Intel nahm die derzeit laufende Computex zum Anlass, um zwei neue Varianten seines Atom-Prozessors samt passenden Chipsätzen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Einen Tag nach NVIDIAs Tegra-Auftritt gaben heute wieder die Pentium-Väter den Ton an. Die neuen Atom-Chips der N-Serie sind für den Einsatz in so genannten "Netbook"- und "Nettop"-Plattformen gedacht.

Intel versteht unter dieser Geräteklasse günstige Mini-Notebooks à la Asus Eee-PC, die sich in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit erfreuen. Der einzige Unterschied zu den bisher schon vorgestellten Atom-CPUs der Z-Serie ist das leicht größere Gehäuse, welches jetzt 22 x 22 statt der bisherigen 13 x 14 Millimeter misst. Grundsätzlich spielen sowohl der Atom N270 als auch der N230 in der gleichen Liga. Beide sind mit jeweils 1,6 GHz getaktet, verfügen über einen 512 KB großen L2-Cache und einen 133 MHz schnellen Frontside-Bus. Lediglich die integrierte HyperThreading-Einheit wurde dem N270 zugunsten einer längeren Akkulaufzeit gestrichen.

Auch wenn nicht jeder Journalist Intels Optimismus teilt, scheinen die Kalifornier mit ihrer Atom-Plattform den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Infolge der enormen Nachfrage erklärte Sean Maloney - seinerseits Executive Vice President - gegenüber der Financial Times, dass Intel derzeit nicht genügend Atom-Prozessoren herstellen könne - länger als sechs bis acht Wochen soll die Knappheit aber nicht andauern. Maloney zufolge, weite man die Fertigung massiv aus, um der Nachfrage gerecht werden zu können.