Das Kölner Landgericht hat die Pläne der Deutschen Telekom gestoppt, mit denen das Unternehmen die Surfgeschwindigkeit in Pauschaltarifen einschränken wollte.

Damit wird die Vertragsklausel laut dem Landgericht unzulässig. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale NRW. Wie es in der Erklärung heißt, rechne der Kunde bei dem Begriff Flatrate nicht mit Einschränkungen und verbinde diesen bei Internetzugängen über das Festnetz mit einem Festpreis für eine bestimmte Surfgeschwindigkeit.

Die Telekom setzt diese Tempobremse noch nicht, während nicht bekannt ist, wann dies geschehen soll. Klaus Müller von der Verbraucherzentrale NRW rechnet nun damit, dass die Telekom gegen das Urteil vorgehen wird. In diesem Fall würde man den Fall dann bis zum Bundesgerichtshof verfolgen.

Die Telekom hingegen könne das Urteil nach eigenen Angaben nicht nachvollziehen, weshalb man das nun genau prüfe und voraussichtlich Berufung einlege. Das letzte Wort scheint also noch ncht gesprochen zu sein.

Die Telekom wollte das Tempo der Internetzugänge drosseln, sofern diese ein bestimmtes Volumen verbrauchen. Ursprünglich sollte die Geschwindigkeit auf 384 kBit/s heruntergefahren werden, nach negativen Reaktionen ging man auf 2 MBit/s hoch.

Die Telekom beruft sich bei ihrer Entscheidung der Drosselung auf die Power-User, die die Netze belasten und für die der "normale Kunde" nicht zahlen soll. Laut den Richtern aber steige der Bedarf nach Bandbreite ständig, weshalb eine Drosselung nicht nur die Power-User, sondern letztendlich alle Kunden betreffen würde.