Die Telekom ruderte zurück, nachdem erst kürzlich das Kölner Landgericht entschied, dass man die Geschwindigkeit von Flatrates nicht drosseln dürfe.

Internet - Streit um Drossel-Tarife: Telekom gibt nach

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Drosseln will die Telekom zwar weiterhin, das aber nicht mehr bei Tarifen mit der Bezeichnung Flatrate.
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Flatrates sollen also auch weiterhin Flatrates bleiben, ganz ohne Einschränkungen. Entsprechend will die Telekom den Begriff Flatrate aus jenen Tarifen nehmen, in denen die Geschwindigkeit nach Überschreitung eines bestimmten Datenverbrauchs gedrosselt wird.

Das Unternehmen will laut Berichten von Rheinische Post und Focus keine Berufung gegen die Gerichtsentscheidung einlegen. Künftig wolle man nur noch uneingeschränkte DSL-Pauschaltarife als Flatrate bezeichnen und "insgesamt transparenter und kundenfreundlicher werden".

Der Haken an der ganzen Sache wird sein, dass die Preise der Flatrates in die Höhe klettern. Der Begriff Flatrate soll noch im Dezember gestrichen werden.

Focus zitiert einen Verbraucherschützer: "Sollte die Telekom lediglich vorhaben, gedrosselte DSL-Verträge künftig nicht mehr Flatrate zu nennen, so wäre das juristisch bedenklich und keinesfalls ausreichend."

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die damit argumentierte, dass das Unternehmen seine Tarife als "Internet-Flatrate" und unter Angabe einer "bis zu"-Geschwindigkeit beworben habe. Eine nachträgliche Drosselung sei daher eine "unangemessene Benachteiligung der Kunden".