine unzulässige Diskriminierung darstellen könne. Derzeit sieht man jedoch noch keine Veranlassung zur Einleitung eines Verfahrens.

Sobald das Kartellamt die Antworten auf die Fragen von der Telekom erhalten hat, will man diese "in Ruhe auswerten". Da Entertain ein Dienst sei, für den die Kunden extra bezahlen, wäre es laut eines Sprechers der Telekom gerechtfertigt, wenn hier das Übertragungsvolumen nicht angerechnet werde. Außerdem sei Entertain Fernsehen und kein klassischer Internetdienst.

Was die anderen hauseigenen Internet-Angebote der Telekom betrifft, darunter zählt beispielsweise Videoload, so soll das Volumen hier angerechnet werden - so wie es bei der Konkurrenz auch der Fall sei.

Zuletzt wurde die Telekom von der Verbraucherzentrale NRW abgemahnt. Bis heute hat das Unternehmen Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben, dass die neue Klausel gestrichen wird, ansonsten geht es wohl vors Gericht.