Update: Nach dem Bekanntwerden des großflächigen Identitätsdiebstahls in der vergangenen Woche, richtete das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen Selbsttest ein. Über diesen könnt ihr unter www.sicherheitstest.bsi.de selbst testen, ob eure E-Mail-Adresse davon betroffen ist.

Die deutschen Provider Deutsche Telekom, Freenet, gmx.de, Kabel Deutschland, Vodafone und web.de sollen die betroffenen Kunde seit den heutigen Montag zudem darüber informieren.

Ursprüngliche MeldungWie Spiegel Online berichtet, stießen Fahnder erneut auf einen riesigen Datensatz mit gestohlenen Mail-Konten. 18 Millionen Mail-Konten (inklusive Passwörter) soll dieser Datensatz umfassen, wobei bislang unklar bleibt, wie viele Daten sich deutschen Nutzern zuordnen lassen, da viele davon internationale Domain-Endungen aufweisen.

Internet - BSI veröffentlicht Selbsttest zu großflächigem Identitätsdiebstahl *Update*

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuInternet
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 31/321/32
Noch lässt sich nicht überprüfen, ob der eigene Account betroffen ist.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Man schätzt aber, dass etwa drei Millionen Menschen aus Deutschland betroffen sind. Die Daten sollen aktuell sein und teilweise für kriminelle Aktivitäten missbraucht werden, darunter zum Versenden von Spam. Betroffen seien alle großen E-Mail-Provider. Woher diese Daten genau stammen, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Erst vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Verden an einen Datensatz mit 16 Millionen Mail-Konten kam. Daraufhin richtete man eine Webseite unter sicherheitstest.bsi.de ein, auf der sich nachprüfen lässt, ob die eigene Mail-Adresse betroffen ist.

Die Webseite gilt allerdings nicht für die 18 Millionen gekaperten Mail-Konten. Ob hier ebenfalls eine Anlaufstelle zu erwarten ist, ist nicht bekannt. Wie Spiegel schreibt, stünden die beiden Fälle wohl im Zusammenang.

Konkrete Informationen will die Behörde aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht veröffentlichen.