Der Streit zwischen Google und China scheint gestern Abend seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden zu haben, nachdem bereits die mobilen Dienste nicht mehr erreichbar waren. Wie das Wall Street Journal berichtet ist es aus der Volksrepublik nicht mehr möglich, die Seite von Google - Google.com.hk bzw. google.com - zu nutzen.

Wer auf einer der betroffenen Seiten einen beliebigen Suchbegriff eingibt, landet sprichwörtlich im Nirwana, es werden keine Treffer angezeigt. Der Minister für Industrie- und Informationstechnologie, Wang Lijian, hingegen äußerte den Journalisten gegenüber, ihm sei keine Störung bekannt. Nach Untersuchungen Googles soll ein neu hinzugefügter Suchparameter -gs_rfai- die Sperrung ausgelöst haben. Demnach verändere er die Google-URL so, dass die Firewall diese als "schwarze Seite" erkenne und automatisch blockt. Es würde sich wohl um eine Verwechslung mit der bereits gesperrten Seite des Radiosenders Free Asia handeln, gab der Suchgigant gestern an.

Aktuell arbeite man daran, die Fehlfilterung rückgängig zu machen. Ob die betreffenden Seiten Googles anschließend nicht mehr "versehentlich" geblockt werden ist fraglich, dem geneigten Leser könnte der Vorfall zumindest eine Spur des Zufalls zu viel sein.