Intel wird in den kommenden Monaten mehr als 5 Milliarden US-Dollar in den Bau der weltweit modernsten Fertigungsstätte stecken. Das kündigte jetzt Intel-Chef Paul Otellini während des Besuchs des US-Präsidenten Barack Obama im Intel-Werk Hillsboro an. Doch es soll nicht nur die inzwischen schon zwölfte Fabrik entstehen, sondern vor allem auch die bisher modernste Anlage mit der bislang größten Fertigungskapazität.

Fab 42, so ihr Name, soll ab 2013 in Arizona Chips in noch kleineren Strukturbreiten auf 300-mm-Wafern fertigen. Die Rede ist dabei von 14 Nanometern. Zum Vergleich: Die aktuellen Sandy-Bridge-CPUs laufen noch in 32 nm vom Band. Damit liefe Intel allen den Rang ab. Auftragsfertiger wie TSMC werden erst zum Ende des Jahres ausreichende Kapazitäten zur Verfügung haben, um 28-nm-Chips in hohen Stückzahlen produzieren zu können. Dann plant Intel aber schon den 22-nm-Prozess.

Doch nicht nur technologisch ist Fab 42 ein riesiger Sprung. Durch den Bau der neuen Anlage sorgt man für Tausende neue Jobs - aktuell werden weltweit rund 83.000 Mitarbeiter beschäftigt. Den Bau finanziert Intel im Übrigen aus seiner Portokasse. Allein im letzten Jahr konnte man 43,6 Milliarden US-Dollar umsetzen und einen Gewinn von fast 12 Milliarden US-Dollar einfahren.