Die offizielle Präsentation ist zwar erst für die CES 2010 vorgesehen, aber Intel hat es sich nicht nehmen lassen bereits vor Weihnachten erste Details zur kommenden Atom-Generation auf Basis der Pine-Trail-Plattform bekannt zu geben. Erstmals werden nun CPU, GPU, Speicher-Controller und PCI-Express Root-Complex auf einem Chip vereint sein. Dies soll sowohl kompaktere, als auch günstigere Note- und Netbooks möglich machen und zudem auch für eine bessere Performance sorgen.

Einzig verbliebener Baustein des Chipsatzes wird zukünftig der NM10 sein. Er übernimmt noch einige Aufgaben, die vormals von der Southbridge verwaltet wurden.

Intel gibt eine Thermal Design Power von 5,5 Watt für den Atom N450, also die mobile Variante, plus NM10 an. Die Taktfrequenz soll in diesem Fall bei 1,66 GHz liegen. Damit liegt man in diesem Bereich etwas unter dem Vorgänger, kann aber bei der Speicheranbindung deutlich zulegen. Eingesetzt werden kann nun DDR2-667 anstatt DDR2-533. Auch bei der GPU hat sich etwas getan. So kommt nun die GMA 3150 anstatt der GMA 950 zum Einsatz. In der Praxis dürfte sich dieser Wechsel aber kaum auswirken.

Beim Prozessor sind einige weitere Unterschiede erkennbar. So ist der N450 auch 64-Bit fähig. Bisher nur für die Desktop-Version, in Form des Atom D510, ist ein zweiter Prozessor-Kern vorgesehen. Hier liegt die Leistungsaufnahme dann auch bei 13 Watt. In der Single-Core-Version gibt Intel einen Verbrauch von 10 Watt an.

Wohl wichtigste Neuerung bei den Atoms ist aber die Tatsache, dass sie nicht mehr über einen Frontsidebus verfügen. Daher lassen sie sich auch nicht mehr mit der Ion-Plattform von NVIDIA kombinieren. Weggefallen ist auch die Anbindung eines PCI-Express-x16-Slots. Einzig vier Lanes sind am NM10 verfügbar und erlauben den Anschluss weiterer Zusatzkomponenten.

Dies führt uns auch gleich zur Videobeschleunigung der neuen Atom-Plattform. Intel gibt an, dass über die freien PCI-Express-Lanes beispielsweise ein Beschleunigungs-Chip, wie den Broadcom BCM70012, angeschlossen werden kann. CPU und GPU sind kaum in der Lage HD-Videos ruckelfrei wiederzugeben. Eine weitere Beschneidung in dieser Richtung ist die Limitierung des Display-Panels auf eine maximale Auflösung von 1366 × 768 Pixel. Über den VGA-Ausgang lassen sich 1400 × 1050 darstellen.

Dies gilt allerdings nur für die mobile Variante. Auf dem Desktop gibt es keinerlei Einschränkungen. Ein Rätsel ist das Fehlen eines SDVO-Port, über den sich ein DVI- oder HDMI-Ausgang realisieren ließe.

Zur CES 2010 will Intel weitere Details bekannt geben. Dann werden wir auch erste Consumer-Hardware bewundern können.