Erneut kommt der beliebte Instant-Messenger WhatsApp in die Schlagzeilen. Nachdem man in den letzten Wochen und Monaten immer wieder die Sicherheit der Smartphone-App kritisierte, macht die Software nun mit Spam-Attacken auf sich aufmerksam.

Es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Spammer den Messaging-Dienst für sich entdecken würden. Laut heise online sollen in den letzten Tagen unerwünschte Spam-Nachrichten einige Nutzer des Dienstes erreicht haben.

Die Versender verschicken hierfür einfach eine Nachricht an den Empfänger, um diese auf deren Webseite zu locken, wo häufig Abofallen lauern sollen – oft in Verbindung mit pornografischen Inhalten. WhatsApp macht es den Spammern auch nicht gerade schwer: Ähnlich wie beim Kurznachrichtendienst SMS kann über WhatsApp grundsätzlich jeder Nutzer kontaktiert werden, sofern dessen Rufnummer bekannt ist.

Eine vorherige Autorisierung ist nicht notwendig. Zwar können entsprechende Kontakte bzw. Rufnummern in der App geblockt werden, doch dürfte dies nur kurzzeitig zum Erfolg führen. Die nächste Spam-Attacke erfolgt dann einfach über eine andere Rufnummer.

Um die Filterung durch die WhatsApp-Betreiber zu erschweren, bedienen sich die Spammer bei ihren unerwünschten Werbenachrichten häufig eines einfachen Tricks. Sie packen ihre Ziel-URL nicht direkt in den Nachrichtentext, sondern verstecken diese einfach im Profilbild. Wie die kriminellen Spammer an die Rufnummern gekommen sind, ist unklar. Vermutlich wurden einfach verschiedene Nummernblöcke durchprobiert, so heise online weiter.

Eine typische Spam-Nachricht auf WhatsApp:
"Hallo hab was ganz irres gefunden ! Achtung reine Spezial-Versionen, ( um die Nachrict zu entschlüsseln einfach die LINK’S öffnen die im Profil versteckt sind, siehe Foto oben links…. ) L. G. und schickt die Nachricht mal weiter!"