Intels neueste Prozessor-Generation ist da! Lynnfield – so der Codename der CPUs – will vor allem die preisgünstige Mittelklasse aufmischen. Wir haben die drei brandneuen Prozessoren schon getestet.

Vier-Kern-Taktik

Intels Nehalem-Generation sorgte schon bei den ersten Modellen für Wirbel. Seit dem Release des Core i7 und den Extreme-Edition-Varianten kämpft Konkurrent AMD im Highend-Segment auf verlorenem Posten. Stattdessen konzentrierte AMD sich auf den preisgünstigen Mittelklasse-Sektor, wo die neuen Phenom-II- und Athlon-II-CPUs gute Leistung zum kleinen Preis bieten. Dort hatte Intel bislang die beliebte Core-2-Serie positioniert. Doch das ändert sich nun mit den neuen CPUs.

Intel - Volle Attacke auf Athlon & Co.: Intels neue Core-CPUs im Test

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Angriff auf AMD: Intel stellt drei neue Prozessoren vor.
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Intel verfolgt hier einen ähnlichen Ansatz wie AMD: Vier Kerne, eine flotte Architektur und starke Leistung zum kleinen Preis sollen sich auf breiter Ebene durchsetzen. Dazu veröffentlicht der Hersteller drei neue Prozessoren, die unter dem Codenamen Lynnfield firmieren. Die beiden neuen Core-i7-CPUs richten sich weiter eher an Highend-Anwender, während der neue Name im Bunde – der Core i5 750 – die Mittelklasse erobern soll. Wie sich die Neuzugänge in unserem Testlabor geschlagen haben, verraten wir in unserem Test.

Lynnfield: Das steckt hinter den neuen CPUs

Der Startschuss ist gefallen: Intels neue Lynnfield-Prozessoren sind nun offiziell. Wir sagen euch, was hinter dem Codenamen steckt.

Das Ende von Core 2: Intel wird die beliebte CPU-Serie (Core 2 Duo, Core 2 Quad, Core 2 Extreme) auslaufen lassen und durch eine neue Generation ersetzen. Was bisher lediglich als Gerücht durchs Internet kursierte, ist nun offiziell: Insgesamt drei neue Modelle werden ab sofort die Mittelklasse definieren – zwei Core-i7-CPUs und ein Core i5.

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Intel Core 2 Duo: Die Core-Serie soll schon bald auslaufen.
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Gerade der Core i5 ist aus Preis-Leistungs-Sicht sehr interessant. Er trägt den Namen Core i5 750 und verfügt über vier physikalische Kerne und vier Threads. Die Taktfrequenz liegt bei 2,66 GHz. Der Cache fällt mit 8 MByte genauso groß aus wie beim Core i7, die maximale Verlustleistung sinkt dagegen auf 95 Watt.

Neuer Sockel für Lynnfield

Da es sich bei Lynnfield um eine neue Generation handelt, führt der Hersteller den neuen Sockel 1156 und neue Chipsätze ein. So werden Mainboards mit Intel-P55-Chipsatz die Speerspitze für Lynnfield-Systeme darstellen. Der neue Sockel 1156 wird durch den Wechsel von der Core- auf die Nehalem-Architektur notwendig. Auch die Lynnfield-Prozessoren besitzen nun den Speichercontroller auf der CPU – dadurch werden zusätzliche Anschlüsse notwendig, die der Vorgänger-Sockel 775 nicht bietet. Ebenso fällt hier der bekannte Frontside-Bus weg und wird durch das Direct Media Interface (DMI) ersetzt.

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Intel P55: Der neue Chipsatz für Lynnfield.
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Was kommt danach?

Lynnfield bedeutet, dass Intels Highend-Architektur (Nehalem) nun auch für den Massenmarkt erschwinglich ist. Doch die wahre Revolution steht noch bevor: Der Chip-Gigant arbeitet an einem neuen Konzept namens Clarkdale, das die Verschmelzung von CPU und GPU vorsieht. Clarkdale-CPUs sollen nach ersten Angaben unter den Markennamen Core i5 und Core i3 kommen und sich vor allem an den preiswerten Einsteiger-Sektor richten – allerdings nicht vor 2010.

