Während AMD derzeit vor allem im Grafikkarten-Bereich ordentlich Gas gibt, kocht die Gerüchteküche auch bei Intel fleißig weiter. Nachdem nun die ersten "Clarkdale"-Prozessoren gesichtet wurden, tauchte jetzt auch ein Test eines weiteren 32-nm-Prozessors auf. So musste sich der kommende Sechskern-Prozessor "Gulftown", welcher eigentlich erst im nächsten Jahr ansteht, gegen die aktuellen Quad-Core-Modelle antreten.

Intel Core i9 - Erster Test aufgetaucht

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Intel schickt seinen Core i9 ins Rennen.
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Dabei arbeitete das Engineering-Sample mit einer Taktfrequenz von 2,8 GHz und konnte auf einen 12 MB großen L3-Cache zurückgreifen. Zudem kann die nächste Generation dank SMT bis zu 12 Threads gleichzeitig bearbeiten. Genau hier liegt auch der größte Vorteil: Im Cinebench R10 war nämlich eine Leistungssteigerung von satten 33 Prozent zu verspüren - verglichen mit dem gleich schnell getakteten Intel-Core-i7-Prozessor auf "Bloomfield"-Basis.

In Benchmarks, die nicht ganz so stark auf Multithreading ausgelegt sind, liegt der "Gulftown" auf etwa dem gleichen Niveau, wie seine Vorgänger mit gleicher Taktfrequenz. Auch bei Spielen fallen die Unterschiede eher in die Kategorie "Messungenauigkeit", denn auch in Far Cry 2, Left 4 Dead und UT 3 konnte sich das nächste Intel-Flaggschiff kaum absetzen.

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Punkten konnte die neue CPU allerdings ganz klar bei der Leistungsaufnahme. So verbrauchte das Gesamtsystem, bestehend aus einem Gigabyte-EX58-Mainboard, einer MSI GeForce GTX 285 SuperPipe OC sowie einer OCZ-Agility-SSD, im Leerlauf zwar mehr als das "Bloomfield"-Gegenstück, doch stand es unter Last etwas besser da. Bei den Temperaturen - eingesetzt wurde ein Prolimatech-Megahalems-CPU-Kühler - war die ES-CPU sogar Spitzenreiter und deutlich kühler als die Phenom-II-X4-Konkurrenz von AMD.

Im letzten Abschnitt führten die Kollegen einen ersten Overclocking-Versuch durch und konnten mit geringer Spannungserhöhung gute 4,3 GHz herauskitzeln. Wie die kommende Hexa-Core-Prozessoren von Intel in der finalen Version abschneiden, werden wir wohl erst zum offiziellen Launch, im ersten oder zweiten Quartal 2010, erfahren. Dann dürften die Prozessoren jenseits von 1000 US-Dollar erhältlich sein.