Dabei sollen die Prozessoren auf den Sockel 1156 passen. Gerüchten zufolge soll das erste Core-i3-Modell zwei CPU-Kerne, eine Taktfrequenz von 2,93 GHz, 4 MByte Cache, die Unterstützung von DDR3-Speicher (1.066 und 1.333 MHz) sowie eine integrierte GPU besitzen. Die Grafikeinheit wird voraussichtlich mit 733 MHz Takt betrieben. Interessant ist auch die sehr geringe maximale Verlustleistung (TDP), die bei 73 Watt für CPU und Grafikkern zusammen liegen soll. Der Prozessor alleine soll eine TDP von rund 60 Watt haben.

Core i5 und Core i7: Die Testergebnisse

Alle drei neuen CPUs haben schon unser Testlabor erreicht und unseren umfangreichen Parcours gemeistert. Die Testergebnisse haben uns voll überzeugt.

Die gute Nachricht für euch: Gerade beim Preis-Leistungs- Verhältnis überzeugen die Lynnfields. Besonders der Core i5 (rund 190 Euro) bietet massig Power für wenig Geld. Damit wird Intel AMD auch im preiswerten Sektor ordentlich unter Druck setzen.

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Core i7 870: Das schnellste Modell der Lynnfield-Serie.
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Das Flaggschiff: Core i7 870

Der teuerste Lynnfield-Prozessor bekommt die Bezeichnung Core i7 870. Mit rund 550 Euro ist er nicht gerade billig, kann aus Leistungssicht jedoch vollkommen überzeugen. Im direkten Vergleich mit den Highend-Nehalems landet er im Ranking der Desktop-Prozessoren auf einem hervorragenden dritten Platz. Lediglich die Core-i7-CPUs der Extreme-Edition (965 XE und 975 XE) rangieren vor dem Lynnfield-Modell. Alle anderen Core i7s und Core-2-Prozessoren landen weit dahinter. Die CPU verfügt über vier Kerne, acht Threads und eine Taktfrequenz von 2,93 GHz. Die Benchmark-Ergebnisse findet ihr grafisch aufbereitet in unserer Benchmark-Fotostrecke.

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Core i7 860: Sehr gute Kombination aus Preis und Leistung.
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Die Preisbombe: Core i7 860

Das nächstkleinere Modell - der Core i7 860 - unterscheidet sich technisch nur geringfügig von seinem großen Bruder, ist aber wesentlich günstiger: Für den i7 860 werden lediglich 290 (statt 550) Euro fällig, ohne dass ihr dabei auf Features verzichten müsst. Auch diese CPU bietet vier Cores und acht Threads. Die Taktfrequenz sinkt marginal auf 2,8 GHz, was sich in den Benchmarks natürlich widerspiegelt, im Praxiseinsatz jedoch keinen massiven Unterschied macht. So spielt sich Unreal Tournament III (1.280 x 1.024 Pixel) mit 137 Frames pro Sekunde, während der i7 870 auf 138 Bilder kommt.

Damit verdient sich die CPU unsere kalre Preis-Leistungs-Empfehlung innerhalb der Core-i7-Serie. Gerade für preisbewusste Spieler dürfte diese CPU besonders interessant sein. Alle Benchmarks findet ihr in unserer Fotostrecke.

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Core i5 750: Die wahre neue Mittelklasse von Intel.
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Der Neuling: Core i5 750

Nachdem der Markenname Core i7 schon länger bekannt war, hat Intel auch einen komplett neuen Namen auf den Markt geworfen - den Core i5. Dieser markiert auch in der Nomenklatur die wahre Mittelklasse unter den Nehalem-CPUs, während der Core i7 immer noch die Enthusiasten anspricht. Der rund 190 Euro teure Core i5 750 (2,66 GHz) unterscheidet sich in einigen Punkten von den großen Geschwistern.

So ist er zwar mit vier Kernen ausgestattet, bietet aber lediglich vier Threads (i7: acht Threads). Die Struktur des Prozessors bleibt aber gleich: So verfügt er - wie auch die Core i7s - über rund 774 Millionen Transistoren, ist in 45 nm gefertigt und über das DMI4800-Interface angebunden. Die maximale Verlustleistung liegt auch hier bei 95 Watt.

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Somit platziert sich Intels neuer Mainstream-Prozessor auf einem guten neunten Platz in unserer CPU-Bestenliste und lässt ausnahmslos alle Core-2-CPUs hinter sich. Von den AMD-CPUs ist nur das Top-Modell Phenom II X4 965 BE schneller als der Core i5. Alle Testergebnisse findet ihr übersichtlich in unserer Benchmark-Fotostrecke.

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